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  1. #1
    Leeroy Jenkins Mondra_Diamond befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von Mondra_Diamond
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    Standard Ein Phönix kehrt heim...

    Beinahe 2 Jahre war es her, dass sie ihrer Schwester zu deren Hochzeit mit dem Unsterblichen ihr Medallion gab.
    Heute war der Tag der Heimkehr nach Horikos. Genau genommen nach Mewar in den Palast ihrer verstorbenen Familie.
    Nach ihrem Tod, war sie geflüchtet, geflüchtet vor der Trauer und den Schmerz.
    Nach mehr wie 120 Jahren kehrte sie als Unsterbliche zurück. Weit vor der Stadt ließ sie ihr Raumschiff stehen und legte den letzten Weg an den Stadtmauern entlang zu Fuß zurück. Die Stadt wirkte dabei ungewöhnlich ruhig, unheimlich ruhig sogar.

    Gekleidet in den Gewändern ihres Volkes, so dass niemand die Fürstin von Mewar erkennen sollte lief sie los.
    Vorsichtig trat sie barfüßig über den groben Sand. Sie hatte beinah vergessen wie frei man sich fühlen konnte ohne die schweren Raumstiefel und den Raumanzug und mit jedem weiteren Schritt wurde sie leichtfüßiger.
    Auffällig war nur der Begleiter an der Seite der Fürstin. Auf dem ersten Augenblick hätte man ihn für eine etwas zu groß geratene Hauskatze halten können, wenn nicht die silber glänzenden Manschetten an seinen Beinen wie die Fetzen eines Raumanzuges gewirkt hätten.
    Eng an die Beine der Fürstin geschmiegt trippelte die kleine schwarz-silber getigerte luchsähnliche Gestalt neben ihr die Stufen des Palastes hoch. Bis nun waren sie unerkannt geblieben und sie konnten in den scheinbar unbewachten Palast eindringen.
    Vorsichtig drückte sie die Klinke der schweren Tür auf und stand in dem abgedunkelten Thronsaal.
    Ihr Blick fiel auf den Stuhl auf dem ihr Vater einst sein Volk empfing.

    Verhalten schnupperte das Wesen an den Stuhlbeinen und kam leise brummelnd zu ihr zurück.
    "Du kannst ihn gewiss noch riechen Ramoz. Dies ist der Thron meines Vaters, seid seinem Tode hat niemand mehr dort gesessen und regiert. Er hatte sich immer einen Thronfolger gewünscht aber er bekam nur Töchter." Zärtlich glitten ihre Finger über die Figuren der Stuhles. Sie wusste ihr Vater hatte sie nicht weniger geliebt wie einen Sohn.
    Unbewusst ging sie in die Knie hockte sich vor dem Stuhl nieder und legte ihren Kopf auf dem Sitz ab.
    Für einen Augenblick war sie wieder die kleine Rani die ihren Kopf müde in den Schoß ihres Vaters bettete und es genoss wenn er zärtlich über ihre langen schwarzen Haare strich.
    Doch dieser verträumte Augenblick hielt nicht lange an.

    "Stille ist sein Denken,
    Stille ist sein Wort,
    Stille ist sein Wirken,
    Stille immerfort.

    Denn er sah die Wahrheit,
    Ist nicht mehr gebunden,
    Hat des letzten Friedens
    Gleichgewicht gefunden. "

