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BattleForge - Review PC


Publisher: Electronic Arts Entwickler: Phenomic USK: 12 Jahre
Genre: Strategie Release: 26.03.2009 Mehr Informationen
PC

Grafik

7 Punkte

Sound

9 Punkte

Bedienung

7 Punkte

Spieltiefe

9 Punkte

Einstieg

7 Punkte

Multiplayer

10 Punkte

Grafik

Geschmackvoll!


Gelungene Animationen der Einheiten
Stimmiges Landschaftsbild
Liebevolle Details
Sehr gute Effekte
KnallbunteFabelwelt...
... die sicher nicht jeden Geschmack trifft
Kamerawinkel nicht justierbar
Einbrüche bei der Performance
Die ersten Spielminuten sind etwas verwirrend. Der Spieler beginnt sich im Tutorial umzusehen, der Zoom ist nicht sehr umfangreich, die Welt eher comiclastig und die Einheiten können auf Anhieb nicht unbedingt überzeugen. Dazu kommt, dass der Kamerawinkel nicht justiert werden kann. Sobald der erste Schreck überwunden ist, beginnt jedoch ein leichtes Staunen. Die Einheiten passen optimal in die Welt, sind liebevoll mit Details versehen und freuen sich frenetisch und lautstark über Nachschub - je größer, desto besser. Bald werden die ersten Zauber gespielt und die hervorragenden Effekte lassen einen den ersten Eindruck vergessen. Später wird klar, dass vor allem wegen der zum Teil enorm großen Armeen wohl Abstrich bei der Optik gemacht werden mussten. Vor allem auch, da der Titel online gut spielbar sein soll. Das funktioniert zwar nicht immer - bei einigen Matches spürten wir immer wieder kleine Performance-Einbrüche – aber ein Anpassung der Grafik hilft dann meist. Im Allgemeinen fühlt sich die Welt bald jedoch rund an.

Sound

Episch!


Bombastischer Soundtrack
Gute deutsche Vertonung...
... mit einem sehr guten Sprecher...
... der manchmal seinen Text für einige Sekunden unterbricht
Der Sound überzeugt auf ganzer Linie. Nicht nur die von Phenomic bekannte und groß angelegte orchestrale Untermalung, auch die deutsche Vertonung punkten hier. Während der Missionen fühlt man sich wie in einen Film hineinversetzt. Die Musik lässt die Dramatik langsam aber sicher und vor allem gekonnt anschwellen. Indes haben die Einheiten glücklicherweise mehr als nur einen Spruch im Phrasenrepertoir und müssen auch nicht immer vordringlich ihren Senf dazugeben, wenn man sie anklickt. Die vertonten Zusammenfassungen der Hintergrundhandlung vor den PvE-Missionen verkürzt nicht nur die Wartezeit beim Laden, sondern lässt den Spieler wahrlich eintauchen. Die Hörbuchstimme des Sprechers macht es möglich. Leider bricht dieser manchmal abrupt ab.

Bedienung

Gelungen!


Gelungenes Gruppen-Management
Übersichtliches Interface
Informative Tooltips...
... die anfangs aufgrund ihrer Vielzahl eher verwirren
Eingeschränkte Kamera
Zum Teil lange Ladezeiten
Bei der Bedienung muss stark differenziert werden. Während die Steuerung der Einheiten in einer Schlacht dank akkuratem Gruppen-Management recht gut von der Hand geht, ist die Zusammenstellung eines Decks sowie die komplette Benutzung des Spiels nicht immer ganz einfach. Es wird einige Zeit brauchen, bis der Spieler sich eingefunden hat und weiß, wohin er wofür zu klicken hat. Anders ist dies während einer Schlacht: Im Vorfeld zusammengefasste Gruppen können schnell an- und abgewählt oder dank übersichtlichem Interface verändert werden. Die Auswahl von bestimmten Einheiten auf dem Screen durch Doppelklick auf eine Einheit gestaltet sich beispielsweise jedoch etwas knifflig. Dennoch gibt es Shortkeys für sämtliche Gruppierungsmöglichkeiten, die - wenn einmal gelernt - das Heerführerleben stark vereinfachen. Als negativ stellt sich die eingeschränkte Kamera dar, die zwar gedreht, aber im Winkel nicht justiert werden kann.

Spieltiefe

Umfangreich!


Dynamischer Einzelspieler-Anteil
Packende Coop-Missionen
Durchgängig spannendes Missionsdesign
Flexible Herangehensweisen durch unterschiedliche Decks...
... und Einheiten
Sehr viele Einheiten, Zauber, Gebäude...
... dessen Umfang anfangs fast zu viel ist
Wie verändern neue Karteneditionen die Spielbalance?
Hier punktet "BattleForge" - insofern man sich auf das Spielsystem einlässt. EA Phenomic hat keinen Einzelspielertitel mit Multiplayer-Part, sondern ein Multiplayer-Spiel mit sechs Missionen für Solokämpfer gebaut. Schnell wird der Spieler an die Coop-Missionen herangeführt und kann diese meist auch gar nicht eigenständig gewinnen, da Zusammenarbeit gefragt ist. Das Missionsdesign ist dabei meist gelungen und hält immer eine zumindest unterschwellige Spannung bereit. In Sachen Spielumfang macht "BattleForge" niemand so schnell etwas vor: Anfangs stehen 200 Einheiten bzw. Zauber oder Gebäude zur Verfügung, dessen Stärken und Schwächen erst einmal herausgefunden werden wollen. Zudem können alle Fraktionen mehr oder minder sinnvoll miteinander kombiniert werden. Wer Interesse hat, lese sich die mehreren hundert Textseiten Geschichte durch - vielleicht als Bettlektüre.

