"So Kind nun könnte der Bräutigam erscheinen." Sie legte Mondra noch einen Zweig weißer Orchideen in die Hand und wischte sich verstohlen die Tränen aus ihren Augen.
Leicht nervös schritt Averru mit Klattic und den Beamten Greenfeld zum Hospital. Leicht verärgert bemühte sich Averru drum keine fehlerhafte Falte beim Gehen zu verursachen. Boros und ihre strenge Tradition, dachte er leicht verärgert. Dennoch war er von der Schönheit dieser Zeremonienrüstung fasziniert. Es gab keinen Quadratzentimeter der nicht in irgendeiner Weise verziert war. Die Unterkleidung seiner Rüstung bestand aus feinster, strahlend weißer Seide in der purpurne Verzierungen eingenäht wurden. Peinliche genau wurde drauf geachtet keine Falte dort zu erzeugen, was seinen Gang erschwerte. Viel mehr interessierte er sich aber für die goldene, auf hochglanzpolierte Zeremonienrüstung. Runen und Symbole zierte die Rüstung und jedesmal wenn man nochmal einen Blick drauf warf fielen neue kleine Details auf. Gedankenverloren strich er sich über den Brustpanzer. Auf diesem befand sich ein aufwendig verziertes Zeichen das den gesamten Brustpanzer ausfühlte, in der Mitte zwei ineinander greifende Kreise. Es kam ihm seltsam vertraut vor. Etwas belustigend spürte er wie Klattic hinter ihm den dreigeteilten Umhang kurz zu Recht zupfte. Averru musste seine Flügel ständig auf der selben Position halten, so das sie beim Gehen nicht störten, keine Falten erzeugten, von seinem Gegenüber und der Braut gesehen wurden und nicht die Wände oder Decken berührten. Klattic öffnete die Tür und alle drei traten ein. Averru erblickte Mondra und war von ihrer Schönheit überrascht so dass er für den Moment vergaß zu atmen. Er konnte seinen Blick nicht von ihr nehmen. Mondra konnte sich kaum von der Stelle rühren vor Aufregung ihr Herz schlug schnell und hart gegen ihre Brust. Wie gebannt blickte sie dabei auf die Türe. und dann hörte sie Schritte von draußen. Klattic hatte die Türe geöffnet, er trat beiseite und Averru trat auf sie zu. Sie lächelte und durch die Tränen in ihren Augen. kam es ihr vor als würde Averrus goldene Rüstung nun wie eine glänzende Korona um seine Gestalt schimmern. Sie schaute ihn genauso unentwegt an wie er sie. Greenfeld schaute den Gildenmeister und Mondra an. "Haben sie beide einen Trauspruch?" fragte er sie. Beide nickten und gleichzeitig sich dabei tief in die Augen schauend sagten sie ihn.
"Jemanden lieben heißt ihn so zu sehen, wie Gott ihn geschaffen hat."
Greenfeld lächelte sie beide an und begann dann mit der offiziellen Zeremonie.
Ich frage Sie, Averru ist es Ihr freier Wille, mit der hier anwesenden Agalija Teekate Rani von Mewar die Ehe einzugehen, so beantworten Sie diese Frage mit einem "Ja".
Greenfeld wandte sich nun an Mondra.
Nun frage ich Sie, Agalija Teekate ist es auch Ihr freier Wille, mit dem hier anwesenden Averru die Ehe einzugehen, so beantworten auch Sie diese Frage mit einem
"Ja".
Der Standesbeamte Greenfeld nickte.
