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Fußballmanager 2004 - Test PC


Damit wären wir schon beim Thema Training. Kaum etwas ist so wichtig und trotzdem so unbeliebt in Manager-Spielen. Zum Glück lässt es sich im Fußballmanager 2004 einstellen, dass einer der Assistenten das Training leitet. Das könnt ihr zu Spielbeginn festlegen, oder aber jederzeit während des Spiels einstellen. Wer sich aber auch um diesen Teilbereich kümmern möchte, kann dies tun und ist in seinem Handeln nicht eingeschränkt. Etliche Trainingsmöglichkeiten sind auswählbar, eigene Trainingspläne lassen sich speichern und laden. Sogar einzelne Trainingsgruppen, in die der Kader nach Stärke oder Position eingeordnet werden kann, lassen sich bilden und von einem der Co-Trainer leiten. Die Co-Trainer können unter dem Menüpunkt ‚Mitarbeiter’ eingestellt wurden und ersetzen bei Verpflichtung die ehrenamtlichen Helfer, die zu Spielbeginn diese Ämter bekleiden, und führen ihren Job selbstverständlich gekonnter aus, als die Freiwilligen. Ganz faule, können sich so fast alle Arbeit abnehmen lassen.



Im Fußballmanager 2004 wurde der Transfermarkt weites gehend vom Vorgänger übernommen. Die Daten der Spieler wurden zwar überarbeitet, doch prinzipiell funktioniert der Transfermarkt genauso, wie im Fußballmanager 2003. Spieler lassen sich nach Fähigkeiten suchen, Vereine lassen sich nach Spielern absuchen und auch die Verhandlungen bleiben nahezu identisch zu denen im Vorgänger. Hat man einen Termin zu Transfergesprächen mit einem Verein ausgemacht, gibt man seine Ablösevorstellung ein und wartet auf die Reaktion des Betreffenden. Ist er einverstanden, steht einem Wechsel nichts mehr im Wege, vorrausgesetzt der Spieler akzeptiert das Vertragsangebot. Andernfalls muss man seine Ablösevorstellung nach oben korrigieren, sonst läuft man Gefahr, dass der Transfer platzt.

Wer sich mit einem der zahlreichen, originalgetreuen Stadien nicht zufrieden gibt, kann sich natürlich seine eigene Spielstätte bauen. Das geht ganz einfach, dem integrierten Stadioneditor sei Dank. Hier kann die Kapazität der einzelnen Tribünen eingestellt werden. Zusätzlich die Farbe der Sitze – sogar Schriftzüge und/oder Wappen lassen sich durch andersfarbige Sitze einbauen – und die Neigung der Dachkonstruktion. Sogar auf die Anzeigetafeln, das Flutlicht und man höre und staune auf das Muster des Rasens hat der virtuelle Manager Einfluss. Anschließend könnt ihr das Prachtwerk bewundern und euch entscheiden, ob das Mammutprojekt in Auftrag gegeben wird, oder nicht. Steht das Stadion erst einmal, können Kartenpreise verändert und Blöcke für Dauerkartenbesitzer oder Gästefans bereitgestellt werden.
Neben dem Stadion hat der Manager auch Einfluss auf das Stadionumfeld. Ob neuer Fanartikelshop, neues Vereinsheim, eine Arztpraxis oder ein moderneres Trainingsgelände – Alles kein Thema. Neu ist das Feature, dass sich das Stadionumfeld in 3D-Ansicht betrachten lässt. So könnt ihr ähnlich wie in Sim City über die Stadt fahren, die Lage des Stadions bewundern und den neu errichteten Fanshop bestaunen.



Ebenfalls neu im Fußballmanager 2004 ist die Gelegenheit des Betreuens einer Nationalmannschaft. Diese könnt ihr parallel zu eurem Club trainieren. Freundschaftsspiele und die Nominierung der Spieler liegen hier in den Händen des Managers. Ziel ist es selbstverständlich, an der Endrunde der Europameisterschaft oder der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Dieser Modus erinnert doch stark an den Nationaltrainermodus bei Konkurrenztitel Anstoß, doch wer mag es dem Kölner EA-Team verdenken. Man kann eben das Rad nicht neu erfinden und gut kopiert ist besser als schlecht selbstgemacht. Zudem wurden einige optische Verbesserungen vorgenommen.

Der Ablauf erfolgt nun über ein Pulldown-Menü, welches elegant am oberen Bildschirmrand platziert worden ist. Die Farben des Menüs richten sich nach den Vereinsfarben des ausgewählten Teams und das Originalwappen eben dieser Mannschaft kreist in der linken oberen Bildschirmecke. Gefallen findet auch die Tatsache, dass in der Ansicht der einzelnen Spieler nun auch ein - zumindest bei den Topvereinen und –spielern - originalgetreues Portrait des jeweiligen Akteurs baumelt. So kann auf den ersten Blick ein David Beckham, ein Michael Ballack oder ein Tomas Rosicky ausgemacht werden, was ein riesiger Vorteil des Fußballmanagers 2004 ist. Zwar sind die Lizenzen, die EA besitzt, nicht neu, doch hebt diese Tatsache den Titel von Referenzprodukten ab. Es gibt insgesamt über 40 Ligen, in denen die Vereine und die Spieler ihre realen Namen tragen. Die meisten besitzen zudem ihr Vereinslogo und das reale Trikot, das Interessierte jedes Wochenende im Fernsehen oder Stadion sehen. Genauso verhält es sich mit den Nationalmannschaften und den statistischen Daten zu den Vereinen.

Der Texteditor ist im Fußballmanager 2004 auch aufgewertet worden und so ist dieser spannender denn Je. „Robson Ponte geht über die linke Seite. [Pause] Er zieht zur Grundlinie und sucht das Eins gegen Eins Duell mit seinem Gegenspieler. [Pause] Robson Ponte setzt sich herrlich durch und flankt den Ball in den Sechzehner. [Pause] Daniel Bierofka und Abwehrspieler Thomas Linke steigen zum Kopfball hoch. [Pause] Bierofka ist einen Tick eher am Ball und köpft auf das Tor. [Pause] Oliver Kahn im Tor macht einen Schritt in die falsche Richtung, streckt sich dann aber und lenkt den Ball mit den Fingerspitzen über das Tor.“ Das ist eine von zigtausend eingespeisten Zeilen im Texteditor, wobei es viele verschiedene Ausgangsmöglichkeiten gibt und dadurch große Spannung erzeugt wird.

Alternativ kann ein Match auch im 3D-Modus betrachtet werden. Hier verfolgt der Spieler das Geschehen in der bombastischen Fifa 2004 Engine. Die akustische Untermalung kommt dieses Mal von den Fans, die für dieses Spiel Schlachtrufe eingesungen haben. So kann man zum Beispiel während eines Heimspiels der Dortmunder Borussia schon Mal „Borussia Dortmund“ Sprechchöre vernehmen. Passend dazu hängen typische Zaunfahnen an den Banden und Tribünen und die Polygonmännchen auf den Rängen wippen aufgeregt hin und her. Ein wirklich beeindruckendes Szenario, das man allerdings noch hätte konsequenter implementieren können. Mehr Gesänge, eine größere Palette an Zaunfahnen oder Variation im Verhalten der Fans wären denkbare Möglichkeiten.
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