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Advance Wars 2 - Test Gameboy Advance


Es umfasst Spielewelten und trennt Spielerwelten: Das Strategie-Genre – früher auf Konsolen verpöhnt – entwickelt sich zum immer wichtigeren Schlachtfeld des Krieges um die Konsolen-Verkaufszahlen. Spiele wie Advance Wars oder Final Fantasy Tactics führen nicht mehr das Nischendasein wie noch der Atari-Klassiker Rampart von 1992, sondern werden mittlerweile als System-Seller gehandelt. Knapp ein Jahr nach Advance Wars kommt nun der Nachfolger Advance Wars 2: Black Hole Rising in den Handel. Wie sich Nintendos neuer Trumpf in der Schlacht um die Gunst der Spieler schlägt, erfahrt ihr in unserem Review.

Das schwarze Loch



Nicht, dass PAL-Spieler mit Strategie-Titeln zuhauf versorgt würden – eine Interessenverschiebung der Spiele-Produzenten und -Konsumenten ist dennoch deutlich geworden, das Genre ist gerade auf Handhelds populärer denn je. So ließen sich die Entwickler bei Intelligent Systems denn auch nicht lange bitten und machten sich mit Elan an den Nachfolger zum von Kritikern und Spielern gleichermaßen geliebten Advance Wars. Der seit WarCraft poulären Echtzeit-Strategie setzt Advance Wars 2: Black Hole Rising wie schon sein Vorgänger rundenbasierte Kämpfe entgegen und punktet dadurch an Übersicht und Spielbarkeit auf dem GameBoy Advance. Hektisches Gewusel und Steuerungsprobleme wurden vermieden. Das Spielprinzip ist simpel, die taktischen Möglichkeiten aber komplex: Zwei oder mehr Parteien tragen Gefechte auf Geländekarten aus und bedienen sich dabei verschiedenster Einheiten und Gebäude-Typen. Die Kampfeinheiten unterscheiden sich neben ihrer Feuerkraft auch in Funktion, Reichweite, Geländetauglichkeit und sogar dem Spritverbrauch.
Es gibt Fernwaffen, die auf kurze Distanz nicht einzusetzen sind, Bomber, die nur Bodeneinheiten schaden oder Jäger, die nur Flugeinheiten angreifen können. Truppentransporter wiederum können Infanterie oder Mechs transportieren und Panzer mit Rationen versorgen, während der Kreuzer bis zu zwei Hubschrauber aufnehmen kann. Der Bau von Einheiten kann in Fabrikgebäuden, Flughäfen und Häfen gegen Geld in Auftrag gegeben werden, welches der Spieler täglich von seinen eingenommenen Städten erhält. Neben diesen konventionellen Handlungsmöglichkeiten bietet Advance Wars 2 jedoch einige Besonderheiten, die den Strategenalltag auffrischen. Die Kampfkraft von Einheiten ist zum Beispiel direkt abhängig von ihrer Lebensenergie, weshalb angeschlagene Truppen auch bei Initiative – dem Erstschlag bei einem Gefecht, der stärkere Schäden verursacht als die folgende Verteidigung des Gegners - nichts gegen frisch gestärkte Gegner ausrichten können. Sind zwei Einheiten des gleichen Typs stark angeschlagen, können diese fusionieren und eine neue Einheit mit addierten Lebenspunkten bilden.

Im Gegensatz zum Vorgänger, haben die kommandierenden Offiziere, kurz: KO, in deren Rolle der Spieler schlüpft, nun jeweils über zwei Gaben verfügen. Ist die Stern-Leiste am oberen Rand des Bildschirms voll, diese füllt sich mit der Zeit von selbst, kann man eine Gabe einsetzen und profitiert somit je nach KO von Stärkung der Einheiten, Geldsegen oder Ähnlichem. Die verschiedenen Missionen der Kampagne sind nicht alle nach ein und dem selben Schema gestrickt, sondern bieten spaßige und abwechslungsreiche Gefechte. Mal muss ein Labor eingenommen werden, um geheime Pläne des Gegners zu stehlen, mal eine neue stationäre Geheimwaffe zerstört oder ein Hinterhalt umgangen werden.
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Advance Wars 2 - Black Hole Rising
(Cluster: nd03 - Sprache: de)