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    Jungspund CrowsClaw befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von CrowsClaw
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    Standard Die Boros-Legion

    Prolog

    0200 Stunden, 8. Mai 18925
    (militärischer Kalender)
    Yed-Prior-System
    Operationsgebiet Terisiare

    Prioritätsübertragung der KI „Serina“ [„Spirit of Fire“]
    02000805-18925
    Verschlüsselungscode: Rot
    Öffentlicher Schlüssel: [ZENSIERT]
    Von: Serina, Schiff KI, Prioritätsstufe [ALPHA]
    An: Heerführer Alovnek, Schiffsmeister „Spirit of Fire“ (BL-Dienstnummer: 01992-10508-AB)
    Betreff: Imperium Xonx
    Klassifizierung: GEHEIM

    /Nachrichtenbeginn

    Willkommen zurück Heerführer,

    Um 0800 am vorherigen Tag [Intergalaktischer Zeitrechnung] hat das Imperium Xonx unseren Agrarplaneten Alara überfallen. Im Orbit traf ihre Flotte auf unsere vier Kreuzer Arcadius, Midsummer Night, Domitian und Vespasian (Halberd-Klasse).
    Sie hielten dem konzentrierten Angriff der Imperialen Flotte nicht stand.

    - Statusliste –
    Verluste:
    Arcadius [DiA]
    Midsummer Night [DiA]
    Domiitian [DiA]
    Vespasian [DaiA] 55%
    Feindliche Verluste:
    3 Imperialkreuzer [DiA]
    5 Schlachtschiffe [DiA]
    32 Zerstörer [DiA]
    1 Trägerschiff [DiA]
    122 Kriegsschiff X832 [DiA]

    Die Vespasian konnte noch rechtzeitig aus dem System springen. Sie erhielt schwere Schäden am Rumpf, Schild- und Waffensystemen. Der Schiffsmeister konnte noch ein Teil des FLEETCOM [Planetarer Bereich Alara] aufzeichnen, sowie einige Satelliten Bilder. Orbitale Verteidigungssatelliten des Planeten wurden kurz vor dem Sprung der Vespasian zerstört.

    Anlagen: Audioaufzeichnung FLEETCOM [Planetarer Bereich Alara], Satellitenbilder

    /Ende der Nachricht

    Das schwache bläuliche Licht der Holoplattform reichte nicht aus um die taktische Brücke des Schiffs zu erhellen. Es schaffte nur einen kleinen Kreis in mitten völliger Dunkelheit. „Serina, bitte spiele die Audioaufzeichnungen ab.“ Flüsterte eine Stimme. Es war der Heerführer Alovnek. Hinter der Gestalt die im schwachen Licht kaum auszumachen war erwachte ein Holoport zum Leben. Ein kleines Mädchen, ungefähr im Alter von 10 erschien. Sie hatte seidenes schwarzes Jahr und wirkte in ihrem weißen Kleid unschuldig wie ein kleines Mädchen sein sollte. Unschuldig und doch die KI einer Boros-Legion. Mit zarter Stimme antwortete sie „Wie sie wollen, aber es wird Ihnen nicht gefallen.“. Der Heerführer kommentierte dies nicht weiter und starrte weiter auf die Holoplattform. Die KI seufzte und spielte die Audioaufzeichnung ab. „Vereinzelt konnten die Personen erkannt werden.“ Fügte die KI hinzu.
    Die Aufzeichnung wurde abgespielt und ein Zeitbalken erschien.

    Aufklärungssatellit GAMMA: „Planetenoberkommando, Hier Aufklärungssatellit GAMMA haben unidentifizierte Slipspacekontakte entdeckt.“
    Planetenoberkommando: „Überprüfen sie.“
    Aufklärungssatellit GAMMA: „Unidentifizierte Flotte springt in wenigen Sekunden aus dem Slipspace nahe der Orbitalenverteidigung.“
    Planetenoberkommando: „Das kann nicht sein.“
    Aufklärungssatellit GAMMA: „Sie eröffnen das Feuer, es ist eine Imperiale Flotte.“
    Die Aufzeichnung wurde vorgespult.
    Planetenoberkommando: „Wir haben soeben die Arcadius verloren.“
    „Planetenoberkommando,…“, statisches Rauschen ertönte „landen in großer Zahl, “ wieder Rauschen und ein paar abgehackte Wörter „können Stellung nicht länger halten.“.
    „Verteidigungssysteme Einsatzbereit.“
    Der Funkverkehr nahm immer weiter, zu die Stimmen überschlugen sich in wachsender Panik.
    „Sie haben die Stadt angegriffen.“
    „Sofort alle Einheiten Einsatzbereit machen. Zivilisten evakuieren, sofort.“
    „Hier wird es langsam heiß.“
    Ein lauter Knall ertönte, Menschen schrieen auf.
    „Was zur Hölle war das?“
    „Sie haben die Generatoren zerstört.“
    Nun überschlugen sich die Stimmen. Im Gewirr der nackten Angst verstand man nur noch vereinzelte Sätze.
    „Wir haben mehrerer Gleiter verloren.“
    „Hier sind immer noch Zivilisten.“
    Vespasian (Schiffsmeister): „Oh mein Gott.“
    „Wir brauchen Verstärkung.“
    „Wir halten aus solange wir kö…“
    „Ich brauche eine Evakuierung.“
    „Position wurde überrannt“
    „Planetenoberkommando, wir brauchen schwere Kavallerieunterstützung.“
    Stille, für einen kurzen Moment.
    „Planetenoberkommando, hören sie mich.“
    Vespasian (Schiffsmeister): „Übernehme Meldung, schwere Kavallerie unterwegs. Sende Drop-Pod. Geben sie Koordinaten durch.“
    Wieder Stille, doch diesmal eine gespenstische.
    Vespasian (Schiffsmeister): „Können Sie mich hören?“
    Nichts, kein Ton.
    Vespasian (Schiffsmeister): „Leiten sie Slipspacesprung ein, wir können nichts mehr tun.“

