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GC 03: Der erste Messetag (2) - Spezial PC


Ok, vielleicht habe ich ein wenig gelogen. Ich habe den Aha-Effekt bereits Codename: Panzers zugeordnet und dabei meine zweite 'Paralyse' vergessen. Die hatte ich nämlich bei Stalker als ich sehen konnte wozu die Engine fähig ist. Wie schon in unserer News berichtet werden um die 3.000.000 Polygone/Frame angezeigt werden können! Wem diese Zahlen nicht als Grund erscheint, jubelnd vom Stuhl zu springen, der sollte sich die Physik näher betrachten. Detailgetreu und zielgenau können wir den Gegner mit einer beliebigen Waffe beharken. Dieser fällt dermaßen plastisch in sich zusammen, so dass es schon schockierend echt wirkt. Keine Frage, dass das Spiel eine USK18 haben wird. Einzeltreffer auf die Körperteile eines Gegners haben direkte Auswirkungen auf diese empfindlichen Stellen. So kann man Füße wegschießen, den Gegner durch einen Gang feuern oder sehen wie er nach einem Schultertreffer um die eigene Achse wirbelt. Am beeindruckensten war aber der Abschuss eines Soldaten von einem Schornstein. Dieser fällt in sich gekrümmt nach einem erfolgreichen Treffer den langen Weg - der war verdammt lang - nach unten und prallt auf einem Kleinwagen auf. Der Wagen selbst gibt nach und senkt sich durch den Druck des fallenden Leibes nach unten ab. Die Fensterscheiben zersplittern aufgrund der plötzlichen Reaktion und das Dach ist vollkommen verbeult. Der Soldat - zu seinem Pech nicht in der Mitte des Daches aufgeschlagen - wirbelt von dem Auto und kommt einige Meter neben dem Vehikel zum Erliegen. Die Physik-Engine ist einfach unbeschreiblich gut.

Doch auch die restliche grafische Arbeit weiß durchaus zu überzeugen. Beeindruckende Lichteffekte spiegeln sich beispielsweise im Flutlicht eines Scheinwerfers wieder. Ein Soldat geht eine Wand entlang, die völlig im Dunkel der Nacht eingetaucht ist. Dann plötzlich erscheint ein Flutscheinwerfer, der den Soldaten und seine unmittelbare Umgebung dermaßen grell erleuchtet, so dass man ihn einige Schritte weiter wenn er den Lichtkegel wieder verlässt gar nicht mehr sehen kann. Auf Kacheln wiederum spiegelt sich das Licht fast originalgetreu wider und die sonstige Detailliebe überzeugt wohl auch den härtesten Kritiker.

Und wiederum weiß das Spiel nicht nur grafisch zu überzeugen. Die Story ist in Tschernobyl angesiedelt, wo es viele Jahre nach dem ersten Unfall einen erneuten Zwischenfall gab. Das Developer Team ist eigens für Stalker vor Ort gewesen und hat versucht das Gelände möglichst nahe an der Realität abzubilden. Wir selbst übernehmen einen Stalker, eine Mischung aus Söldner und Schatzsucher, der in den Trümmerresten des Kernkraftwerks Artefakte finden will. Diese Kleinode kann er dann an Händler vor Ort verkaufen und somit in einem gewissen Rahmen eine Karriere starten. Doch je tiefer man in dem Spiel vordringt, desto mysteriöser wird der Plot. Mutanten, Monster, gegnerische Stalker und geheimnisvolle Spezialeinheiten mischen kräftig mit und machen dem Spieler das Leben schwer. Das in 18 Level und auf einem Terrain von über 30 km. Allerdings ist es nicht empfehlenswert auf eine stupide Art und Weise durch die Levels zu jagen und alles zu plätten was sich einem in den Weg stellt. Ebensowenig wird es dem Spieler helfen mittels einer feigen Tour einen Unterschlupf vor Feinden aufzusuchen. Denn jeder Charakter im Spiel, sei es NPC oder Monster, hat einen Auftrag. Jede Figur wird durch bestimmte Attribute und Bedürfnisse bestimmt.

