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Fußballmanager 2004 - Test PC


Es ist Montag Morgen, die Pflicht ruft. Mit dem Auto geht es über die A2, der Stau am Kamener Kreuz scheint gar kein Ende zu nehmen. Eine Stunde später biegt der schwarze BMW dann doch in die Strobelallee ein, die Welt scheint noch zu schlafen. Ein Mitarbeiter grüßt freundlich und der Geruch von saftig grünem Rasen steigt auf. Ein Blick über den Trainingsplatz zur Linken und dann geradewegs durch das breite gläserne Portal ins Büro.
Was der Manager und gleichzeitig auch Trainer von Borussia Dortmund auf seinem Schreibtisch vorfindet, sind Akten und jede Menge Papierkram.

Auch der Blick in die Mailbox verheißt nichts Gutes – da türmen sich die Nachrichten schon und von irgendwoher vernimmt er die Stimme seiner Sekretärin. Wieder einmal ist eine neue Woche angebrochen und das bedeutet Stress, Stress und nochmals Stress für den vielgefragten und vor allem vielbeschäftigten Funktionär. Die Geschicke eines Bundesligaclubs zu leiten erfordern nun mal eine ganze Menge, aber spätestens an einem Samstag Nachmittag zahlt der Anblick des sich langsam füllenden Stadions diese Mühen zurück.

Genau wie im richtigen Leben beginnt auch die Woche im Fußballmanager 2004 stressig. Das Team steckt zwar noch im –zugegeben wohlverdienten- Sommerurlaub, aber das heißt nicht, dass die Geschäfte still stehen. Ganz im Gegenteil. Als Erstes greift der Manager in die erste Schublade seines Schreibtisches, kramt den Kalender und sein Telefonbuch hervor. Wenige Minuten später sind zwei Anrufe getätigt und ein Höhentrainingslager für die Mannschaft gebucht. „Genau das Richtige, um die konditionelle Grundlage für eine hoffentlich erfolgreiche Saison zu legen“, denkt er sich. Dann schnellt ihm aber ein Gedanke in den Sinn – die Sponsorenbesprechung. „Verdammt!“, mit diesem Ausruf eilt er aus dem Büro, schmeißt sich den Mantel über die Schulter um zehn Minuten später in den Katakomben des Stadions vor Vertretern von Textilindustrie und des Fernsehens zu stehen. Im Prinzip sind die Vorstellungen über eine Zusammenarbeit mit dem neuen Ausrüster und der Fernsehanstalt schon abgeglichen worden und weites gehend ist man zu einer Übereinstimmung gekommen. Schnell noch einen Blick über die eingebauten Klauseln geworfen und dann zwei Unterschriften, die dem Verein einen siebenstelligen Betrag für die anstehende Spielzeit einbringen, untendrunter gesetzt. Im Büro die nächste Frage: „Aber ob der Kader stark genug besetzt ist...“. Zweifel schleichen sich ein. „Nein!“. Als Manager und Trainer in einer Person ist ER für das Wohlergehen des Vereins verantwortlich und durch die unerwartet hohen Zuschauereinnahmen aus der vergangenen Saison konnte er bereits ein nettes Sümmchen auf die hohe Kante legen. Nach einer Weile kommt der Manager zu dem Schluss, dass man den Stürmer aus Belgien vielleicht doch loseisen sollte. Damit auch ja nichts überstürzt wird und später Gewissensbisse auftreten, weist er einen seiner Scouts an, den Spieler in der Saisonvorbereitung beobachten zu lassen. Wenn er sich als fähig erweisen sollte, wird man sich mit seinem Arbeitgeber eben zusammensetzen und zu einem Konsens kommen.