    Der Heerführer ballte seine Hand zur Faust. Sein Helm verbarg seine Mimik. „Ihr Puls und Blutdruck steigen an, Heerführer.“ Meldete sich Serina zu Wort. Alovnek drehte sich zu der KI um „Befehle des Gildenmeisters, oder der Gildenleitung?“. Die KI lächelte „Der Gildenmeister hat Ihnen das Kriegsrecht zugesprochen. Der Einsatz ihrer Boros-Legion ist legalisiert und Sie dürfen gegen den Fein mit eigenem Ermessen vorgehen.“. Alovnek grinste unter seinem Helm. Er schritt auf das Schott zu und murmelte leise „Alle einziehen.“. „Verstanden, Heerführer.“ Antwortete die KI.


    „Haben sie gut geschlafen?“ fragte der Pilot laut. Mit einem Grunzen schreckte der Gebieter auf und sah sich hektisch in seiner kleinen Kabine um. Er erblickte ein zwei dimensionales Hologramm mitten im Raum, welches den Piloten des kleinen Gleiters zeigte. Er blickte abwechselnd zum Gebieter und nach Vorne. „Wir erreichen den Zielort in Kürze, sie sollten sich bereit machen.“ Der Pilot redete unbeirrt weiter und schien entweder ignoriert zu haben das er den Gebieter geweckt hatte oder er bemerkte es nicht. „Zur Kenntnis genommen, bereit in paar Minuten.“ Entgegnete der Gebieter nuschelnd. Das Hologramm verschwand und er richtete sich auf. Er hatte noch seine komplette Kampfmontur an, ein schweres Exoskelett. Die Rüstung bestand aus mehreren Schichten. Die äußerste Schicht reflektierte das Licht und schimmerte weißlich, an einigen Stellen waren rote Markierungen angebracht und goldene Zierden. Diese Schicht bedeckte die Weichteile, die Außenseite der Oberschenkel, Knie, Schienbeine, Brust, Schultern und Arme. Der Rest der Rüstung war schwarz und sehr flexibel, dennoch schwerer gepanzert als ein Panzer, dank einer super dichten Legierung. Er ging in die Mitte seiner Kabine und hob den Helm auf. Stumm setzte er ihn auf und verließ die kleine Kabine. Es war komisch das ihm diese Kabine beklemmend vorkam obwohl er sich ständig in dieser Kampfpanzerung befand. Obwohl er mit der Rüstung fast eine Tonne wog verursachte er keinen Laut als er sich der Ladeluke näherte. „Wir erreichen nun den Zielort.“ Meldete sich die Stimme des Piloten über Funk. Was würde ihn erwarten wenn er wieder das Schiff betrat, seine Heimat. Auf diesem Schiff befanden sich seines gleichen, andere Boros-Legionäre. Supersoldaten der besten Klasse, wie er. Allerdings wusste er nicht wie sie ihn empfangen würden. Vor Fünf Jahren fiel er in Ungnade und konnte nur durch das Wort des Heerführers Alovnek, seinen Ziehvater vor einem Prozess gerettet werden. Doch dafür musste er im Exil trainieren, seine Fehler einsehen, seine komplette Ausbildung noch mal durchleben, alles Gelernte noch mal lernen und sein Dasein aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Die Luke öffnete sich und er spürte wie der Gleiter ein kleines Stück langsamer wurde. Ein Sprung ins kalte Wasser, in eine Tiefe, ohne den Boden zu sehen. Er schluckte einmal und sprang aus der offenen Luke. „Bin draußen.“ Meldete er knapp dem Piloten, er bekam keine Antwort, das war die Anweisung. Er fiel knapp fünfzig Meter tief. Dennoch landete er unversehrt auf zwei Beinen. Durch die Schutzschilde und dem Dämpfungsgel konnten Boros-Legionäre solche Sprünge, sowie auch Stürze problemlos überleben. Der Gebieter sah sich um. Er befand sich in einer Tundra, wenig Bäume und ein paar Sträucher. Am Horizont zeichnete sich eine Gebirgskette ab, schüchtern kroch Licht über sie, so als würde es beobachten wer sich den Bergen nähern wollte. Ansonsten war alles stockdunkel. Doch durch seine verbesserten Augen konnte er alles perfekt sehen, seine Rüstung unterstützte ihn