    Leise auf ihrer Heimatsprache hörte sie die Worte die von einer alten brüchigen Männerstimme aufgesagt wurde.
    Sie hob ihren Kopf an und drehte sich zu ihr um und sah Brathani den alten Diener ihres Vaters.
    "Brathani?" verwundert darüber das er noch lebte stand sie auf und verbeugte sich vor ihm.
    "Ich bin nicht Brathani edle Fürstin, ich bin sein Sohn Kamile und ich habe auf den Tag eurer Wiederkehr gewartet. Lange habt ihr auf euch warten lassen, zu lange meine Fürstin."
    "Verzeiht mir, Kamile." Wieder beugte sie ihr Haupt vor ihm, so wie es ihr einst ihr Vater bei gebracht hatte.
    "Achte und ehre dein Volk denn es ist dein größter Schatz."
    So musste es sein, denn nur so erklärte sich das noch weit über seinen Tod hinaus seine Diener ihm die Treue bewahrten.
    "Kommt mit mir Rani, ihr werdet schon dringend erwartet."
    Kamile verbeugte sich vor ihr und schritt ihr voran.
    Sie wunderte sich, wer hätte schon auf sie warten wollen?
    Neugierig ging sie hinter dem alten Palastdiener her.
    Als er aber den Weg hinauf zum Turm nahm, blieb sie Stirne runzelnd stehen.
    "Kamile, das hier ist der Gang hoch zum geheimen Ratsaal meines Vaters, was ist geschehen?"
    Sich vorsichtig umschauend dabei den Finger beschwörend auf die Lippen legend ging er ohne ihr zu antworten weiter die steile Wendeltreppe hinauf.
    Erst als sie oben ankamen und er die schwere eiserne Türe durch die sie gingen wieder verschloss antwortete er ihr.
    "Mylady verzeiht, aber wir glaubten sie kennen den Grund wir haben doch Faramir zu ihnen entsendet."
    "Faramir? Ich hab ihn das letzte mal nach dem Tode meines Vaters gesehen. Er flog vor mir her hier in den Turm, aber ich wachte wieder dort auf wo ich eingeschlafen bin. Damals dachte ich, alles war nur ein Traum Faramir, sei nur ein Legende aus alter Zeit."
    Sie erinnerte sich an den rotgoldenen Phönix den sie gesehen hatte und dem sie damals folgte. Wie all die männlichen Herrscher die an der Wand aus großen Oelgemälden hängend über sie geredet haben, so als wäre sie nicht einmal im Raum anwesend gewesen.
    Wie sie sich erst einig waren das eine Frau niemals die Herrscherin über das Reich der Phönixe werden konnte. Bis sie vor Zorn einen Ausbruch hatte und sich bemerkbar machte.
    Mit dem gleichen Stolz in der Stimme der ihrem Vater zu eigen war, sprach sie zu der langen Bildergalerie. Solange bis der älteste Vorfahre triumphierend zu den anderen blickte und meinte.
    "Hab ich es euch nicht gesagt, sie hat das Blut eines Phönix, heiß und wallend und dennoch weise und besonnen."
    Sie hatte sich geweigert das Erbe anzunehmen sie wollte hinaus in die Welt vergessen, dass sie nun alleine war.
    Man hatte sie ziehen lassen und ihr gesagt das man ihr die Freiheit ließe, jedoch wenn Faramir sie rufen würde, sollte sie ihm folgen.
    Denn dann sei ihr Reich in großer Gefahr.
    Also war ihr Reich in Gefahr?
    Düster schaute sie von einem Bild zum anderen.
    "Faramir hat mich nicht erreicht." Flüsterte sie besorgt. "Sagt mir bitte was geschehen ist." Sie blickte den Ältesten an.
    "Sarungal." Erwiderte der Älteste.
    "Sarungal?" Die Rani legte den Kopf schief und lächelte.
    Sie erinnerte sich an eine alte Geschichte die ihr Vater ihr einst erzählte als sie klein war.
    Es ging um einen mächtigen Drachen, der die Magie des Universums beherrschte und vor vielen 1000 Jahren in diesem Reich als ein Fürst gelebt haben sollte.
    Es war eine alte Sage um die Liebe. Die Rani schüttelte den Kopf jedes Kind in Mewar kannte die Geschichte von dem Drachenfürsten der eine Phönixprinzessin liebte. Es erklärte das Sternenbild das man seid damals am Firmament sehen konnte. Aber was mochte eine alte Sage damit zu tun haben das ihr Reich in Gefahr sei?
    "Wir wissen was du nun denkst. Aber Sarungal ist keine Legende er lebt wenn man nur fest genug an ihn glaubt, so wird er wieder seine wahre Gestalt annehmen und nach Mewar zurück kehren und es beschützen. Doch dafür ließen wir dich nicht rufen, dass Reich des Rana von Adamar hat uns den Krieg erklärt. Er knechtet unser Volk im Norden und Süden des Reiches. Darum riefen wir dich und ihn Kamahl, er soll dir zur Seite stehen denn der Rana von Adamar ist mit den Mächten des Bösen im Bunde."
    Erstaunt drehte die Rani ihren Kopf nach links, hinter einem der langen dichten Vorhänge trat ein Mann hervor.
    Unbewusst ging sie einen Schritt zurück als sie den kahlköpfigen hühnenhaften Barbar vor sich sah. Sie hatte die Befürchtung das er jeden Augenblick mit dem mächtigen Stab den er in seiner rechten Hand hielt auf sie einschlug.
    Stumm vor Entsetzen starrte sie ihn an. Ramoz der die ganze Zeit still blieb machte einen Buckel und fauchte den Fremden an. Vorsichtig schlich er sich an Kamahl heran und beschnupperte ihn. Als dieser sich wieder erwarten zu ihm runter beugte staunte die Fürstin, Ramoz ließ sich von dem Fremden auf den Arm nehmen.

