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Fussball Manager 2011 - Test PC




Seit nunmehr zehn Jahren beglückt uns Electronic Arts mit der wohl umfangreichsten Simulation des Fussball-Tagesgeschäfts in der Videospielbranche. Über die Jahre haben die einzelnen Ableger immer neue und tiefer gehende Features spendiert bekommen, so dass es irgendwann nur noch zu Detailverbesserungen kommen konnte. Abgesehen von den aktuellen Lizenzdaten und einigen kleinen Änderungen konnte deshalb der 'Fussball Manager 10' nicht viel Neues bieten, was dem ein oder anderen Fan sauer aufstieß. Ein Phänomen, welches die jährlich erscheinenden Sportspiele allesamt verfolgt. Dabei darf man aber nicht unerwähnt lassen, dass auch der neunte Teil der Reihe auf gewohnt hohem Niveau spielte und durch sinnvolle Erweiterungen die Reihe würdig fortsetzte. Nichtsdestotrotz bleibt die eine essentielle Frage auch im Jubiläumsjahr im Raum stehen: Kann der neuste 'Fussball Manger' neue Maßstäbe setzen oder erwartet uns nur ein detailverbesserter und optisch schickerer Aufguss der 2009er-Variante?

Fast alles beim Alten



Bereits in den ersten Stunden wird klar, dass sich die Mannen von EA Sports wie erwartet auf die Fehlerbeseitigung und die Verbesserung einiger weniger Details konzentriert haben. Riesige Innovationen gibt’s also auch in diesem Jahr nicht zu bestaunen. So läuft der Manageralltag weitestgehend wie gewohnt ab.
Vor Beginn einer neuen Karriere darf man sich einen Charakter samt Passbild und wenn gewünscht eigenem Stammbaum zusammen stellen, sich das Team seiner Wahl aus den Rosinen des Fussballsports herauspicken oder mit irgendeinem Dorfclub von ganz unten beginnen. Erwähnenswert ist dabei das neue Live Season-Feature, das es euch erlaubt, aktuelle Spieler- und Vereinsdaten aus dem Internet herunterzuladen und dann zum jeweilig gewählten Startpunkt mit der eigentlichen Simulation zu beginnen. Würdet ihr beispielsweise in dieser Woche den FC Bayern als Startclub wählen, fändet ihr einen Trümmerhaufen und die dementsprechende Herausforderung vor. Die beiden Leistungsträger Robben und Ribery, sowie die halbe restliche Mannschaft lässt sich nämlich wie bekannt im Münchner Lazarett gesund pflegen, während sich die zweite Garde höchst mittelmäßig aus der Affäre.

Erstmals haben die Spieler unabhängige Stärkewerte, die je nach Position variieren und sich auch dementsprechend talentabhängig entwickeln können.



Wie man sich vorstellen kann, macht das Feature durchaus Laune, hat aber zwei große Mankos, die vielen Spielern das Erlebnis schlichtweg vermiesen werden: Zum einen sind die Saisondaten momentan nämlich teilweise fehlerhaft, zum anderen muss man für den Extraservice zahlen. Zwar nur fünf Euro pro Saison, aber angesichts der anderen, ebenso kostenpflichtigen Zusatzpakete eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung.
Fussball Manager 11
(Cluster: nd01 - Sprache: de)