Dawn of Magic - Test 

Dawn of Magic handelt von dem Unsterblichen Modo, der seiner Macht beraubt und zur Erde geschickt wurde, um als Sterblicher für seine Verbrechen im Jenseits zu büßen. Nun will er nicht nur seine verlorene Macht zurückgewinnen, sondern auch die Erde ein für allemal zerstören. Und hier kommen wir ins Spiel. Ob Dawn of Magic das Zeug zum Diablo-Killer hat, erfahrt Ihr in unserem Review.
Das Kabinett der Bekloppten...
Zugegeben, die zur Verfügung stehenden Charaktere sind allesamt kurioser, als man sich vielleicht vorstellen mag, aber originell ist das Ganze dann irgendwie doch. Zur Auswahl stehen neben einem Mutter Beimar-Verschnitt mitsamt Bratpfanne auch noch ein Harry Potter-Double, der einen an der Klatsche hat. Ein Asbach uralter Mönch sowie des Glöckners liebste Esmeralda – bzw. irgend eine x-beliebige – Zigeunerin komplettieren das illustre Ensemble.
Berserker, geschweige denn Amazonen oder Krieger sollte man hier also nicht erwarten. Nur leidlich entscheidend für den weiteren Spielverlauf ist die Wahl der Gesinnung. Auf der guten Seite hauen wir Modo eins auf die Rübe, während wir bei böser Gesinnung selbigen zur Macht verhelfen. Auf einen Großteil der Quests hat diese Wahl jedoch keine Auswirkungen. Egal mit welchem der „Helden“ wir das Spiel bestreiten wollen: Einen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte hat dies nicht. Wir beginnen in einer Zauberakademie, ein Fest für Hogwarts-Kiddies also? Mitnichten, Kinder sollten bei Dawn of Magic draußen bleiben, denn trotz der schwergewichtigen Rollenspielkomponente ist das Spiel nebenbei auch noch beinharte Hack'n'Slay-Kost.
Lass laufen, Junge!
Schon bei unserer ersten Reifeprüfung, in der wir aggressive Steppenwölfe um die Ecke bringen müssen, klatschen bei jedem Treffer kleine Blutschwalle auf den Boden. Werden wir hingegen von einem mächtigeren Gegner malträtiert, kann uns auch schon einmal der Kopf oder bestimmte Gliedmaßen flöten gehen. Die ab 16er-Altersfreigabe ist also durchaus berechtigt.

"Da hau ich doch mal ordentlich drupp!"
Eins merkt man an Dawn of Magic bereits in den ersten Spielminuten: Es versucht gar nicht anders zu sein, sondern bedient sich getreu dem Motto: „Lieber gut geklaut, als schlecht erfunden“ bei Genrekonventionen, die anderen Vertretern zum Erfolg verholfen haben. Auch hier klappern wir das Gelände immer auf der Suche nach neuen Quests ab, die man so oder so ähnlich garantiert schon in anderen Rollenspielen gesehen hat. Fiese Biester töten, Gegenstände heranschaffen: Dies wird hier mehr oder minder kopiert, die eigene Finesse von Dawn of Magic lässt sich aber immer noch erkennen.






















