Fable: The Journey - Test 

Mit Spin-Offs ist es immer so eine Sache. Unter einem großen Label wird ein Spiel verkauft, was irgendwie nicht so ganz in die Reihe passt – oft aus gutem Grund. Wären die Entwickler vollends von ihrem Produkt überzeugt, könnten sie ebenso gut auf die Lizenz verzichten und versucht, etwas Neues zu erschaffen. Besser wird das alles nicht, wenn der kreative Kopf - Peter Molyneux – noch vor Release seines Quasi-Babys dem Entwicklerstudio den Rücken kehrt.
Willkommen in Albion
Natürlich ahnt ihr schon, dass Fable: The Journey (FTJ) genau so ein Fall ist. Dabei ist das Gameplay gar nicht mal schlecht, die Idee dahinter auch nicht, doch das Drumherum stimmt einfach nicht. Unter dem Fable-Logo wird hier für satte 45 Euro ein Vollpreisspiel für Kinect verkauft, was sogar gegen Titel aus dem XBLA-Store verliert, von anderen Vollpreisspielen gänzlich abgesehen. Es ist so übersichtlich, dass das gesamte Gameplay in wenigen Sätzen zu Papier gebracht werden kann, ohne sich als Schreiberling dabei groß anstrengen zu müssen.
Einer der wenigen Gründe, warum sich Fable: The Journey lohnt, ist die Story. Hier bringt auch die Lizenz am meisten, denn an allen Ecken und Enden finden sich Verknüpfungen zu den Vorgängern, was Fans immer ganz besonders freut. Zudem stimmt die Erzählweise, was nicht einfach ist bei einem Kinect-Spiel, das dem Spieler kaum Freiheiten lässt. Ihr übernehmt die Rolle des jungen, leicht mädchenhaften Gabriel, der zusammen mit einigen anderen Händlern im Konvoi quer durch Albion zieht. An seiner Seite sein Pferd Epona… ähh… Seren samt Wagen, mit dem ihr ständig unterwegs sein werdet auf eurer Reise. Und die beginnt recht überstürzt auf dem Weg zur Reaver-Gedenkbrücke. Ihr verpasst den Anschluss an eure Mannschaft und hetzt hinter der Truppe her, die es im tobenden Sturm gerade noch über die Brücke schafft. Bevor ihr sie jedoch überqueren könnt, wird sie von einem Blitz zerstört und eure Reise mit einem Umweg quer durch die Pampa beginnt.

Auf eurem Weg trefft ihr sehr schnell auf die Seherin Theresa, dem ersten großen Link zu den Vorgängern.

Wenn das Böse alles verschlingt, muss ein neuer Held für Albion her.
Auf eurem Weg trefft ihr sehr schnell auf die Seherin Theresa, dem ersten großen Link zu den Vorgängern.




