A Vampyre Story - Test 
Wohingegen dies in anderen Spielen bereits das langersehnte Happy-End ist, geht der wortwörtliche Spaß hier erst einmal los: Der Giftzwerg ist nun zwar kein leibhaftiger Vampir mehr, hindert Mona aber immer noch am Ausbrechen. Des Rätsels Lösung muss her – oder gleich alle. Was wir meinen? Da wird ein sprechender Rabe dazu bewegt, einem sturen Gargoyle auf den Kopf zu schei..., an anderer Stelle müssen wir knoblauchgesicherte Türen mit einem speziellen Bumerang „entwaffnen“ oder für die Herstellung eines Lebenselixiers dem abgetrennten Kopf einer Steinstatue eine Wäscheklammer auf die Nase zwacken, damit dieser gezwungen ist, durch den Mund zu atmen und uns mit dem widerlichen Gestank seines Atems eine weitere Zutat zu liefern. Das ist Skurrilität in Reinkultur liebe Adventure-Hasen! A Vampyre Story kann so locker an vielen „rätsel(be)haft(et)en“ Stellen an den teils abstrusen Ideenreichtum eines Discworld 2 anschließen – dementsprechend nicht zu verachten ist auch der Schwierigkeitsgrad einiger Knobeleien.


Edgar der Rabe bei dem, was er am Besten kann: Große Geschäfte hinter sich bringen. Gargoyle Rufus wird sich freuen.

Monas ständiger Begleiter, die Fledermaus Froderick, ist der heimliche Star des Spiels und lässt keine Gelegenheit aus, um einen neuen Spruch zu klopfen.
Wer hätte beispielsweise gedacht, dass uns eine Gruppe von Mafiosi-Ratten bei der Befragung eines unverständlich nuschelndem Wasserspeiers namens Ozzy – wir verwetten unseren Allerwertesten: DAS ist ein Seitenhieb auf Mr. Osbourne! - helfen könnte? Wir sprachen eingangs von großen Leistungen: Der Humor ist einfach köstlich, und damit sind längst nicht nur die Rätsel gemeint.
Vor allem Monas sprechende Fledermaus Froderick gibt zuweilen Sprüche von sich, die locker einen blauen Sticker rechtfertigen könnten. Wenn Euch interessiert, welchen Vergleich Froderick mit dem Geruch eines Stückes Fleisch aus einer mühselig geöffneten Grube herstellt, dann müsst Ihr den Titel aber schon selber spielen. Überhaupt liefert der Winzling in manchen Momenten aber nicht nur eine astreine One-Man-Show ab, sondern sorgt auch für die Wortgefechte, die das Adventureleben lebenswert machen. Protagonistin Mona allein wäre ohne den geschulterten Fellhaufen nur halb so interessant.



















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