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Eternal Sonata - Test Xbox 360




Dass es auch für japanische Rollenspiele in Europa durchaus einen Markt gibt, bewiesen bereits jüngst Titel wie Enchanted Arms oder Blue Dragon. Und dennoch gibt es immer wieder Vertreter des Genres, denen eine müde und innovationslose Story, schlechte Grafik oder eine schwache Synchronisation nachgesagt wird; viele dieser Negativbeispiele prägten dabei in der Vergangenheit den Ruf der Rollenspiele aus Fernost. Immer größer also der Wunsch nach erfrischenden sowie hochwertigen Titeln, die ein möglichst langes und intensives Spielerlebnis bieten ohne in alte Klischees zu verfallen. Inwieweit nun das bereits seit Juni in Japan erhältliche RPG Eternal Sonata diesem Wunsch nachgeht und warum der Titel – dies sei vorab gesagt – den Spieler stundenlang an die Konsole fesselt, klärt unser Looki-Review.

Traum oder Realität?



Die Geschichte, die in Eternal Sonata erzählt wird, ist die des polnischen Komponisten Frédéric Chopin, welcher auf dem Sterbebett liegend von einer märchenhaften und friedlichen Welt träumt. Diesem Traum gibt sich der junge Musiker voll und ganz hin, taucht in diesen ein und wird nicht zuletzt zum aufopfernden Helden, der diese Fantasiewelt vor dem Untergang bewahren soll. So spinnt in dieser ein finsterer Graf die Fäden und unterdrückt das Volk mit hoch besteuerten Waren und versucht zeitgleich, eine loyale Armee zu schaffen, die es ihm ermöglichen, soll die Schlinge um die Bevölkerung weitaus enger zu ziehen. Um dies zu verhindern, bedient sich der Spieler zahlreichen steuerbaren Charakteren, darunter der große Komponist Chopin selbst, die sich mit aller Macht gegen den Grafen zur Wehr setzen, zeitgleich jedoch immer tiefer in die Geheimnisse der fabelhaften Welt eintauchen und sie ergründen.
Da hierbei zu Beginn die Schicksale verschiedener Charaktere beleuchtet werden, wechselt man ständig den Ort des Geschehens. Weiterhin stellen überraschende Wendungen, ergreifende Geschichten und nicht zuletzt die Frage nach der Rolle und dem Verbleib des träumenden Chopins die Grundlage einer sehr gut erzählten Geschichte.

Rundenbasierende Echtzeitkämpfe



Sicherlich ist die Überschrift des Abschnitts in sich etwas widersprüchlich, jedoch beschreibt diese genau das Kampfsystem in Eternal Sonata. So wird bei Kampfbeginn eine Uhr gestartet, die jedoch nur bei Bewegung eines Charakters oder bei einem Angriff weiterläuft. Damit umgeht man nicht nur lästige Aktionspunkte, wie sie in anderen Rollenspielen eingesetzt werden, sondern erhält sich die Möglichkeit, den Kampf sozusagen in Echtzeit abspielen zu lassen, wodurch der Spielfluss nicht gestört wird. Nicht zuletzt hierdurch sind mehrere Attacken pro Zeitspanne möglich, bevor gegebenenfalls ein weiterer NPC oder ein Gegner an der Reihe ist.

Im Kampf können mit bis zu zwei weiteren Mitspielern Monster bezwungen und Erfahrung gesammelt werden. Hier steuern zwei Freunde Allegretto und Frederic.



Schön, dass Attacken gegnerischer Einheiten auch geblockt werden können, sofern während des Angriffs zum richtigen Zeitpunkt der B-Knopf gedrückt wird; somit ist hier ein schneller Finger gefragt. Ein großes Plus verdient sich der Titel durch einen abgespeckten Koop-Modus, der es ermöglicht mit zwei weiteren Mitspielern die Kämpfe auszutragen.
09.10.2008
02:16

Eternal Sonata

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Eternal Sonata

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Trailer 4

(Cluster: nd32 - Sprache: de)