Einstieg

Passend


Gelungenes Tutorial
Die "Schmiede" als Sandkasten zum Ausprobieren
Spieler entscheidet, ob Missionen wiederholt werden sollen
Einstieg kann überfordern
Monotone Einarbeitungszeit
Der Einstieg ist gelungen und begleitet den Spieler wie Stützräder beim ersten Fahrradfahren. Die Steuerung entspricht der üblichen Kost bei Echtzeitstrategiespielen. Ab dem Moment jedoch, wo wir das erste Mal alle unsere Möglichkeiten erfahren, werden wir überhäuft mit Tooltips, Karten und jede Menge Input. Glücklicherweise muss sich der Spieler nicht alles auf einmal merken und kann für sich selbst sein Tempo bestimmen. Selbst, wenn dies bedeutet, dass der Einstieg etwas länger dauert. Das Ausprobieren lohnt sich jedoch und lässt die Kenntnis über die Möglichkeiten des eigenen Decks ansteigen. Schnell wird uns bewusst, dass die Decks gar nicht immer so unterschiedlich sind wie anfangs angenommen. Daraus resultiert eine bislang recht ausgeglichene Spielbalance. Dennoch ist eine lange Einarbeitung in die Materie unbedingt vonnöten.

Multiplayer

Sehr gut!


Spieler gegen Spieler-Modus
Coop-Modus
PvPRangsystem
Gutes Matchmaking
Passende Einheitenbalance
Wie verändern neue Karteneditionen die Spielbalance?
Das Paradegebiet des Spiels: Hier werden spannende Coop-Missionen gemeinsam absolviert oder Duell- bzw. Deathmatch-Spiele ausgefochten. Der PvP-Modus besitzt ein eigenes Rangsystem und Spieler können bei Erfolg bestimmte Tokens und Gold sammeln, mit denen sie Upgrade-Karten erwerben. Das Matchmaking-System ist übersichtlich und die fordernden Coop-Missionen erzwingen die Zusammenarbeit zwischen den Spielern regelrecht - am besten per Headset. Das System geht auf. Fraglich bleibt hier nur, inwiefern die Spielbalance erhalten bleibt, wenn neue Karteneditionen auf den Markt kommen.

Fazit von Björn Plantholt

EA Phenomic hat wiedereinmal bewiesen, was für ein Potential in der Schmiede steckt. Erneut haben die Entwickler mehrere unterschiedliche Genres gekonnt und plausibel vereint, optisch nur den leichten "Spellforce"-Einschlag beibehalten. Schade nur, dass das Online-Trading Card-Echtzeitstrategiespiel in dieser Hinsicht nicht mehr ganz up-to-date ist.

Vor allem das Bezahlsystem wird vielen Spielern wohl auf den Magen schlagen. Wer selbst einmal Sammelkartenspiele besessen und genutzt hat, kennt das: Es kommen neue Editionen, die Karten sind besser und schon können alte Einheiten getrost ausgewechselt werden. Sie müssen es sogar, wenn man am Ball bleiben will. Damit verdienen diese Firmen ihr Geld. Bei "BattleForge" wird das sicherlich nicht anders sein.

Dennoch ist "BattleForge" ein Paradebeispiel für innovative Strategiespiele: Es gibt schier unendliche Kombinationsmöglichkeiten aufgrund einer anfangs kaum überschaubaren Einheitenmenge. Weiß der Spieler erst einmal was er tut, wird er schnell erste Erfolge erzielen und immer wieder zu seinem Deck zurückkehren, um es weiter zu verfeinern. "BattleForge" ist ein tiefgründiges Strategiespiel, dass viele Möglichkeiten bietet, viele neue Türen öffnet und bisherigen Genrevertreten durch den Sammelkarten-Ansatz die kalte Schulter zeigt. Dabei ist das Spielsystem grundsätzlich nicht neu, wird aber erfrischend präsentiert.

Kommentare (3)

geschrieben am 15.04.2009 um 02:01

Gast

Kommentar #03

BattleForge - Review

ich denke aber das da beabsichtigt ist, damit es dynamischer wirkt ;D

Bjoern_Plantholt

geschrieben am 03.04.2009 um 17:38

Bjoern_Plantholt

Looki Redakteur

Kommentar #02
5576 Beiträge

BattleForge - Review

Das ist richtig. Aber erstens ist der Spielraum des Zoom nicht wirklich groß. Zweitens kann der Kamerawinkel - wie geschrieben - nicht selbst eingestellt werden. D. h., die Kamera beschreibt eine feste Bahn beim Zoomen - ganz im Gegensatz beispielsweise zu "Empire".

geschrieben am 03.04.2009 um 10:50

Gast

Kommentar #01

BattleForge - Review

Die Kamera kann man mit dem Mausrad zoomen.
Kamera drehen mit dritte Maustaste / Mausraste gedrückt halten und Maus seitwärts bewegen.

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