    Der Druide setzte Ramoz vorsichtig auf seine Schulter ab.
    "Das du mir aber ja auf meinen Mantel aus Wolfspelz achtest." Flüsterte er grinsend. Dann verbeugte er sich vor ihr und stellte sich noch einmal vor.
    "Mein Name ist Kamahl vom krosanischen Wald. Ich bin ein Druide, wie man unschwer erkennen kann hoffe ich." Er schaute sie an und fing an zu lachen.
    "Sie dürfen sich gerne vorstellen, obwohl sie unter vielen Namen bekannt sind würde ich gerne ihren wahren Namen erfahren. Nur nicht schüchtern ich beiße nicht." sagte er.
    Sie starrte immer noch auf Ramoz der es sich nun auf der breiten Schulter von Kamahl gemütlich machte und schüttelte verwirrt den Kopf.
    "Nennen sie mich einfach wie alle hier Mirror. Namen sind Schall und Rauch, was von uns sterblichen bleibt sind nur unsere Taten."
    Sie reichte ihm ihre Hand und verbeugte leicht ihren Kopf zum Gruß.
    Kamahl nahm die Hand und schüttelte sie. "Das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite Mirror."
    "Bei Ramoz scheint es das ja schon zu sein." Entgegnete die Fürstin immer noch verwirrt.
    "Mirror wir haben Kamahl gerufen damit er dich unterstützt bei dem Kampf gegen den Rana von Adamar, höre auf ihn." Ermahnte sie der Älteste.
    Wenn alle Menschen nur das tun würden was sie am besten könnten, ohne etwas Neues zu versuchen,
    würde die Hälfte der Menschheit heute noch auf Bäumen sitzen.

    (SH)

  2. #2
    Leeroy Jenkins Mondra_Diamond befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von Mondra_Diamond
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    Standard

    Sie zog eine Augenbraue hoch und blickte das Gemälde des Ältesten an.
    "Zuerst einmal hätte ich gerne gewusst wieso Faramir mich nicht erreicht hat. Und warum man die Angriffe mit der Armee von Mewar nicht gleich zurück gedrängt hat?"
    Dabei ging sie auf die goldene Schale zu auf der Faramir seinen Platz hatte. In ihr lagen einige seiner langen Schwanzfedern und Schwingen.
    Nun wusste sie warum er sie nicht auffinden konnte, es war an der Zeit seiner Erneuerung. Irgendwo dort draußen würde er nun aus seiner Asche neu empor steigen.

    Wie Recht sie damit hatte, doch was sie nicht ahnen konnte, dass die Wiedergeburt von Faramir nahe des Lagers war in dem sich der Rana von Adamar aufhielt.
    Faramir der es schaffte noch einen Baum in der kargen Bergkette zu finden über die er geflogen war,
    landete mit letzter Kraft in einem verlassenen Vogelnest des Baumes bevor er in Flammen aufging.
    Hell leuchteten die Flammen seines Todes auf und richteten die Aufmerksamkeit des Rana von Adamar auf sich, der sein Lager verließ um der Erscheinung die er im dunkel der Nacht erblickte nach zugehen.
    Wohl ahnte er was seine Augen dort zu sehen glaubten, doch konnte er das unsagbare Glück nicht fassen als er unter einem kleinen haufen Asche ein Ei liegen sah.
    Kaum das es dort lag hörte man ein knacken und barsten der Schale und ein nacktes Vogeljunges schlüpfte aus ihr heraus.
    Schnell griff der Rana von Adamar zu und hielt den jungen Phönix in seiner Hand.
    Ein lauter Siegesschrei quoll aus seiner Kehle und hallte über die Berge von Mewar.
    "Dies hier wird mir die Macht bringen und mich zum neuen Herrscher machen, die Kraft und die Magie deiner Federn wird mich unsterblich machen" Hahaha..." Ein lautes widerliches Lachen quoll aus seinem Munde.
    Und Faramir der nun zu seiner vollen Größe heran wuchs kämpfte in den Händen des Rana um seine Freiheit, er hieb mit dem Schnabel auf den Kopf des Mannes und schlug mit seinen Flügel wie wild auf ihn ein.