"Nachdem Sie beide meine Fragen übereinstimmend mit einem "Ja" beantwortet haben, erkläre ich Sie kraft Gesetzes zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten. Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“ Behutsam nahm Averru Mondra in die Arme und küsste sie zärtlich. Isabel und Berta begannen laut zu schluchzen. Kora aber warf lachend Blütenblätter über die Beiden und schmiegte sich dann an Averru und Mondra. Isabel schneuzte in ihr Taschentuch, umarmte sie und flüsterte ihm leise zu „Bitte achte immer gut auf Mondra.“. Der Standesbeamte reichte Averru und Mondra die Urkunden die von Beiden unterschrieben wurden. Klattic reicht Mondra eine Urkunde in der stand dass die Borosgilde und die Boros Legion diese Heirat anerkennen und diese akzeptieren. Als Klattic, Isabel, Kora und Greenfeld raus waren war Mondra froh und wollte freiwillig zu Bett. Berta zwinkert ihm kurz zu und flüstert leise „Wenn sie schon keine Hochzeitsnacht haben mit ihrer Frau dürfen sie ihr wenigstens das Kleid öffnen, den Rest mach ich dann.“ Averru trat vorsichtig hinter Mondra und begann sorgsam die unzähligen kleinen Knöpfe an dem KLeid zu öffnen, als er ihren Nacken sah konnte er aber nicht anders wie ihr zärtlich einen Kuss auf diesen zu geben. Danach setzte sich Averru zu ihr ans Bett „Geh ruhig zu dem Abendessen.“ Sagte sie. Er nickte lächelnd „Ich werde später nochmal wieder kommen.“ So verließ auch er den Raum.
Isabel hatte es sich nicht nehmen lassen ein besonderes Mahl für diesen Anlass servieren zu lassen. Und da es ein freudiger Anlass war, ließ sie den großen Festsaal den es gab zu einer großen Tafel schmücken. Überall standen hell strahlende Kerzenleuchter und der ganze Saal war mir Rosenbuketts geschmückt. Alle waren anwesend und warteten nur noch auf Averru. Als er eintrat lies das Kerzenlicht die Rüstung aufleuchten und der Raum wirkte heller. „Was ist denn der Anlass für dieses Festmahl?“ fragt Hiwa flüsternd. „Averru hat heute Lebenslänglich bekommen.“ Antwortete Jarad ebenso flüsternd.
Hiwa schaute erstaunt und fragte. "Was hat er denn verbrochen?" Argus konnte sich darauf hin ein breites Grinsen nicht verkneifen und wurde von Hiwa mit einem bösen Seitenblick bedacht. Averru bekam Hiwas Worte mit und seufzte leise. Dann ging er zu seinem Platz am Kopf der Tafel. Erst wollte er sich schon setzen, doch dann besann er sich anders räusperte sich leise und klopfte mit dem Messer an sein noch leeres Weinglas. Die Augenpaare die ihn eh schon wie gebannt ansahen schauten noch intensiver auf den Gildenmeister.
"Ich möchte es kurz machen, der Anlass dieses Festmahls ist meine Heirat mit Mondra. Wir wurden eben auf der Krankenstation getraut auf der sich Mondra befindet. Ein Grund dafür das sie heute Abend auch nicht selber anwesend ist um mit euch allen anzustoßen, aber sie lässt euch alle herzlich grüßen."
Averru erhob sein Glas das ihm mittlerweile gefüllt wurde und erhob es.
"Auf meine wunderschöne Frau, und meiner genauso schönen Tochter." Dabei zwinkerte er Kora die neben ihm saß lächelnd zu. Und erhob sein Glas in die Richtung der anderen. Schweigend und nachdenklich hatte sie bis jetzt neben Perry auf ihrem Stuhl gesessen. Sie dachte immer noch über Haures Worte von heute vormittag nach. Als sie hörte was Averru sagte, wusste sie nicht wie sie darauf reagieren sollte. Ihre Schwester hatte heimlich geheiratet, wie sollte sie das verstehen. War ihr die Familie nicht mehr wichtig, da sie sowas tat? Oder war Mondra sauer auf sie, das sie so gehandelt und deshalb kein Wort gesagt hatte? Es machte sie unendlich traurig. Wildcat merkte das gleichzeitig etwas anderes in ihr die Oberhand gewinnen wollte und das Gefühl kannte sie inzwischen nur zu gut. Sie musste eisern dagegen ankämpfen, es durfte nicht schon wieder die Oberhand gewinnen in ihr. Haures