Einige Wochen sind mittlerweile vergangen und die Mannschaft befindet sich seit ein paar Tagen im Training. Neben den Pflichten als Manager wird der Aufgabenradius durch die Funktion als Trainer stark erweitert. Zwar übernimmt der Co-Trainer den Großteil des Trainings, doch ganz ohne ihn selbst geht es dann doch nicht seinen geregelten Ablauf. Schließlich entstehen die Fiktionen zur Taktik und zum Spielsystem allein im Kopf des Cheftrainers. Auch der Neuerwerb aus Belgien, den man nach einigem Zögern doch verpflichtet hat, muss ins bestehende Mannschaftsgefüge integriert werden. Noch macht die Sprache und das Heimweh einige Schwierigkeiten, doch der Trainer ist zuversichtlich, diese Probleme in einem Einzelgespräch in den Griff zu bekommen. Tatsächlich, die Unterredung mit der Neuverpflichtung am Nachmittag scheint erfolgreich verlaufen zu sein. Zumindest deutet er das aus dem strahlenden Grinsen des Belgiers. Es ist so schön, Manager zu sein. Jemand tippt dem Manager plötzlich auf die Schulter, es ist der Co-Trainer. Er deutet auf den vom Trainingsgelände geradewegs in die Kabine humpelnden Stürmer. Auch das noch, der Top-Angreifer hat sich verletzt! So dicht liegen in diesem Geschäft Gut und Böse zusammen. Wo eben noch eitel Sonnenschein herrschte, überwiegt nun der Schock über die Verletzung des Goalgetters. So doof ist ist es, Manager zu sein!
Es ist Samstag Morgen, der Manager hat frei. Der Trainer allerdings nicht und so wird es wieder nichts mit Ausschlafen. Heute steht das erste Saisonspiel an und Jeder der sich mit dem Mythos Fußball auskennt, weiß, wie wichtig ein Erfolgserlebnis zum Saisonbeginn für den weiteren Verlauf ist. Auf der Autobahn begegnen ihm dann auch schon die ersten Autos, deren Besatzung ganz in den herrlichen Vereinsfarben gekleidet ist. Von weit her kommen sie, Kennzeichen aus dem hohen Norden, dem tiefen Süden und dem fernen Osten sind zu erkennen. Das Adrenalin steigt an, die Anspannung wächst jetzt von Minute zu Minute. Ein paar Sekunden später fährt der Wagen des Trainers vor dem Stadion an. Noch sind die Ränge nicht für das Publikum freigegeben, doch in wenigen Stunden werden hier Tausende von fanatischen Zuschauern sitzen und stehen, alle in der Hoffnung, ihr Team siegen zu sehen und mit ihren Anfeuerungen zu einem unvergesslichen Fußballabend beizutragen. Ein Hupen verrät ihm, dass der Mannschaftsbus soeben eingetroffen ist. Beim Shakehands mit den Spielern, fällt ihm auf, wie nervös diese sind.



Der Trainer sitzt in der Kabine, gibt letzte taktische Anweisungen und stimmt seine Spieler auf das bevorstehende Spiel ein. „Lasst euch nicht nervös machen. Gebt den Zuschauern das zurück, was sie für ihre großartige Stimmung verdienen! Packen wir es an!“ Mit diesen Worten laufen die beiden Mannschaften ins Stadion ein, der Trainer blickt noch mal in den mit Fahnen verzierten, erwartungsfrohen und schon jetzt sehr lautstarken Fanblock, bevor er sich auf die Trainerbank setzt. Die nächsten 90 Minuten wird er diesen Platzt höchstens verlassen, wenn ihn seine Emotionen dazu verleiten und er das Bedürfnis verspüren sollte, seinen Gefühlen Luft zu machen.

Der ganz normale Wahnsinn eines Managers und eines Trainers, deren beider Tätigkeit ihr im Fußballmanager 2004 übernehmt. Da gilt es sich um die Ausarbeitung von Trainingsplänen zu kümmern, Verträge mit Spielern und Assistenten zu schließen, das Stadion gegebenenfalls zu modernisieren, Werbepartner zu gewinnen, das Verhältnis zur Presse und vor allem zu den eigenen Fans aufrecht zu erhalten und eine klare, erfolgsversprechende Taktik zu entwerfen. Die Möglichkeiten, wie ihr diese Aufgaben angehen wollt, ist schier endlos. Es gibt knapp ein Dutzend verschiedener Trainingslager, die allesamt spezielle Vor- und Nachteile haben, die sich auf die Fitness, die Müdigkeit und die taktische Ausbildung der Spieler ausschlagen. Eben diese Faktoren, gemeinsam mit den speziellen Attributen der Spieler, ergeben die ‚Stärke’ des Spielers. Diese Stärke ist Gradmesser für den Trainer und Manager, denn anhand dieser Stärke, lässt sich die Leistungsfähigkeit eines Akteurs einschätzen. Die speziellen Attribute, die auf die Stärke wirken, die bis maximal 20 aufsteigen kann, sind Dinge wie „Technik“, „Flanken“, „Zweikampf“, „Dribbling“ oder „Schusskraft“. Zum anderen sind diese Attribute auch charakterlicher Natur, das heißt, dass es Boni auf die Stärke eines Spielers gibt, wenn er positive Charaktereigenschaften wie „Nervenstärke“, „Medienliebling“ oder „fairer Spieler“ besitzt. Andersrum gibt es Abzüge für negative Charaktereigenschaften. Die Stärke eines Spielers kann sich im Laufe der Zeit sowohl zum Positiven, als auch zum Negativen verändern. Wird ein Spieler alt, geht die Schnelligkeit beispielsweise zurück und der Zuschlag, den er für seinen Antritt auf seine Stärke gutgeschrieben bekommen hat, verliert er. Wird jedoch ein Trainingsziel, dass individuell für jeden Spieler ausgewählt werden kann, erfolgreich erlernt, verbessert sich seine Stärke.
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