Die Diskussion um Gebrauchtspiele hat mit dem Gerücht, der Nachfolger der Xbox 360 könne die Nutzung von Gebrauchtspielen unterbinden, neue Ausmaße erreicht. Während Händler angesichts wachsender digitaler Verkaufsplattformen immer abhängiger vom Gebrauchtmarkt werden, prognostizieren Entwickler den Tod für die Videospielindustrie, sollten Secondhand-Käufe weiter zunehmen. Sie sehen davon nämlich keinen Cent, was für den Design Director des 'Saints Row'-Studios, Jameson Durall, eine extreme Belastung darstellt.
„Ich fühle mich benutzt (orig: "used"; dt. "gebraucht")“, sagte Durall auf dem Entwickler-Blog #AltDevBlogADay. „Letztendlich gehe ich fest davon aus, dass wir etwas gegen diese Problem unternehmen müssen, oder unsere Branche fällt auseinander. Die Leute sind sich oft der Kosten nicht bewusst, die in das Erschaffen dieser riesigen Spiele fließen, die wir für nur 60 Dollar rausbringen. Sie scheinen auch nicht zu erkennen, wie sehr sie uns schaden, wenn sie ein gebrauchtes Spiel kaufen und dass eine illegale Kopie einfach mit Diebstahl gleichzusetzen ist.“
Unternehmen wie Electronic Arts, THQ (zu dem Volition gehört) oder Ubisoft haben in der Vergangenheit bereits sogenannte Onlinepässe eingeführt, die neuen Spielen beiliegen und Online-Funktionen freischalten. Wer einen solchen Titel aus zweiter Hand erwirbt, muss den Pass nachkaufen, um auf die entsprechenden Funktionen zurückzugreifen.
Durall sieht Online-Pässe als geeignetes Mittel an. „Einige Kunden beschweren sich über diese Methode, weil die Sache immer so läuft, dass er im Preis inbegriffen ist und damit auch im Spiel enthalten sein sollte. Er ist es beim Erstkäufer.. haben sich die fünf gesparten Dollar bei GameStop für dich also gelohnt [ohne den Onlinepass anbei; A.d.R.]?“ Laut Durall würde sich auch die künstliche Verlängerung der Spielzeit von Videospielen durch herunterladbare Zusatzinhalte nur dann lohnen, wenn sie für die Kunden „verlockend und mit ausreichend gutem Wert“ erscheinen.
Der Design Director unterstützt aus diesem Grund Sonys Entscheidung, digitale Kopien der Spiele für den neuen Handheld PlayStation Vita günstiger anzubieten. Diese können nicht wiederverkauft werden. Außerdem begrüßt er die Gerüchte über potentielle Anti-Gebrauchtspiel-Vorrichtungen. Eine derartige Technologie wäre „ein fantastischer Wandel in der Branche“. Spieler würden „besser verstehen, warum [ein solcher Schritt notwendig ist; A.d.R.] und dass es ihn nicht umbringt“ [volle Preise zu zahlen].
Bei der noch offenen Frage nach der Umsetzung eines solchen Schutzes, sagt Durall, habe Volition bereits ein entsprechendes System vor Ort. Microsoft benötige lediglich einen Code bei jedem Spiel, der mit dem Xbox Live-Account verbunden werde – vergleichbar mit Steam. Dadurch, so gibt er zu, könne jedoch kein Umsatz mehr mit der Vermietung von Spielen generiert werden. Außerdem gäbe es weitere, unterschiedliche „Fehler, die ausgebügelt werden müssten.“ Der Aufwand wäre jedoch gerechtfertigt.
