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GC 03: Der erste Messetag - Spezial PC


Wir hatten euch bereits vor kurzem von diesem außergewöhnlichen Titel in einer Preview berichtet. Wir konnten heute dank James Seaman einige tiefergehende Einblicke in das Spiel gewinnen. KnightShift kombiniert Echtzeitstrategie mit einem ausgefeilten Rollenspielpart - soweit nichts Neues. Der kaum vorstellbare Mix dieser beiden Genres erwies sich allerdings in der heutigen Version als Schmuckstück. In acht Kapiteln kämpft man sich durch finstere Dungeons und detailverliebte Flußlandschaften. Kleine Fische schwimmen nahe dem Ufer und Blumen sprießen zwischen den Grashalmen hervor. Acht verschiedene Charaktere stehen für diesen Rollenspielpart zur Auswahl: unter anderem ein Barbar, ein Bogenschütze, eine Priesterin und ein Zauberer.

Die Geschichte selbst ist schnell erzählt, da sie einem typischen Märchen entsprungen scheint, allerdings haben die Macher besonderen Wert auf schwarzen, teilweise bissigen Humor gelegt und so nimmt sich das Spiel an einigen Stellen selbst nicht ganz so ernst. Das artet allerdings nicht in eine Komödie aus, sondern erweist sich als einen lustigen Mix aus Erzählung und Entertainment.



Prinz Siegfried wurde von einem bösen Magier in eine andere Dimension teleportiert. Der Spieler muss sich im ersten Teil (RPG Part) mit seinem eigenen Helden gegen die Königin der Verdammten behaupten, um Thadeusz zu befreien. Dieser nette, alte Mann ist ein Magier und zufällig der einzige, der den verschollenen Prinzen wieder befreien kann. Wer es dann nach diesen Missionen des ersten Teil des Spiels geschafft hat, die eigentliche Haupt-Quest zu lösen, darf sich an den Realtime-Strategy (RTS) Teil wagen. Denn ist der Prinz erst einmal befreit muss er erneut gegen das Böse antreten, um sein Reich zu verteidigen.

Der Wechsel zwischen RPG und RTS Teil hat uns zunächst noch Kopfschmerzen bereitet, jedoch wurde uns nach einigen Testspielen sehr schnell klar, dass man den Übergang nahezu nahtlos geschafft hat. Schon in den ersten Missionen werden zusätzlich Strategie-Elemente beigemischt. Unsere Priesterin erklimmt so schnell einen Turm, um vor den räudigen Wölfen in Sicherheit zu gelangen und direkt darauf sie mit einem Bogen zu beharken. Alles in allem soll man in dem Spiel mindesten 130 Stunden verbringen, wobei je nach Spieltyp die Zeit sehr schnell nach oben geschraubt werden kann. Vergleicht man KnightShift mit der direkten Konkurrenz in den einzelnen Genres, dann schneidet es nicht unbedingt mit Bestnote ab. Allerdings muss es das nicht einmal, denn das Hauptargument bleibt der Genre-Mix, der sich zudem auch im Multiplayer sehr bezahlt machen könnte. Egal ob offline, online, RTS oder RPG Spiel alles wird möglich sein. Neben 30 Leuten, die von Herstellerseite aus das Onlinegame im Blickfeld haben, soll dem Spieler auch mittels Levelbeschränkungen für einzelne Sessions entgegen gekommen werden.

Aller Euphorie zum Trotz hat sich der Mix noch nicht vollends durchgesetzt. Die Spiele im MP werden entweder RTS oder RPG sein und auch im Spiel selbst wird mittels Missionen klar zwischen den Parts differenziert. Da die Elemente aber schon verknüpft wurden und es nur logisch erscheint diese neue Art von Genre weiter zu forcieren, lag mir unmittelbar am Anfang die Frage auf der Zunge wann der Mix wirklich vollständig durchgesetzt wird beziehungsweise werden kann und ob man von Seiten Zuxxez daran Interesse haben würde. Tatsächlich gestand James Seaman, dass man KnightShift in gewisser Weise als Vorlage für Earth 2160 nutze.
Dort soll zum ersten Mal ein kontinuierlicher Fluss von RPG und RTS innerhalb eines Spiels realisiert werden. So soll es beispielsweise möglich sein eine Basis aufzubauen, in einen Panzer einzusteigen oder einfach nur als Infanterist gegnerische Gebäude zu sprengen. Ehrgeizige Ziele wie wir uns gedacht haben und folglich haben wir Mr. Seaman direkt um ein Interview gebeten.