dabei. Das laute Dröhnen des Gleiters wurde immer schwächer, er entfernte sich von ihm. „Der Gebieter,“ ertönte eine Stimme hinter ihm. Der Angesprochene drehte sich um und erkannte zwei Boros-Legionäre. „Frederick“, flüsterte er und sah den an der ihm am nächsten stand. Die Rüstung des Boros-Legionärs schimmerte schwarz und besaß keine Zierde, was unter normalen Umständen drauf hingewiesen hätte das er einen niederen Rang besaß. Doch Frederick war ein Feldmeister der Legion. Ein Hochrangiger Boros-Legionär und Befehlshaber, sowie Anführer einer Kohorte. Seine Rüstung, das wusste er, besaß eine dünne Panzerung, doch die verstärkten Schutzschilde und ein integriertes Tarnsystem machten diesen Makel wieder wett. Während Frederick auf den Gebieter zu marschierte konnte man die Bewaffnung perfekt sehen. An den Oberschenkelpanzern waren je ein Partikelschwert angebracht, ein unscheinbarer Griff. Doch im aktiviertem Zustand war das Partikelschwert eine tödliche Nahkampf-Waffe mit einer Plasmaklinge mit mehreren Zehntausend Grad Temperatur. Mit diesem Schwert konnte man einen Panzer ohne Probleme wie eine Konservendose aufschneiden. „Du siehst gut aus.“ meldete sich der zweite Boros-Legionär zu Wort. Es war Samuel, ein weiterer Feldmeister. Die Rüstung von Samuel war ein perfektes Gegenstück zu Fredericks Rüstung. Der Anzug war fast 4 Meter groß und mit vielen schweren Waffensystemen ausgerüstet, solche speziellen Kampfanzüge nannte man in der Legion Paladin-Kampfanzug. Um die Mobilität aufrecht zu erhalten besaß der Kampfanzug einen Jetpack und Sprungmodule. Auf den Schultern befanden sich Raketenwerfer und auf den Rücken zwei Artilleriekanonen, welche nach belieben über die Raketenwerfer gehoben werden konnten. In den Händen hielt der Feldmeister eine schwere Railgun-Sturmkannone. Obwohl die Schritte von Samuel schwerfällig aussahen waren sie es bei weitem nicht, wie jeder Legionär machte er bei Gehen kaum Geräusche. „Dürfte ich wissen warum ihr euch hier überhaupt aufhaltet?“ fragte der Gebieter vorsichtig. Keiner der Beiden antwortete, sie liefen einfach ruhig weiter und ließen die Frage erst mal unbeantwortet. Schweigend und verunsichert folgte er ihnen, er wusste das sie untereinander sprachen, womöglich sogar über ihn. Jeder Legionär konnte sich mit einem anderen, oder sogar einer ganzen Gruppe, ungestört über gesicherte Kommunikationskanäle unterhalten. Sollten sie sich mit Fremden oder gewöhnlichen Soldaten unterhalten besaß die Rüstung Außenlautsprecher. Die Beiden blieben stehen und der Gebieter ging weiter bis er zu ihnen aufgeschlossen hatte und blieb dann neben ihnen stehen. Frederick legte einen Arm auf seine Schulter und klopfte ihm auf die Brust „Wie lange ist es wohl her das wir drei in so einer malerischen Landschaft standen?“. Der Humor von Frederick war für viele nur sehr schwer nachzuvollziehen. „Zu Lange.“ murmelte der Gebieter und ließ den Kopf hängen. Samuel ging währenddessen unbeirrt weiter, als gäbe es keine Unterhaltung. „Solange du dich noch an unsere Name erinnern kannst kann es ja nicht so lange her sein, nicht wahr?“ plapperte Frederick munter weiter und machte sich ebenfalls auf dem Weg. Die Beiden gingen in Richtung Gebirge, also sollte der Gebieter auch dorthin gehen. „Auf deine Frage gerade eben Hikaru gibt es eine einfache Antwort“, begann Samuel zu erzählen „Wir sollen dich hier auf Befehl des Heerführers abholen.“. Die beiden Feldmeister gingen weiter auf das Gebirge zu und Hikaru wusste nun was er dort vorfinden würde.
    Geändert von CrowsClaw (05.04.2011 um 15:20 Uhr)

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