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FIFA 2004 vs. PES3 – 2.HZ - Spezial PC


Nachdem die Spieler von PES3 das dritte Tor bejubelt haben und wieder ein wenig Ruhe eingekehrt ist, pfeift der Schiri das Spiel wieder an. Scheinbar verleiht die erstmalige Führung den Spielern von PES3 Flügeln, da sie den Ball bereits kurz nach Wiederanpfiff zurückerobern konnten. Der rechte Mittelfeldspieler bekommt das Zuspiel. Dieser legt seinen Turbo ein und umspielt wie Slalomstangen zwei gegnerische Spieler.

Er läuft durch bis zur Grundlinie und flankt dann Millimeter genau hoch in den gegnerischen Strafraum. Der hoch gewachsene Stürmer stemmt seinen Körper in die Luft und erwischt den Ball mit einer derartigen Wucht, dass das Tornetz glatt zerrissen wird und der Torwart schau dem Ball nur noch deppert hinterher, wie dieser durch das Tor und über die Bande hinwegrollt.
Was für ein Auftakt in die zweite Halbzeit, denn somit konnte das Team PES3 seine Führung weiter ausbauen und führt nun schon mit zwei Toren. Es wird nun verdammt schwer für Fifa 2004, diesen Rückstand wieder einzuholen und das Finale für sich zu entscheiden.

Für das Tor ist die Ballphysik verantwortlich. Bei PES3 hat man tatsächlich das Gefühl, dass der Ball sich so in der Luft verhält, wie es von einem selber auch gewollt ist. Bei Fifa hingegen könnte man meinen, dass die Flugkurven des Balles gescripted sind. Denn ein Pass oder Schuss gleicht dem anderen. Auf die Dauer wirkt es somit sehr monoton und man sorgt dafür, dass der Spielspaß darunter leidet.

Zurück zum Spielgeschehen. Während die Fans von PES3 bereits das Spiel für sich entschieden sehen und den Gegner mit ihrem Gesang „Auf Wiedersehen“ und „Ohne Gameplay habt ihr keine Chance“ verhöhnen, befinden wir uns bereits in der Schlussphase des Spiels.Wird es Fifa 2004 nochmals gelingen, in das Spielgeschehen einzugreifen und den Rückstand zu verkürzen?
Am Mittelpunkt schnappt sich der Spielmacher von Fifa 2004 das runde Leder und passt den Ball weiter auf den mitlaufenden linken Mittelfeldspieler. Dieser sieht, dass der rechte Mittelfeldspieler völlig freistehend auf den Ball wartet und flankt den Ball waagerecht über das gesamte Spielfeld. Der Spieler nimmt den Ball gekonnt mit der Brust an und riskiert einen Querpass in die Spitze.

Der Stürmer kann den Zweikampf für sich behaupten und legt zurück auf den Spielmacher, der von der Mittellinie aus auf den Strafraum läuft. Während sich die Abwehr auf den Spielmacher konzentriert, kann sich der Stürmer in den Strafraum bewegen und nimmt die Lauer auf. Der Spielmacher erkennt die Situation blitzschnell und kegelt die gegnerische Abwehr mit einem eleganten Lob aus.
Dank der perfekten Annahme und der Spielübersicht gelinkt dem Stürmer mit einem Flachschuss in das rechte, lange Eck das Tor! Nur noch 3:4 aus Sicht des Teams Fifa 2004.

Entscheidend für das 3:4 ist der Multiplayer Modus, der bei PES3 in keinster Weise vorhanden ist. Während Fifa 2004 mit einem Online- sowie Netzwerkmodus aufwartet, bekommt der Spieler bei PES3 lediglich Hausmannskost serviert und darf sich mit Spielen gegen Freunde am selben PC oder gegen den Computer erfreuen. Für eine PC Umsetzung ist das natürlich zu wenig, denn fast jedes Spiel – das für den PC erscheint – verfügt heut zu Tage über einen Mehrspielermodus, der für viele sicherlich auch für einige ein wichtiges Kaufkriterium ist.

Der Online Modus von Fifa 2004 ist leider weniger gelungen, denn häufige Verbindungsabbrüche und so genannte Quitter - die ein Spiel vorzeitig verlassen – oder gegnerische Spieler, die einem in deren eigenen Hälfte brutalst umgrätschen, um dann während der Ausübung des Freistoßes die eigenen Stürmer in das Abseits zu stellen, trüben doch den Spaß enorm.
 
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