    Doch fest, umschlossen dessen Hände die Klauen des Phönix.
    "Du bist nun mein und wirst mir dienen und mir den Thron von Mewar ermöglichen!" Aus den Augen des Rana leuchtete der blanke Wahn.
    Der Kopf des Phönix erhob sich und es erschall ein lauter Schrei, so wie ihn nie zuvor ein Mensch gehört hatte, schrill drang er durch die Nacht. Drang über die hohen schneebedeckten Gipfel des Gebirges bis in die tiefen des höchsten Berges.
    Erschütterte die Gesteinsbrocken und ließ ein uraltes Wesen in ihren schwarzen Tiefen wieder zum Leben erwachen.

    Sarungal....



    Finsternis herrschte in der großen Höhle die tief im Berg verborgen lag.
    Doch die Stille der Dunkelheit wurde durchbrochen, der Schrei des Phönix durchdrang sie bis in die Höhle des schlafenden Drachen.
    Er drang tief in dessen Seele und ließ ihn erwachen. Die Flügel die seinen Kopf bedeckten bewegten sich leicht und die Nüstern seiner Nase blähten sich auf. Mühsam und schwer öffnete er seine Augenlider bevor er noch einmal den Schrei des Phönix vernahm.
    Sein Kopf schnellte in die Höhe und laut brüllte er den Namen des Vogels.

    "Faaaaaraaaamiiirr..."

    Wie ein Donnerhall dröhnte es über die Bergwipfel bis hin zu dem Lager des Rana von Adamar.
    Und wieder schrie der Phönix auf, so als wolle er dem dumpfen Grollen das aus den Bergen kam antworten.
    "Schrei du nur, doch es wird dir nichts nützen." Höhnte dieser und band sie Klauen des Phönix zusammen und nahm ihn mit zu seinem Lager.

    Im der Höhle indess erhob sich Sarungal nun zu seiner vollen Höhe und schlug wild mit dem Schwanz um sich. Um den, durch die Zeit der Jahre verschütteten Eingang der Höhle frei zu bekommen.
    Doch mehr wie 1000 Jahre war er dort drin verborgen und mehr wie 1000 Jahre fehlte es ihn an Kraft sich von alleine dort zu befreien.
    Verzweifelt warf er sich mit seinem Körper gegen die Felsen, seine Nüstern waren weit geöffnet und schwarzer Rauch einstieg ihnen.
    Er war rasend vor Wut und die Feuerbrunst die er gegen die Felsen schlug, hätte ihn um ein Haar selber getroffen als diese zurück schlug.
    Verzweifelt senkte er den Kopf und eine Träne die wie Kristall so klar war, rann langsam an seiner Wange hinunter.
    "Faramir..." Flüsterte er traurig. "Meine Geliebte.."
    Wenn alle Menschen nur das tun würden was sie am besten könnten, ohne etwas Neues zu versuchen,
    würde die Hälfte der Menschheit heute noch auf Bäumen sitzen.

