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  1. #1
    Spam-Lehrling Community-Markus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von Community-Markus
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    Standard Fortsetzungsgeschichte "Das Verderben"

    Seid gegrüßt Ihr Krieger, Barden, Druiden und fahrendes oder schaustellendes Volk!

    Ich habe mir gedacht, die Questreihe "der eisige Weg" fand durchaus ein wenig Anklang unter Euch, auch wenn so mancher sich gewünscht hatte, die Mythen der Wikinger wiederzufinden und mir durchaus sein Missfallen über die, zwar humorige, jedoch zu sehr vom Wikingerleben abgekoppelte Questreihe mitgeteilt hat.

    Unser Fokus bei der Questgestaltung liegt in den kommenden Wochen natürlich auf dem neuen Content der mit dem laufenden Wikinger seinen Einzug findet. Was allerdings nicht bedeutet, dass wir Community Manager in unserer Freizeit unkreativ sind und nicht auch mal die Feder schwingen können.
    Anbei findet Ihr eine kleine Geschichte, die ich gerne fortsetzen möchte… oder eventuell sogar in der einen oder anderen Questreihe einbauen werde.. wir werden sehen, eine Geschichte sollte sich ja immer während dem Schreiben weiterentwickeln!

    Gronenland war seit jeher ein Land der Veränderungen, der fleißigen Handwerker sowie der mutigen Krieger, jedoch auch der Mythen und Legenden, der idyllischen Örtchen und abgelegenen Enklaven.

    In diese Welt wird unser Held verschlagen und damit beginnt unsere Geschichte um Verrat, Eifersucht, Neid aber auch Freundschaft, der mutigen Heldentaten und der Treue zu sich selbst - eine Eigenschaft die sich besser jeder Nordmann recht früh aneignet, wenn er nicht seine Prinzipien verlieren möchte.

    Prolog

    Raðvaldur schritt den mit Schnee gepflasterten Weg in Richtung Turku entlang. Er trug die wenigen Habseligkeiten, welche er aus dem Feuer retten konnte gut verschnürt auf dem Rücken.

    Das Feuer... ein Ereignis das sein Leben auf schmerzliche und unwiderbringliche Art und Weise verändert hatte, das Feuer in dem er sein geliebtes Weib und seinen Sohn verloren hatte, das Feuer das ihm sein Vieh geraubt und alles Hab und Gut genommen hatte, das Feuer das von Banditen gelegt worden war, aus Ärger, dass sie bei ihm keiner wertvollen Beute habhaft werden konnten. Er konnte seiner Familie nicht helfen, da eine Überzahl an Banditen ihn festhielt und ihn zwang mit tränenden Augen dem Flammenschauspiel zuzuschauen während er die Schreie seiner Frau vernahm.

    Sein Herz war leer und frostig wie dieser Morgen.
    Die Sonne welche gerade über dem Horizont hervorkam, hatte noch keine Kraft und spendete keinerlei Wärme, denn þorri hatte erst begonnen, der Kälteste aller Wintermonate. Aber er hätte sie ohnehin nicht gespürt, er fühlte sich entmannt, mutlos und ohne Hoffnung - und Wärme würde er ohnehin sobald nicht mehr spüren.

    Er hatte alles verloren und dennoch ging er noch aufrecht, atmete noch und klammerte sich an das, was von seinem Leben noch übrig war, denn er wusste, die Tafel in Walhalla würde ihn noch nicht willkommen heißen und erst recht nicht, wenn er sich ängstlich wie ein Kind selbst das Leben nahm.

    Er war kein Krieger denn wie es der Brauch war, hatte er als ältester Sohn den Hof des Vaters übernommen. Sein Bruder Álft hatte den Weg des Händlers gewählt und war in Turku nun ein angesehener Mann mit großem Haus, heiler Familie....... Nein, Raðvaldur war nicht neidisch. Jedoch fragte er sich, was das Leben nun noch zu bieten hatte nachdem.... Er wischte alle Gedanken beiseite und stapfte weiter Turku entgegen.

    Am späten Vormittag erreichte er das geschäftige Turku, Händler eilten mit Karren und Handelswaren über die lehmigen Gassen und hatten keinen Blick für andere Menschen über, Turku war schon eine kleine Stadt und Städter waren Raðvaldur schon immer suspekt erschienen, warum sollte sich jemand freiwillig an einem solch enggepackten Ort ansiedeln, wenn es doch andernorts so viel Platz gab?