Die Ergebnisse unserer kleinen Fragerunde rund um ihn, KnightShift und natürlich auch Earth 2160 könnt ihr nächste Woche im ausgekoppelten Interview-Special lesen.

Eigentlich gar nicht auf der Messe, aber dennoch nicht weniger interessant ist das brandneue Game RabidDogs². Der düstere 3rd Person Shooter wird garantiert nichts für schwache Nerven und schon gar nichts für die Jüngeren unter uns. In einer futuristichen Welt schlägt die letzte Stunde der Menschheit. Die politische Situation wie wir sie heute kennen eskaliert innerhalb weniger Jahre und reißt die gesamte Welt ins Chaos. Zerstörung, Verwüstung, Hunger und Krankheiten sind nur wenige Merkmale dieser äußerst dunklen Utopie. Man selbst wird sich innerhalb dieser Welt zurecht finden müssen, Aufträge erledigen und versuchen zu überleben. RabidDogs² wird durchweg ein Shooter, besorgt sich aber durch Rätsel und Charakterausbaumöglichkeiten auch Anleihen aus der Adventure- beziehungsweise Rollenspiel-Sparte. Man legt besonderen Wert auf ein reales Aussehen. Letztendlich soll es eine Art besonderes Kinoerlebnis werden, also ein Movie-Game, wobei man selbst die Kontrolle über den Protagonisten hat. Schon im nächsten Sommer soll es dann soweit sein. Dann wird das Spiel ebenfalls mit einem Multiplayer Modus ausgeliefert und kann mit einer neuen Herausforderung auf dem dichtgedrängten Markt auftreten.

Deep Silver präsentierte sich durchweg souverän und vor allem optimistisch. Kein Wunder, haben sie doch mit Chrome, X² und Anarchy Online einige echte Rennpferde im Stall. Chrome überzeugte uns ja bereits in der Preview, doch wir konnten uns nun nach eingehender Betrachtung mit den Entwicklern weiter von der Größe dieses Projekts überzeugen. Die riesigen Levels, die In-Game Effekte und nicht zuletzt die einzelnen Features, wie zum Beispiel das spezielle Verwundungssystem oder der 32 Spieler im Multiplayer, rücken das Spiel in eine Zone, die man unbedingt weiter beobachten sollte. Mit X² - Die Bedrohung wird erneut der Versuch gestartet in das Weltraum-Simulations Genre einzusteigen. Ausgehend vom Prequel wurde das Spiel mehr in die Richtung Privateer 2 manövriert. Mittels Handel und Kampf gelangt man zu Reichtum und Einfluss, muss Missionen bestreiten, kann sich ein Imperium aufbauen und und und. Vorab lässt sich zu dem Titel wenig sagen, zumal die erst kürzlich erschienene Weltraum-Simulation Freelancer rein grafisch besser zu überzeugen weiß. Aber einmal abwarten was noch so hinter X² steht. Anarchy Online ist eine Erfolgsgeschichte für sich. In Amerika ein Erfolg und ebenso in Deutschland ein Knaller. Jetzt bringt FunCom die Expansion raus, das das eigentliche Spiel um eine neue Welt erweitern soll. Neben den schon vorhandenen futuristischen Aspekten gelangen mit den Shadowlands mittelalterliche Elemente in die Welt von Rubi-Ka, denn in dieser neuen Welt findet der epische Kampf seinen Höhepunkt. Ein interessanter Fakt ist sicherlich das Pack an sich, weil das Expansion Pack nicht nur Shadowlands beinhaltet, sondern auch die Originalversion und die NotumWars. Mehr zu Anarchy Online Shadowlands werdet ihr in der kommenden Woche lesen können, nachdem wir uns ausführlich mit Jorgen Tharaldsen, dem Produkt Manager von Anarchy Online, unterhalten haben.

Hier nochmal der Koch Media Stand von einer anderen Seite. Das blaue Licht sieht toll aus, oder?

 
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