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  3. #3
    Leeroy Jenkins Mondra_Diamond befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von Mondra_Diamond
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    Im Turm des Stadtpalast stand Mirror und schaute auf Kahmal.
    "Ich kenne ihn nicht einmal wer ist er überhaupt? Und wie kann er uns helfen, wenn nicht einmal die Armee gegen den Rana von Adamar was ausrichten konnte?"
    "Kahmal zeig ihr was du kannst!" Sagte der Älteste zu dem Druiden.
    Dieser schnappte sich Ramoz setzte ihn auf den Boden erhob den Stab den er bei sich hatte wobei er Worte vor sich her sprach die der Rani fremd waren.
    Als er seine Spruch beendet hatte stampfte er seinen Stab hart auf dem Boden auf und Mirror sprang erschrocken zurück.
    Ramoz der eben noch an einen etwas zu groß geraten Kater erinnerte hatte sich zu einem Raubtier verwandelt, das einem Säbelzahntiger zum verwechseln ähnlich war.
    Eindrucksvoll richtete Ramoz sich auf und fauchte laut, bevor er sich vor der Rani nieder ließ. Kaum das sie ihre Hände zitternd gegen ihn ausstreckte um ihn zu kraulen, hörte sie erneut den Stab des Druiden auf den Boden stampfen und Ramoz war wieder das kleine luchsähnliche Wesen wie zuvor.
    "Nun Mirror, du hast nun gesehen, wozu Kamahl fähig ist. Ihr beiden seid unsere letzte Hoffnung, ihr müsst den Rana von Adamar gefangen nehmen und Mewar vor ihm bewahren."
    Die Fürstin war sichtlich beeindruckt von der Magie die der Druide beherrschte, jedoch nicht genug auf das sie davon überzeugt war den Rana überwältigen zu können. Und das zeigte sie nun auch, voller Spott fragte sie den Ältesten.
    "So und um das zu bewerkstelligen, zaubert uns Kamahl aus allen streunenden Katzen eine Armee von Tigern? Ich bezweifel das wir damit durch kommen."
    "Sie sind nicht leicht zu beeindrucken Fürstin, das gefällt mir!" Der Druide nickte zustimmend.
    "Stimmt, nichts gegen ihre magischen Fähigkeiten Kamahl, aber ich glaub nicht daran dass sie alleine uns helfen können."
    Unbewusst griff sie zu ihrem Hals aber das Amulett das ihre Hand umschließen wollte war nicht mehr dort. In den beiden Jahren hatte sie sich immer noch nicht daran gewöhnt das sie es nicht mehr trug.
    Sie bemerkte nicht den Blick des Ältesten der nun auf ihrem Brustansatz ruhte und vernahm auch nicht den leisen Befehl den er an Kamile weiter gab, ihre Gedanken waren in einer anderen Welt.
    Erst als Kamile mit einer kleinen Sandelholztruhe neben ihr stand und diese aufklappen ließ, kam ihr Blick zurück in die Gegenwart. Neugierig schaute sie auf den Inhalt der Truhe und staunte.
    "Das Amulett sieht aus wie meines."
    "Es ist nicht deines, dieses hier ist das wahre Amulett Mirror. Wer dieses trägt ist fähig Drachen zu hören und sie zu reiten. Zögere nicht nimm es halte es in deiner Hand." Der Älteste schaute sie eindringlich an und nickte auffordernd mit dem Kopf.
    Mirror streckte die Hand nach dem Amulett aus und nahm es mit einer Mischung aus Neugier und Angst aus der kleinen Truhe. Sie hielt es hoch und betrachtete es.
    Es war nicht wie ihres aus Jade sondern aus Silber gefertigt und schien sehr alt zu sein.

    Es kam ihr so vertraut vor, vorsichtig tasteten ihre Fingerspitzen über die Figuren des Drachen und des Phönix. Doch dann zuckte sie zusammen und legte erschrocken das Amulett zurück in die Truhe.
    "Was ist Mirror, was hast du gehört?" Die Frage des Ältesten klang wie ein Befehl.
    "Ich weiß nicht.." stammelte sie leise.
    "Nimm es wieder in deine Hand!" Befahl der Älteste.
    Zögernd griff die Fürstin zurück in die Truhe, und hielt das Amulett erneut in ihren zittrigen Händen.
    Und da, da war es wieder.
    Faramirs Schrei. Es schnitt der Fürstin ins Herz.
    Ohne es zu ahnen flüsterte sie genauso gequält den Namen des Phönix wie Sarungal.
    "Faramir." Hallte seine Stimme in ihren Gedanken wieder wie ein Echo.
    Und aus ihrem Auge lief eine einzige Träne hinunter, so klar wie ein Kristall.
    "Du kannst ihn hören Mirror. Dann bist du auserwählt ihn zu finden. Finde ihn und rette Mewar vor dem Untergang."
    Die Fürstin band sich das Amulett um ihren Hals hielt es fest mit einer Hand umschlungen.
    Sie neigte den Kopf und leise vernahm man.
    "Ich werde ihn finden, ihn und Faramir. Kamahl sind sie bereit mir zu folgen?"
    "Fürstin, bin ich nicht genau dazu hier?"
    "Dann lassen sie uns aufbrechen." Die Fürstin drehte sich noch einmal dem Ältesten zu und legte ihre Hand auf das Herz.
    "Ich gelobe Mewar zu befreien oder zu sterben." Dann wandte sie sich ab und verließ mit Kamahl und Ramoz den Turm.
    Wenn alle Menschen nur das tun würden was sie am besten könnten, ohne etwas Neues zu versuchen,
    würde die Hälfte der Menschheit heute noch auf Bäumen sitzen.

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