Einen anderen Ansatz vertritt Matthew Karch, CEO bei Saber Interactive, gegenüber CVG. Das Studio zeigte sich zuletzt für Rendering Engine der Kampagne des Remakes 'Halo: Combat Evolved Anniversary' verantwortlich und bringt Ende März den Shooter 'Inversion' auf den Markt. „Ich denke nicht, dass wir die Leute davon abhalten sollten, Gebrauchtspiele zu spielen. Ich verstehe, warum sie das machen wollen, allerdings glaube ich, dass der Ansatz ein anderer sein sollte.“
„So lange Spiele auf einem physischen Medium oder als physisches Gut vertrieben werden, sollten Spieler das Recht haben, sie zu kaufen und zu verkaufen“, argumentiert Karch. „60 Dollar sind eine Menge Geld und wenn ein Spieler ein Windei kauft und es nicht los wird, dann ist es nicht fair, ihn zum Aufbewahren zu zwingen. Wenn sich die Leute Inversion kaufen, es aber nichts für sie ist, warum sollten wir sie zwingen, daraus einen Untersetzer zu machen?“
„Meiner Ansicht nach sollte man versuchen, die Kosten für Spiele zu reduzieren und sie dort als digitale Inhalte zu verkaufen, wo sie nicht ge- und verkauft werden können. Wenn jemand 15 Dollar für ein Spiel bezahlt, dann ist es weniger schmerzhaft, es zu behalten.“ Karch will keineswegs, dass Spiele nicht den "vollen Umfang" besitzen. Stattdessen will er die Kosten reduzieren. „Ein Spiel für 60 Dollar enthält 30 Euro Müll, um es in den Handel zu bringen. Ich glaube ganz ernsthaft, dass wir beim digitalen Vertrieb ein Spiel mit vollem Umfang für 30 Dollar anbieten können.“
Bei 'Inversion', so Karch weiter, könne man beispielsweise den Single- und Multiplayer für jeweils 15 oder beides zusammen für 30 Dollar veräußern. „Ich denke, das ist der Weg, den wir gehen sollten – die Kosten durch den digitalen Vertrieb sinken und dasselbe erreichen. Dann wäre die keine-Gebrauchtspiele-Lösung fair.“
Ob die neue Xbox-Generation wirklich mit einer Anti-Gebrauchtspiel-Vorrichtung ausgestattet wird, klingt zunächst unwahrscheinlich und würde fraglos unzählige Klagen von Spiele-Käufern nach sich ziehen.











geschrieben am 10.02.2012 um 22:38
Hidalgo_Optimum
Spam-Lehrling
Gebrauchtspielemarkt - Tod der Branche? Zwei Entwickler, zwei Ansätze!
Der Typ ( Jameson Durall ) hat doch echt lack gesoffen. Der witz ist ja das wir in europa gut 80 Dollar (60 Euro) pro spiel ausgeben müssen. Wenn sie die spiele mal mit fairen preisen in den handel bringen würden, dann greift man schonmal schneller zu wenn ein Saints Row zu 45 Euro (Was dann auch wirklich 60 Dollar wären) anbegoten würde.
Die gamer sind nunmal nicht bescheuert und kaufen jeden misst ...
geschrieben am 10.02.2012 um 02:33
TedTeddy
Neuer Benutzer
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Wie absurd das Ganze ist... Die Spieleindustrie beginnt den Krieg gegen die ehrlichen Käufer... Wie kann man so blöd sein? :)
geschrieben am 09.02.2012 um 19:30
lord007
Eingeweihter Ausweider
Gebrauchtspielemarkt - Tod der Branche? Zwei Entwickler, zwei Ansätze!
Selbst die onlinespielpässe sind Mist! Hallo, ich kauf doch keine halben Sachen, nur weils gebraucht ist...eh Leute, die die oben sitzen haben nie genug...die Verkaufszahlen sind immer zu niedrig u.wer ist Schuld...die Sauger, die Gebrauchtverkäufer und deine Oma... ;-)
geschrieben am 09.02.2012 um 19:08
DasJoshiMarvien
Möchtegern
Gebrauchtspielemarkt - Tod der Branche? Zwei Entwickler, zwei Ansätze!
Online-Pässe kann ich ja noch verstehen, aber den Gerbauchtspielemarkt ein Ende zu setzten also ne, sowas geht echt nicht.
geschrieben am 09.02.2012 um 18:06
malte952
Spam-Lehrling
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Bei 60 euro, kann ich mir alle 2 monate mal ein neues Spiel leisten, was soll das?
Ich bin heil froh, dass ich gebrauchte spiele für 5-20 Euro bekomme, sollte das verbotenwerde, wird meine gamerseite aussterben.
geschrieben am 09.02.2012 um 17:41
MKS-Chicken
Neuer Benutzer
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Was passiert dann eigentlich mit den ganzen Videotheken?
