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The Westerner - Test PC


Wer von uns kann sich nicht daran zurückerinnern, mit Zak McCracken, Guybush Threepwood und vielen anderen Charakteren Tage und Nächte damit verbracht zu haben, Schurken zu beseitigen, knifflige Rätsel zu lösen und um die Gunst der Liebsten zu kämpfen – wie es z.B. unser aller Lieblingspirat, Guybush Threepwood aus den Monkey Island Adventures bei der Gouverneurin Elaine getan hat?



Umso mehr freute ich mich darauf, das bereits im Vorfeld von der Presse hoch gelobte „The Westerner“ in den Händen zu halten und dann in der Welt des Wilden Westen mit meinem Charme und den Pistolen zu versinken.

Nach einem humorvollen Intro, das meine Lachmuskeln etwas strapaziert hat, waren wir mitten im Geschehen des rauen Wilden Westen. Natürlich ist unser Charakter „Fenimore Fillmore“ ein echter Westernheld. Er schaut gut aus, ist schnell im Umgang mit seinen Pistolen und hat dieses gewisse Etwas, von dem Frauen ständig reden.
Ziel des Spiels ist es, für unseren Fenimore, eine Farm zu verteidigen und gegen die Korruption eines gewissen Mannes zu kämpfen, der sämtliche Fäden in der Stadt zieht. Doch wie sollen wir uns überhaupt verteidigen, nachdem der Junge von der Nachbarsfarm unsere Pistole geklaut und versteckt hat?


Grafisch betrachtet ist „The Westerner“ wirklich eine Wucht und platziert sämtliche Konkurrenz im Genre „Adventure“ auf die hinteren Ränge. Auch die Synchronisation der deutschen Charaktere ist aller erste Sahne, was letztendlich dazu beiträgt, dass die Atmosphäre im Spiel den Spieler in den Bann zieht. Somit hat der Entwickler von „The Westerner“, Revistronic, seine Hausaufgaben im grafischen als auch im Audio Bereich hervorragend gemeistert. Doch leider ist nicht alles Gold was glänzt, denn der Schwierigkeitsgrad von „The Westerner“ richtet sich demnach wohl eher an ein jüngeres Publikum oder an überarbeitete Hausfrauen, die nach einem harten und anstrengenden Tag voller Babygeschrei und dreckigen Windeln, bei einem Spiel entspannen möchten und deren Hirnzellen erst nach und nach wieder regenerieren.

Die Rätsel sind derart logisch zu erklären, dass „echte“ Adventurefans „The Westerner“ an einem Tag komplett durchspielen können, ohne auf die Hilfe von Komplettlösungen zurückzugreifen. Selten habe ich in einem Adventure, das bekanntlich von Rätseln lebt, die Lösung auf größere Teilaufgaben auf dem Silbertablett serviert bekommen. Man kaufe sich einfach mehrere Zeitungen beim örtlichen Händler und schon ist man im Besitz vieler wichtiger Informationen, damit man sein eigenes Hirn nicht mehr anzustrengen braucht.

Ebenfalls sehr nervig ist die Verpflegung seines 1-PS Hafermotor. Um mit diesem Gaul voran zu kommen, benötigt dieser laufend neue Möhren, die man an diversen Ort anpflanzen und düngen kann.
(Cluster: nd02 - Sprache: de)