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Thema: Lost..

  1. #1
    Leeroy Jenkins Mondra_Diamond befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von Mondra_Diamond
    Registriert seit
    03.07.2008
    Beiträge
    1.447

    Standard Lost..

    Wie erstarrt blickte die Gestalt auf dem Turm in die Ferne, es gab eigentlich nichts mehr das sie davon zurück halten konnte, einfach nur in die Tiefe zu springen.
    Wie einfach es doch sein würde, wenn der Tod sie einfach mit in die Tiefe riss, keine Trauer mehr, keine Schuldgefühle, keine Einsamkeit, kein Hoffen mehr auf Vergebung ihrer Schuld.

    "Schuld", die Gestalt lachte bitter auf.
    Woran war sie alles Schuld? An all den Kriegen im Universum, an all den Toten, den Soldaten, den Männern, Frauen und Kindern, in den Gräbern.
    Daran das die Erde dem Untergang geweiht war?
    Das sie nicht allen Lebewesen gerecht wurde, sie nicht allen Menschen die ihr etwas bedeuteten zu jeder Zeit ihre ganz Aufmerksamkeit widmen konnte?
    Ja, daran war sie wohl schuldig, wenn man dessen schuldig gesprochen werden konnte.

    Doch, kann man jemanden schuldig sprechen, der krank war zutiefst krank in der Seele, am Körper,
    jemanden der mit dem Leben nicht mehr im Einklang war, der es einfach beenden wollte.
    Wenn jemand schuldig ist, weil er all den Ansprüchen die man an ihn stellte nicht mehr nach kommen konnte, weil ihm die Kraft fehlte, wie sollte er diese Schuld je begleichen können?
    In dem er reumütig den Rest seines Lebens um Vergebung bat?
    Wenn es das war, was konnte man dann demjenigen der dieses verlangte, wirklich jemals bedeutet haben?

    NICHTS

    Dieses "nichts" hallte in dem Kopf der Gestalt nach, wie ein spöttisches Lachen
    Es musste "nichts" sein, denn wenn man diesen Menschen auf irgendeine Weise wirklich als Freund geachtet hätte, könnte nichts dieser Freundschaft anhaben.
    Freundschaft und Liebe müssen nichts vergeben, nicht einmal wenn der Freund einem verschwieg wie krank er war.
    Vielleicht sollte man sich fragen warum er es tat, aber keiner außer Gott hatte ihn zu richten.
    Denn wenn es hier um Schuld geht, warum fragt er sich nicht nach der seinen, warum ahnte er nicht wie es seinem Freund ging? Warum merkte er nicht das er krank war und sich darum zurück gezogen hatte.
    Anstatt vor gekränkter Eitelkeit ihm nur vorzuwerfen, das er sich um einen selber nicht mehr kümmerte.
    Kümmerte es ihn, als man ihn vielleicht gebraucht hätte. Doch statt dessen wurde er los gelassen, dass er von all dem Leid das den anderen befallen hatte nichts merken sollte.
    Er war jung, fing gerade erst das Leben an, er sollte den Kummer nicht teilen müssen, er sollte leben mit seines Gleichen.

    Wenn man etwas ganz besonders lieb hat, so wie eine Mutter ihr Kind liebt das nun flügge wird.
    Muss man es los lassen können, damit es unbekümmert ins Leben schreiten kann.
    Und wenn man an der Seele erkrankt ist, muss man jemanden, den man wegen seiner Jugend noch beschützen muss, erst recht los lassen.
    Doch hieß dieses los lassen nicht, das man jenen Menschen niemals geliebt hatte.

    Und wenn nun dieser Mensch einem selber die Schuld daran gab, für alles Leid das er erlitten hatte. So war es einem, als würde dieser Mensch einen selber hinterrücks in die Tiefe stoßen.

    Der Schmerz, den die Verachtung des ehemaligen Freundes hinterließ war schlimmer wie der Tod.
    Er war wie ein Feind, der einem das Leben nahm in dem er einem die Seele aus dem Körper sog.

    Man hatte verloren was einem am Herzen lag, aber nicht einmal die Verachtung des Anderen würde einen davon abhalten können, ihn nicht immer im Herzen zu behalten und ihm alles Glück der Erde zu wünschen.


    Monolog in Gedanken von Mondra zu Phyrexian

    Man kann die Liebe nicht töten.. denn die Liebe ist unsterblich.
    Und den Hass den du auf mich verspürst, er kann mich verletzten, doch er wird niemals verhindern können was ich fühle.

    Die Gestalt auf dem Turm drehte sich um und ging fort, sie musste akzeptieren, dass man sie hasste, egal wie weh es tat.

    Lebwohl.
    Geändert von Mondra_Diamond (22.12.2011 um 17:31 Uhr)
    Wenn alle Menschen nur das tun würden was sie am besten könnten, ohne etwas Neues zu versuchen,
    würde die Hälfte der Menschheit heute noch auf Bäumen sitzen.

    (SH)

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