Mir kommt das Grauen. Kein Spieleredakteur liebt es über Grafik und Sound zu schreiben. Drumherum kommt man aber nicht. Zum Glück muss man bei
Act of War nicht groß ausholen, dann das Spiel kann auch hier durchaus überzeugen. Es sieht, naturgemäß, besser aus als das inzwischen zwei Jahre alte
Command & Conquer: Generals und kann mit zahlreichen Effekten bei den Explosionen und Kämpfen überzeugen. Der Levelaufbau ist abwechslungsreich gelungen und stellt viele Details auch bei Monumenten da. Die Städte, die im Zuge der Kampfhandlungen auch einiges an Schaden nehmen sind realistisch aufgebaut und besitzen, für USA-Kenner, durchaus Wiedererkennungswert. Auch wenn die Grafik beim Heranzoomen Mängel erkennen lässt, so ist die Qualität durchaus ausreichend.
Act of War macht Spaß. Nicht mehr und nicht weniger. Act of War ist ein solider Titel im Echtzeitstrategiegenre und kann insbesondere durch die Videopräsentationen überzeugen und für ein spaßiges Wochenende sorgen. Act of War ist beileibe aber auch kein Meilenstein oder ein Titel, der das Genre voranbringen wird. Zudem wird es der Titel, insbesondere durch den noch fehlenden Editor, schwer haben, sich gegen Command & Conquer: Generals im Multiplayerbereich durchzusetzen: zu gefestigt ist inzwischen die Fangemeinde und zu groß das eSport-Engagement.
Wer Echtzeitstrategie mag und Lust auf einen frischen Titel mit gelungener Präsentation hat, macht mit Act of War nichts falsch. Ich jedenfalls bin auf weitere Spiele des Entwicklers gespannt.
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