    Raðvaldur war nur einmal zuvor in Turku gewesen, hatte aber einen ausreichenden Orientierungssinn um das Haus seines Bruders zielstrebig anzusteuern.
    Es war noch uneinladender gestaltet als er es in Erinnerung hatte, schwarze Holzdrachen flankierten die Pforte an der er nun stand wie ein Bittsteller, ein Zustand der Raðvaldur zuwider war.

    Er klopfte und nach wenigen Augenblicken konnte er schwere Stiefel auf dem Dielenboden Richtung Tür kommen hören. Die Tür öffnete sich abrupt und er stand seinem Bruder Álft gegenüber der ihm zunächst überrascht und dann voller Hass entgegenblickte. Álft und er waren in der Kindheit unzertrennlich und hatten gemeinsam so manches Huhn auf dem elterlichen Hof in Angst und Schrecken versetzt. Aber ihr Vater, ein gestrenger Mann, hatte Raðvaldur stets bevorzugt was spätestens im Jungendalter zum Zerwürfniss zwischen den beiden Brüdern führte.
    "Wenn das nicht mein erhabener Bruder Raðvaldur ist, müsstest Du nicht Deine Kühe melken oder deinen Stall ausmisten? Was treibt dich vor meine Tür?"
    Raðvaldur hatte vieles erwartet aber dieser tief sitzende Hass erschreckte ihn. Raðvaldur erklärte seinem Bruder von den jüngsten Ereignissen, ohne dass dieser mit der Wimper zuckte oder ihn gar in sein Haus bat. Als er geendet hatte, sprach sein Bruder in immer noch zornigem Ton "also hast Du nun alles verloren? Wie tragisch! Und dein erster Weg führt dich zu deinem jüngeren Bruder der dir natürlich vollkommen selbstlos helfen würde! Du kannst im Stall schlafen". "KNECHT!!!" schrie er und nach kurzer Zeit erschien ein buckeliger, alter Mann. Auch der alte Mann wurde Ziel dieses verächtlichen und hasserfüllten Blicks und musste sich schnell vor dem schweren Stiefel Álfts in Sicherheit bringen, was ihm für sein Alter und seinen großen Buckel sehr geschwind gelang. "Wenn ich dich rufe, hast du dem sofort Folge zu leisten du alter Krüppel, nun bereite diesem dort ein Nachtlager im Stall, er wird in unseren Zinnminen eine Aufgabe finden!"
    Der Alte brachte Raðvaldur in den Stall, es roch muffig und die einzige Wärme in diesem Raum kam von ein paar Zugochsen die wohl mit ihm diesen Schlafplatz teilen würden. Er war nun tiefer gesunken als jemals zuvor und musste seinem Bruder zu Diensten sein um nicht auf der Straße zu sitzen. Er drehte sich um und taxierte den Knecht mit einem Blick. "Ihr seid flink für …" Raðvaldur blieb unwillentlich mit seinem Blick an dem riesen Buckel des Knechts hängen"… für Dein Alter".
    Der Alte schaute ihn aus listigen, wissenden Augen an "Mein Name ist Igol, mein Herr". Raðvaldur winkte ab "Ich bin nicht dein Herr, ich fürchte für die nächste Zeit sind wir eher Leidensgenossen".

    Die Wochen zogen ins Land und Raðvaldur war in der Mine seines Bruders eingesetzt, wo er schwer schuftete und unter den Schlägen der Aufseher zu leiden hatte, die ihren Hass erstaunlich gerne an ihm ausließen. Harte Arbeit war für ihn keine Neuerung, wie man unschwer an seinen vernarbten Muskeln sehen konnte, er war zwar zeitlebens ein freier Bauer gewesen, jedoch war es unschwer an seinen Muskeln erkennbar, dass hierbei nicht nur das Melken der Kühe seine Tätigkeit gewesen war. Der Knecht Igol war eine wertvolle Stütze geworden, er war nicht nur flink und konnte das eine oder andere mal Nahrung für Raðvaldur und sich selbst organisieren, er wusste auch von manch merkwürdigem Geschäft seines Bruders Álft und war sehr gut bewandert in der Behandlung von Raðvaldurs Wunden, die man sich in den engen, schlecht ausgeleuchteten Stollen sehr leicht einhandelte.

    Die ersten Frühlingsstrahlen durchbrachen bereits die dicken Wolkenbänder, der Kuckucksmonat hatte begonnen und ließ langsam die letzten Reste der zuvor ausgedehnten Schneedecke verschwinden.
    Raðvaldur war gerade dabei einen Sack Zinnerz aus dem Stollen zur Schmelze zu schleppen und folgte dem steinigen, schlecht beleuchteten Stollengang, als er lautem Krach gewahr wurde, es waren Kampfgeräusche die eindeutig vom Eingang des Stollens kamen, Raðvaldur legte den Sack mit Zinnerz beiseite und duckte sich um in Richtung des Stolleneingangs zu schleichen.