hatte es ihr gesagt, es durfte nicht noch einmal passieren. Das in ihr hoch kommende Gefühl verschwand wieder, sie hatte es geschafft. "Ich werde dich bei den Anderen entschuldigen und bringe dir etwas zu essen auf unser Zimmer." Sie nickte kurz, stand auf und sah lächelnd zu Averru. Perry erhob sich ebenfalls. "Averru ich bitte sie mich kurz zu entschuldigen, Wildcat geht es immer noch nicht besser und möchte sich zurück ziehen auf unser gemeinsames Zimmer. Ich denke es ist besser wenn sie sich ausruht, das ist im Moment wichtiger als eine Feier." Sie hakte sich bei Perry ein und verließen den Raum. „Welche Schwester verlässt die Feier zur Heirat, wenn es auch eine geheime war.“ Zischte Isaac. „Nicht besonders nobel und kultiviert, selbst wenn man geschwächt ist sollte man doch so lange bleiben wie man kann und an die Grenzen gehen immerhin ist es ihre Schwester.“ Sagte Lord Windgrace. „Ich kann nicht glauben dass sie Geschwister sind.“ War von Isabel zu hören. „Isabel, ich muss sie wirklich loben wie sie das alles hinbekommen haben. Das ist einfach herrlich, sie haben ein Händchen für sowas. Es ist ja schon eine Kunst geworden.“ Lobte der Lord sie in höchsten Tönen. „Ich danke ihnen aber so viel habe ich nicht gemacht ich habe alles nur dem Personal weiter gegeben.“ Gab sie zurück. Lord Windgrace lächelte und zwinkerte ihr zu „Das ist auch eine Kunst“. Daraufhin wurde Isabel rot.
Nach dem Essen gratulierten ihm die Anwesenden doch er wollte Kora ins Bett bringen und dann wieder zu Mondra gehen und so verabschiedete er sich. Beim hinaus gehen hielt ihn Isabel kurz auf, sie hatte einen Teller in der Hand mit 2 Stücken der Hochzeitstorte, sie lächelte ihn an und flüsterte leise. "Hier nimm dies noch mit zu ihr, es gibt da einen kleinen Brauch, Mondra weiß schon um was es sich handelt wenn du ihr den Teller gibst.“ Lächelnd sagte er danke und brachte seine Tochter zu Bett. Er las Kora noch was vor und deckte sie liebevoll zu, als sie eingeschlafen war. Gab er ihr einen sanften Gute Nacht Kuss dann brach er zum Hospital auf. Sorgfältig passte er auf das die beiden Tortenstücke nicht vom Teller rutschten als er zu Mondra flog. Er ging den Gang entlang bis er zu ihrem Zimmer kam. Er öffnete leise die Tür und trat ein. Mondra hatte die Augen geschlossen ihre Gedanken waren bei dem Gildenmeister. "Mein Mann" flüsterte sie leise in den Raum. Sie konnte es immer noch nicht glauben, erneut öffnete sie die Augen und betrachtete das Brautkleid das Schwester Berta auf einen Kleiderbügel gehangen hatte. Dann hörte sie wie die Türe aufging und Averru herein trat. Sie setzte sich auf und strahlte ihn an. Lächelnd setzte er sich neben ihr ins Bett und reichte ihr den Teller mit den Tortenstücken „Wie geht es dir Liebes? Und den hier gab mir Isabel mit sie meinte du weißt schon was du damit anfangen musst.“ Mondra lächelte immer noch. "Mein Kopf schmerzt aber ich bin so voller Glück, das es nichts macht. Sie nahm ein Stück des Kuchens in die Hand und hielt es ihm vor dem Mund. "Es ist Brauch sich gegenseitig mit einem Stück der Hochzeitstorte zu füttern. Es bedeutet dass man sich in Zukunft gegenseitig versorgen wird." Erklärte sie ihm und wartete dass er abbiss. Genüsslich biss er ab, verschmierte sich aber dabei den Mund. Nun nahm er ein Stück Torte „Ein wundervoller Brauch.“ Sagte er lächelnd. Mondras Augen verdunkelten sich, sie beugte sich vor und fuhr ihm sanft mit der Zunge über den Mund und leckte ihm die Sahne zärtlich ab. "Ja...“, raunte sie leise "ein wunderschöner Brauch." Seine Augen leuchteten, er stellte den Teller auf den Nachtisch und umarmte sie zärtlich. Er genoss es wie ihre Zunge ihn behutsam berührte, öffnete leicht seine Lippen und fing sie an sehr sinnlich zu küssen.


























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