So kann es durchaus passieren, dass wir selbst nicht durch eine Kugel, sondern von unserem knurrenden Magen dahingerafft werden. Und ein Mutant, der auf der Suche nach etwas Essbarem ist, ist kein netter Geselle für eine gemütliche Tasse Kaffee. Aber warum sollten wir alles selbst machen?

Die Figuren im Spiel bekämpfen sich zum Teil auch untereinander, immerhin werden die anderen Stalker nicht mit den Mutanten liebäugeln, sondern wollen sie beseitigen, um an die Artefakte ranzukommen.
Dem können wir einschreiten, in dem wir die Jungs beseitigen oder mit ihnen in Verhandlungen treten. Es ist für die Vollversion angedacht, dass man sich Gruppen auch anschließen kann und letztendlich wird es ein komplexes, soziales Beziehungssystem geben, welches die Einstellung der Figuren untereinander bestimmt.



Das ehrgeizige, grafische Bombastwerk ist für das zweite Quartal 2004 geplant und wird natürlich mit einem umfangreichen Multiplayer ausgeliefert. Zur Stunde unterhält man sich noch darüber, ob man einen Coop-Mode einführen will. Stalker machte in der Messe-Version schon einen sehr guten Eindruck, allerdings wurden vornehmlich In-Game Videos und nur kurze Ausschnitte aus dem Spiel selbst gezeigt. Wir dürfen auf den Release in jedem Fall gespannt sein.

Brettspiele auf den PC zu adaptieren ist immer eine kritische Angelegenheit. Wie schafft man den Mix aus spannender Familienunterhaltung und motivierendem PC-Titel? Bernhard Ewers ist sich sicher, dass das Sternenschiff Catan genau diese Mischung perfekt macht. Mit Take2 im Rücken - und das will schon etwas heißen - will man am 17.10. die Brettspielkonvertierung in die Läden stellen. Um dem Flair des Brettspiel gerecht zu werden, wurde das Interface volldynamisch gestaltet, so dass ich gleichzeitig würfeln und schnell in meinen Karten blättern kann. Niedliche Spielereien, lustige Charaktere und nette Zwischensequenzen sorgen für die Unterhaltung zwischendurch. Das Spiel selbst wurde zum einen in der Classic-Version für die Hardcore-Zocker übernommen und in einer erweiterten Version für die PC Spieler attraktiv gemacht. Verschiedene Multiplayer Modi (Hotseat, LAN, Internet) sorgen auch für den gesellschaftlichen Anteil. Die Grafik weiß auf ihre Art zu überzeugen. Man darf es natürlich nicht mit einem 3D Shooter vergleichen, sondern muss die Detailverliebtheit für ein solches Werk beachten. Einmal vollkommen davon abgesehen, dass die Zielgruppe eine völlig andere ist. Das Spiel ist eine größtenteils friedliche Zusammenkunft. Wir selbst fliegen mit einem Raumschiff quer durch die Galaxis, sammeln Rohstoffe und versuchen wieder nach Hause zu kommen. Dafür muss man dem galaktischen Rat beitreten, der einem diverse Anforderungen abverlangt. Wer mehr Interesse an dem Spiel hat, der kann sich kostenfrei auf der Homepage eine Brettspielversion runterladen und ausdrucken.

Das Spiel wird aber vorerst nur mit einem Partner im Netzwerk spielbar sein. Man sah zunächst davon ab mehr als 2 Spieler in einer Partie zuzulassen, da die Runden ansonsten zu lange dauern würden. Derweil sind auch PS2 und XBox Konvertierungen angedacht, doch noch nicht konkret in einen Zeitplan gefasst. Auf uns machte das Spiel in der Messe-Version einen guten Eindruck und wir sind gespannt auf die endgültige Version im Oktober.
 
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