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  1. #1
    Padawan Community-Chris befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard Von der Odyssee des Christian und seiner Familie auf dem Weg aus dem Urlaub nach Haus

    Hallo Gronenländer!

    Ich hatte ja letzte Woche Urlaub und hatte euch vorher versprochen am Dienstag wieder da zu sein, war es aber erst am Mittwoch und nicht ganz so entspannt, wie man es nach einem Urlaub sein sollte. Hier die Geschichte warum...

    Fangen wir ganz vorne an, hat meine Frau schon im Vorfeld die Maut für die Brenner Autobahn in Österreich für hin und zurück bezahlt. Das ist eine der Strecken, die in Frage kommen um an die Adria und von dort zurück zu kommen. Außerdem hat es unserem Auto etwa drei Wochen vor dem Urlaub den Zahnriemen und dadurch den gesamten Motor zerrissen. Wir hatten da Glück im Unglück - es gab einen Rückruf dazu, über den wir nicht informiert wurden, so haben wir den Motor von Renault nach etwas Hickhack kostenfrei ersetzt bekommen.

    Auf der Hinreise lief alles blendend nur stellten wir mitten in Österreich fest, dass wir das Navi hätten kontrollieren sollen, denn wir fuhren über die Tauern-Autobahn (die auch nochmal Sondermaut kostet) statt über den Brenner. Letztendlich sind wir aber mit vielen Zwischenstopps wegen meiner Raucherei und unserem 11 Monate alten Kleinkind recht Zügig nach etwa elfeinhalb Stunden an unserem Urlaubsort zwischen Venedig und Triest eingetroffen.

    Das Wetter war trotz anderer Vorhersage die ersten 4 Tage äusserst bescheiden. Es regnete, aber die letzten drei Tage mit strahlendem Sonnenschein rissen das ganze wieder heraus und wir hatten trotzdem das Gefühle einen schönen Urlaub gehabt zu haben, als uns wir letzten Montag nach dem Frühstück auf den Weg nach Hause machten.

    Zuerst mussten wir unser Navi dazu zwingen die Strecke über den Brenner zu nehmen. Wir hatten den schließlich zwei mal bezahlt, da wollten wir ihn wenigstens einmal nutzen. Weil die Strecke zum Brenner aber über etwa das dreifache an italienischen Autobahnen führte, kamen wir da aber nicht ganz billig hin. Außerdem stand plötzlich der Verkehr. Vollsperrung in Südtirol. Auf der Gegenspur ist ein Lastwagen, der Fisch transportierte nach einem Unfall in Flammen aufgegangen.
    Meine Frau meinte noch "Nomen est omen - das Ding heißt schließlich Brenner Autobahn" ich habe kurz gekichert, zu mehr hat es nach 90 Minuten auf der Autobahn stehen nicht gereicht. Dann ging es aber weiter und wir kamen langsam aber sicher aus der Misere heraus und nach Österreich hinein.

    Nicht mehr weit vor der deutschen Grenze ging dann von der Autobahn ein Abzweig Richtung Deutschland ab. Das Navi wollte aber erst dahinter abfahren. Das blinde Vertrauen in die Technik sollte sich für uns noch Rächen, denn wir fuhren dem Navi nach, dass uns später von der Autobahn abfahren lies und über eine Landstraße scheuchte. Diese führte langgezogen erst hinter einem alten Mann, dann hinter einem langsameren Bus und schließlich hinter einem noch langsamerem Lastwagen daher immer tiefer in die Berge und schließlich (zum Glück inzwischen ohne Bus und Laster) über eine Bergstrecke mit dem Namen "Fernpass". Auf der Kuppe angekommen fängt das Auto an wild zu piepsen und gibt die Meldung aus "STOP! Motor kann zerstört werden." Das war genau das was man in dieser Situation lesen will. Glücklicherweise war eine Raststätte mitten auf diesem Berg mit dem Namen "Zugspitzblick" nicht mal 200m entfernt. Wir fuhren diese also an und beschlossen etwas zu essen und danach zu schauen ob das Auto bei seiner Warnung bleibt. Wie gesagt war der Motor keine 3 Wochen alt.

    Die "Raststätte" ist ein Restaurant und ein großer Parkplatz und macht seinem Namen alle Ehre, denn man schaut direkt auf die Zugspitze. Entgegen unseren Erwartungen ist das Essen genießbar und hat, für die touristische Gastronomie ungewöhnlich, keine überzogenen Preise.

    Nach dem Essen starten wir das Auto erneut und werden erneut mit der Warnung begrüßt. Wir setzten uns also mit der Renault Assistance auseinander und bekommen schon nach etwas über einer Stunde die Nachricht, dass wir in Kürze von einem Abschlepper abgeholt werden.
    Insgesamt mit essen und allem haben wir etwa drei Stunden auf dem Parkplatz verbracht während ein Bus mit Japanern nach dem anderen ankam mit viel Spektakel tausende Fotos geschossen wurden und wieder weiter fuhr. Letztendlich kam unser Abschlepper und zog uns in eine Toyota-Werkstadt. Das verdutzte uns. Der Schlepper meinte, dass das Auto ausgelesen werden muss, und nur wenn etwas vorliegt, was sie nicht beheben können, müssten wir weiter zur nächsten Renault-Werkstatt geschleppt werden. Blöderweise war das Auslesegerät mit dem anderen Abschlepper der Firma unterwegs und wurde erst nach etwa einer Stunde zurück erwartet. Wir warteten also.