Bei uns im Städtchen macht die Videothek durch die ganzen Games die Hälfte Ihres Umsatzes. Wenn das wegfällt, glaub ich net, dass die sich noch lange halten. Aber das wurde ja damals auch über die ganzen illegalen Filmkopien gesagt. Naja abwarten und Tee trinken. Fänds auf jeden Fall schade, alles nur noch inline zu erwerben. Hab gerne n paar alte Spielekartons oder Steelcases im Schrank stehen. Das fällt dann alles weg :(
geschrieben am 09.02.2012 um 17:30
AvantFighter
Eingeweihter
Gebrauchtspielemarkt - Tod der Branche? Zwei Entwickler, zwei Ansätze!
Bald wird man zb ein Auto kaufen und es nicht mehr verkaufen können, weil der Hersteller es verbietet, echt lustig solche Vorschläge, wenn das Spiel gut ist, hat man lange Freude dran und verkauft es nicht, hab alle C&C Teile im Schrank stehen und andre Games.
Wenn die schon den gebrauchtmarkt verbieten wollen, sollen sie die Spiele Günstiger, mit langzeit Motivation und vor allem Bugfrei machen.
geschrieben am 09.02.2012 um 17:16
diefohr
Wär gern cool
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Wenn der Gebrauchtverkauf so komplett unterbunden werden sollte, dann denke ich werden die eher noch weniger Spiele verkaufen. Wenn ich weis, das ich das spiel im Notfall nicht weiterverkaufen kann, wenn es mir nicht gefällt, oder ich es zu schnell durch hab, dann werde ich bestimmt ganz genau abwägen, welches spiel ich mir überhaupt kaufe.
Am besten wollen die dann bestimmt auch keine Demos rausbringen, was bei der Geschäftsstrategie eigentlich dann absolutes Muss sein sollte.
Ich kauf auch kein Auto ohne Probefahrt.
Letztendlich gibt es bestimmt auch genug Zocker, die eben nicht so viel Kohle haben, und eben zwei gebrauchte Spiele gegen ein Neues tauschen wollen.
geschrieben am 09.02.2012 um 16:48
ejkiller
Eingeweihter
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tja gebraucht Spiel Käufer/Verkäufer sind auch Verbrecher.....echt witzlos
geschrieben am 09.02.2012 um 14:51
Haldarim
Wär gern cool
Gebrauchtspielemarkt - Tod der Branche? Zwei Entwickler, zwei Ansätze!
Ersteinmal, das Saugen von Games ist mal das letzte. Kauf sie dir wenn du sie gut findest sonst lass es. Nichts desto trotz finde ich es absolut daneben einem Käufer zu verbieten seine gekaufte Wahre wieder zu verkaufen. Was glaubt eigentlich ein Entwickler wer er ist das er sich heraus nehmen kann zu sagen "Wer gebraucht kauft ist genau so schlimm wie ein Raubmordkopierer."
Ich stelle mir gerade vor wenn jedes Unternehmen verbietet oder Maßnahmen entwickelt die einen Verkauf unmöglich macht dann hätte es Ebay nie gegeben und jeder müsste sein Auto nach 5 Jahren aufn Schrott bringen.
Gebraucht Spiele zu verkaufen und zu kaufen gab es schon immer und nie hat sich jemand beschwert aber heute wo der Umfang der Games sowieso schon so unendlich niedrig ist. Kaum ein Spiel des Action/FPS Genres kommt heute noch über 10 Stunden Spielzeit bzw werden nur durch einen MP Modus noch am laufen gehalten und dann solche Töne.
Bei allem wohlen sie gern nochmal Abkassieren ob es nun Onlinepass oder Anti-Gebraucht Maßnahmen sind.
Ich glaub ich Spiel bald nur noch mit meinem SNES
geschrieben am 09.02.2012 um 14:47
xHeinekenx
Looki Moderator
Gebrauchtspielemarkt - Tod der Branche? Zwei Entwickler, zwei Ansätze!
Das finde ich schon ok. Damit haben sie eigtl. nicht unrecht, Aber das mit Acta ist echt übertrieben und das dürfen wir uns nicht gefallen lassen!
geschrieben am 09.02.2012 um 14:28
TheRedFox
Neuer Benutzer
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uuhhh leck!!!!!!! kann man jetzt nicht mal mehr Spiele ausborgen oder bei gamestop gebraucht kaufen ?? erst acta und jetzt das.. früher hab ich immer spiele gekauft.. jetzt wo die so einen scheiß machen , werde ich sie einfach nurnoch saugen... 60Euro ist eine menge geld und dann darf man sie sich untereinander nicht mal mehr austauschen?? ich bitte euch!
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