ACTA - EU unterzeichnet ACTA unter schwerem Protest
Bis auf fünf Staaten haben alle EU-Mitglieder in dieser Woche den umstrittenen internationalen Pakt gegen Produktpiraterie unterschrieben. Das Handelsabkommen zur Abwehr von Fälschungen (Anti-Counterfeiting Trade Agreement; ACTA) gilt als großes Pendant der in der vergangenen Woche auf massiven Widerstand gestoßenen US-Gesetzesvorlagen Stop Online Piracy Act (SOPA) und Protect IP Act (PIPA) und wurde am Donnerstag in Tokio von Vertretern gegengezeichnet. Lokale Kundgebungen, Protestbewegungen im Internet und Hackeraktivitäten begleiteten die Unterzeichnung.
Japan, die USA, Kanada, Australien, Singapur, Südkorea und weitere Länder hatten das Abkommen bereits im Oktober vergangenen Jahres gebilligt. Allgemein wird erwartet, dass die fehlenden fünf EU-Staaten, darunter Deutschland, mitziehen werden. Als letzte Hürde muss das Abkommen vom Europaparlament und den nationalen Parlamenten abgesegnet werden. Mehrere EU-Parlamentarier haben bereits Widerstand angekündigt. Im polnischen Parlament zeigen sich Abgeordnete mit Guy-Fawkes-Maske, um ihren Widerwillen auszudrücken. Derweil attackierten Hacker die Website des EU-Parlaments und legten sie am Donnerstag für mehrere Stunden lahm.
ACTA ist ein völkerrechtliches Abkommen, das ursprünglich aus der Feder der USA und Japans stammt und von 37 Nationen in Geheimverhandlungen festgehalten wurde, was viele Kritiker angesichts fehlender Transparenz bemängeln. Grund zur Beanstandung liefern darüber hinaus die vage gehaltenen Formulierungen, die viel Spielraum lassen. Zwar wurden harte Sanktionen wie die Sperrung der Internet-Anschlüsse von Personen, die das Urheberrecht verletzen, inzwischen entfernt, doch fürchten Kritiker eine Zensur des Internets und Eingriffe in die persönliche Freiheit der Bürger. Unklar ist nach wie vor, ob ACTA gegen geltendes Recht in den EU-Mitgliedsstaaten verstößt.
Trotz der anhaltenden Proteste soll ACTA am 29. Februar Thema im Ausschuss für internationalen Handel (INTA) des EU-Parlament sein. Im Juni folgt plangemäß die Abstimmung. Für eine Verzögerung könnte der Rücktritt des ACTA-Berichterstatters der EU, Kader Arif, sorgen, der den Verhandlungsprozess als undemokratische "Maskerade" bezeichnet hat.
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Ich habe nachgedacht: Wenn das leben Dir Zitronen gibt, dann mach keine Limonade draus. Schmeiß' die Zitronen zurück! Wehr dich! Ich will Deine blöden Zitronen nicht. Was soll ich damit? Verlange nach dem Geschäftsführer. Das Leben solle es bereuen, Björn Plantholt Zitronen gegeben zu haben. Was glauben Sie, wen Sie vor sich haben? Ich jage Ihnen das Haus in die Luft – mit den Zitronen. Meine Techniker sollen Zitronengranaten erfinden und damit jage ich Ihr Haus in die Luft.