    Nach dieser Stunde (Etwa 20:00 Uhr Abends) wurde uns dann mitgeteilt, dass das heute nichts mehr wird - der Abschlepper der das Auslesegerät dabei hat kommt erst deutlich später. Aber wir hatten wieder einmal Glück im Unglück - die Besitzer des Autohauses hatten auch einige Gästezimmer und wir konnten für die Nacht unterkommen und es wird von der Renault Assistance bezahlt. Richtig, ein Autohaus mit Gästezimmer. Wie oft gibt es sowas?!?

    Am Dienstag morgen sitzen wir beim Frühstück, als die Nachricht an uns herangetragen wird, dass es vom Toyota-Haus nicht gemacht werden kann - der Rußpartikelfilter war zugesetzt und musste von einem Renaulthaus "ausgebrannt" werden, hieß es. Wir konnten aber zum Glück selbst hinfahren. Das Autohaus lag wieder 30km nach Östereich hinein zurück über den verdammten Pass. Ich rief erstmal in der Firma an, dass mein Urlaub unfreiwillig einen Tag verlängert werden muss. Das war glücklicherweise kein Problem.

    Bei der Werkstatt angekommen wurde das Auto kurz beäugt und es hieß, dass die ganze Prozedur bis 15:00 mindestens dauere. Zum Glück war ein Einkaufszentrum mit etwa 40 Läden in kurzer Laufreichweite, dass wir uns wenigstens etwas Zeit vertrödeln konnten, jedoch um kurz vor zwei hatten wir alles von Interesse gesehen - Insbesondere einen Bäcker mit Drive In, der uns sehr verwunderte, zu Mittag gegessen und uns taten die Füße weh, also gingen wir wieder ins Autohaus. Es wurde 16:00 bis das Auto fertig war. Sie haben den Filter ausgespült statt ihn zu ersetzen (von "ausbrennen" war keine Rede mehr) was uns mit einer Rechnung von etwas über 300€ beglückt hat - statt über 1500€ für das Austauschen. Wieder Glück im Unglück. Jetzt endlich um etwa 16:30 konnten wir unsere Reise nach Hause fortsetzen und ein letztes mal über den Fernpass fahren.

    Die letzten 450Km Strecke verliefen ohne größere Zwischenfälle und wir sind letztendlich um 21:15 Uhr - einen Tag und etwa 2 Stunden hinter unserem Zeitplan - zu Hause angekommen. Jetzt bräuchte ich eigentlich Urlaub vom Urlaub

    Ich hoffe, die Geschichte hat euch etwas erheitert und erklärt, warum ich erst mit einem Tag Verspätung wieder für euch da sein konnte.

    Liebe Grüße,
    Christian
    Geändert von Community-Chris (13.09.2014 um 14:36 Uhr)

  2. #2
    Eingeweihter Ausweider 7eggert befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von 7eggert
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    Standard

    Willkommen zurück - da kannst Du Dich bei GL ja verleichsweise entspannen :-/

    Kann man den Partikelfilter denn nicht mehr(?) reinigen, in dem man im etwas kleineren Gang über die Autobahn heizt? Ich meine, mich daran zu erinnern.

  3. #3
    Padawan Community-Chris befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard

    Ahoi 7eggert.

    Keine Ahnung - das ist die Familienkutsche meiner Frau - ich selbst fahr einen kleinen Benziner japanischer Herstellung. Rein logisch hast du sicher recht, aber die Frage ist eben ob logik einem bei Renault weiter hilft

    Liebe Grüße,
    Christian

  4. #4
    Benutzer athene52 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von athene52
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    Standard wenn einer eine reise macht^^

    dann kann er was erzählen^^dann ist ja gut, das ihr gesund zu hause angekommen seit:-))
    Geändert von athene52 (19.09.2014 um 11:14 Uhr)

  5. #5
    Padawan GandalfDerWeisse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von GandalfDerWeisse
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    Cool Benzin- und Dieselkutschen

    Zitat Zitat von Community-Chris Beitrag anzeigen
    Ahoi 7eggert.

    Keine Ahnung - das ist die Familienkutsche meiner Frau - ich selbst fahr einen kleinen Benziner japanischer Herstellung. Rein logisch hast du sicher recht, aber die Frage ist eben ob logik einem bei Renault weiter hilft

    Liebe Grüße,
    Christian
    Hallo,

    fahre schon 20 Jahre Dieselkutschen von Renault und kann nicht klagen! Mein jetziger hat auch schon 220000 Km auf der Uhr und läuft ohne Probleme...ist vor 2 Monaten ohne Mängel durch den TüV!

    Axt zum Grusse

    GandalfDerWeisse
    cool sein ist out ...!

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