    Dort sah er ein Gemetzel, die Wachen der Mine kämpften hoffnungslos unterlegen gegen eine Übermacht aus wilden Kriegern mit Bemalungen im Gesicht, mit Fellen behangen und grimmigen, mordlüsternen Gesichtern.
    Er konnte rechterhand hinter einem Fass Igol entdecken, welcher sich dort niederkauerte und versteckte. Igol erspähte Raðvaldur und hob ein Kurzschwert hoch, er warf es in Richtung von Raðvaldur, jedoch schlug es auf dem harten Boden vor dem Stollen auf und das Geräusch wurde von den nächststehenden wilden Kriegern wahrgenommen die sofort auf Igol aufmerksam wurden, mit einem lauten Gebrüll rannten sie auf Igol zu, welcher plötzlich leichenblass geworden war.

    Raðvaldur rannte zum Kurzschwert, griff es sich und rannte nun seinerseits laut brüllend und angetrieben von Angst und Adrenalin auf die Krieger zu - die ihn noch nicht wahrnahmen.
    Einer der Wilden war an Igol heran und schmetterte ihn mit seinem Holzschild zu Boden, der Andere wurde von Raðvaldur mit einem Hieb in die Seite niedergestreckt, was den Ersten Krieger direkt auf ihn aufmerksam machte.

    Grimmig schaute der Krieger auf seinen gefallenen Gefährten und durchbohrte Raðvaldur mit einem angsteinflößenden Blick. Mit seiner schweren Axt hieb er auf Raðvaldur ein, der mit seinem Schwert diese starken Hiebe kaum blocken konnte, er rollte sich zur Seite ab was den Wilden aus dem Konzept und Gleichgewicht brachte.

    Raðvaldur nutzte eine Öffnung in der Deckung des Wilden und stieß dem Krieger das Schwert in die Seite wo es stecken blieb! Der Wilde fiel jedoch nicht etwa um, er schaute erstaunt auf den Griff des Schwertes und dann auf Raðvaldur, machte einen riesigen Schritt auf ihn zu, hob seine riesige Pranke und donnerte ihm diese ihn das Gesicht.

    Bevor alles Schwarz um Raðvaldur wurde, konnte er noch das Knacken seiner Nase hören… und leider auch spüren.

    Er träumte von Feuer und den Schreien seiner verstorbenen Familie. Hin und wieder erwachte er jedoch und erkannte, dass er an Bord eines Schiffes sein musste, er konnte auch kurz Igol auf den Bootsplanken vor sich liegen sehen. Schnell verlor er jedoch wieder das Bewusstsein und stürzte in ein tiefes Nichts, er hieß die Schwärze willkommen, denn sie machte ihn die seelischen Schmerzen, welche ihn nun seit Monaten plagten, für eine Weile vergessen.

    -Fortsetzung folgt-
    Geändert von Community-Markus (24.01.2014 um 14:04 Uhr)

  2. #2
    Wär gern cool Fajabala befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von Fajabala
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    09.02.2011
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    74

    Kaffee Na geht doch^^

    Gut gelungen... Jetzt werde ich auf den Gang in die Bücherei verzichten und gespannt auf die Fortsetzung warten.
    Mit freundlichen Grüßen

    Fajabala

  3. #3
    Padawan GandalfDerWeisse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von GandalfDerWeisse
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    24.09.2011
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    570

    Beitrag Geschichten...Legenden und Mythen...

    Hallo,

    eine Fortsetzungsgeschichte ist eine gute Idee...bin gespannt auf das, was da noch so kommen mag

    Hoffe es wird sich für alle im Gronenland lohnen...

    Gruß
    GandalfDerWeisse
    cool sein ist out ...!

    Qui habet aures audiendi, audiat! ... wer Ohren hat zu hören, der höre!
    Qui multa loquitur non multum loquaris...wer viel redet hat wenig zu sagen!

    befreundete Gilden: Druidenzirkel, Yggdrasil und Wächter der Nacht

  4. #4
    Jungspund Gantroppa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    17

    Standard Fortsetzungsgeschichte ist eine gute Idee

    Zitat Zitat von GandalfDerWeisse Beitrag anzeigen
    Hallo,

    eine Fortsetzungsgeschichte ist eine gute Idee...bin gespannt auf das, was da noch so kommen mag

    Hoffe es wird sich für alle im Gronenland lohnen...

    Gruß
    GandalfDerWeisse
    Hallöle

    stimme Gandalf da zu, immer her mit den Geschichten.

    LG
    Gantroppa

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