Update: Ubisoft UK hat inzwischen eine offizielle FAQ zu dem Thema veröffentlicht, die einige Details zu dem genannten Kopierschutz näher beleuchtet. Beispielsweise wird erläutert, dass es definitiv keinen Offline-Modus geben wird. „>Wenn man die Internetverbindung verliert, pausiert das Spiel, während es versucht, sich neu zu verbinden. Sollte die Verbindung nicht wiederhergestellt werden können, kann man das Spiel dort wieder aufnehmen, wo man es verlassen hat, oder vom letzten Speicherstand aus“, heißt es hier. Die Online-Anbindung muss damit nicht nur zum Spielstart, sondern stetig aufrecht erhalten werden. Ganz gleich, in welchem Spielmodus.
Zwar sei sichergestellt, dass man selbst mit der “>langsamsten (A)DSL-Verbindung“ spielen könne, doch werden Spieler, die beispielsweise mobil ohne eine Verbindung zum Internet mit dem Laptop zocken, in keinen Spielgenuss kommen. Aufgrund der Anbindung an den Account sei es “derzeit“ außerdem nicht möglich, ein Spiel wieder zu verkaufen.
Dafür verspricht Ubisoft, keine weiteren Daten zu sammeln und weiterzugeben bzw. keine versteckten Dienste im Hintergrund laufen zu lassen, wenn ein Spiel beendet wurde. Lediglich eine Synchronisations-Routine werde nach dem Schließen eines Spiels gleiche kurz die Daten mit dem Account ab. Sichtbar sei sie durch ein geöffnetes Fenster und könne darin auch abgebrochen werden. Im Falle eines Abbruchs werden die Daten beim nächsten Spielstart ausgetauscht. Ubisoft wird übrigens bei den „>meisten anstehenden Spielen [von dem System] Gebrauch machen“.
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Die Spieleindustrie musste in den vergangenen Jahren immer wieder einen scheinbar ewig dauernden Kampf gegen die Raubkopierer-Szene führen. Selbst Titel, die trotz aufwendiger Kopierschutzmaßnahmen eigentlich niet- und nagelfest sein sollten, wurden geknackt und gelangten teilweise sogar an die Spitze der Software-Piraterie-Charts (zum Beispiel Maxis/EA's-Evolutionssimulation "Spore").
Auch Ubisoft hat die Einbußen satt und hatte bereits im Sommer letzten Jahres angekündigt, eine neue Maßnahme gegen Raubkopierer einzuführen. Und nun ist es soweit: Auf einen klassischen Kopierschutz wird verzichtet, stattdessen soll das System anderen Plattformen bzw. Diensten wie "Steam" oder "Games for Windows Live" ähneln. Demnach wird ein Spiel per Aktivierung an euren Ubi.com-Account geknüpft und kann so also beliebig oft installiert werden, zudem ist keine Disc für den Spielstart notwendig. Savegames sollen online abgelegt werden. Soviel zu den Vorteilen.
Der Nachteil ist allerdings, dass eine aktive Internetverbindung ein absolutes Muss ist. Soll heißen, dass ihr online sein müsst, um euch zu verifizieren und ein Spiel überhaupt zu starten und später Spielstände abzuspeichern. Ubisoft's System wird bereits in der Beta von "Die Siedler 7" angewendet und dürfte wohl demnach auch in der Vollversion des Aufbau-Strategiespiels präsent sein. Das Ganze dürfte nicht nur Raubkopierern den Tag vermiesen, sondern auch ehrlichen Kunden, die ihr Exemplar einfach nur weiterverkaufen möchten.
Die Kollegen von Gamespy.com haben bei Brent Wilkinson von Ubisoft bezüglich der eigenen Meinung des Unternehmens über die Nachteile der neuen Anti-Piraterie-Maßnahme nachgehakt - hier gibt man sich jedoch optimistisch: >"Wir denken dass die meisten Leute damit gut zurecht kommen. Die meisten Menschen sind immer mit dem Internet verbunden." Ob das Ganze den gewünschten Erfolg zeigt, bleibt abzuwarten.
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