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Age of Wonders 3 - Test PC



Seit Age of Wonders: Shadow Magic aus dem Jahr 2003 war es still, um die einstmals exzellente Rundenstrategie-Franchise geworden. Und wir alle wären wohl nie in den Genuss eines offiziellen dritten Teils gekommen, wäre da nicht der Erfolg von 'Minecraft' gewesen. Ganz Recht, Schöpfer Markus Persson höchst selbst griff dem niederländischen Entwicklerstudio Triumph Studios finanziell gehörig unter die Arme und machte so den Weg frei für ein neues Zeitalter der Rundenstrategie in 'Age of Wonders'.

Wer hätte das gedacht



'Age of Wonders 3' wurde nach Perssons Hilfe keineswegs schnell zusammengeschustert. In der detaillierten Fantasywelt Athla erwarten uns zwei große Story-Kampagnen, die jeweils rund zehn bis 12 Stunden in Anspruch nehmen, acht ausgeklügelte und herausfordernde Szenarien, ein Zufallskartengenerator, der vor allem durch seine Optionsvielfalt besticht, ein schicker Editor zum Entwerfen eigener Spielinhalte und ein Mehrspieler-Modus, der es ebenfalls in sich hat.

Das ist eine ganze Menge und wird zudem durch nicht immer spektakulär erzählte, aber durchaus ansprechende Geschichten untermalt. Die Kampagnen etwa drehen sich um eine Fehde zwischen Menschen und Elfen und rücken dabei verschiedene Charaktere in den Mittelpunkt, mit denen man tatsächlich immer mitfühlt.
Trotzdem hätte die erzählte Geschichte an einigen Stellen etwas flotter und besser inszeniert werden können. Um das Spiel zu erlernen und um später in den Szenarien und auf den Zufallskarten so richtig loszulegen, dienen die Kampagnen aber allemal als mehr als würdiges Fundament.

Rundenstrategie vom Feinsten



Auf den recht großen Karten zeigt 'Age of Wonders 3' was in ihm steckt. Das Gameplay sprüht nur so vor kreativen Einfällen und Liebe zum Detail. Im Wesentlichen siedelt sich das Spiel zwischen Genregrößen wie 'Civilization' und 'Total War' an, nur dass es eben mit einem ausgefeilten Fantasy-Szenario entzückt.

Man kann es daher gut mit 'Heroes of Might and Magic' vergleichen, wobei allerdings das Macro-Management beispielsweise von Städten und Truppen einen deutlich höheren Anteil der Spielzeit beansprucht. Während man mit seinen Einheiten die Karte erkundet, die übrigens oft in Unter- und Oberwelt unterteilt ist, beseitigt man Barbaren und Feinde, nimmt Städte ein, baut selbst welche, forscht, handelt, stampft Armeen aus dem Boden, entwickelt Helden, wirbt neue Helden an, trainiert Soldaten und erfreut sich nicht zuletzt an der lebendigen Welt.

'Age of Wonders 3' konnte durch die finanzielle Hilfe des 'Minecraft'-Schöpfers Markus Persson fertiggestellt werden. Zum Glück für Genrefans!

Age of Wonders 3
(Cluster: web3 - Sprache: de)