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Ex-THQ-Führungskraft Browne:

Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

Looki
Datum 14.04.2012 | 12:25 Uhr
Games News
Immer mehr Spielehersteller bezeichnen den Gebrauchtspielemarkt als Nagel für den Sarg der Spieleindustrie.
Die Gerüchte um potentielle Maßnahmen zum Blocken von Gebrauchtspielen in künftigen Konsolengenerationen haben zu starken Protesten seitens der Spieler geführt. Nichtsdestotrotz findet die Idee aus der Entwickler- und Publisherseite immer mehr Unterstützung. In die Diskussion eingeschaltet hat sich nun auch der ehemalige Vizepräsident der Core-Games-Abteilung von THQ, Richard Browne. Er befürwortet die wie auch immer geartete Unterdrückung von Gebrauchtspielen, weil diese schädlich für die gesamte Industrie seien.

Ich hoffe und unterstütze Microsoft und Sony aktiv dabei, dass sie die 'Nuclear Option' wählen [dt. etwa: „den roten Knopf drücken“ ;A.d.R.] und dem ein Ende bereiten“, so Browne in dem Beitrag von GamesIndustry International. „Beschert uns keine Gebrauchtspiele, gebt uns digitalen Zugang zu Software ab dem Tag, an dem sie in den Handel kommt. Ich denke nicht, dass wir damit auch nur einen kleinen Umsatzeinbruch sehen werden; ich glaube sogar, er wird steigen.

Browne teilt die Ansicht vieler Beschäftigten der Spieleindustrie, die argumentieren, dass der Gebrauchtspielemarkt einen schädlichen Einfluss auf die Branche besitzt, weil beim Handel aus zweiter Hand kein Kapital an die Hersteller fließt, gleichzeitig aber weniger Spiele aus erster Hand gekauft werden.

Die Diskussion hat mit dem Gerücht, der Nachfolger der Xbox 360 könne die Nutzung von Gebrauchtspielen unterbinden, neue Ausmaße erreicht. Während Händler angesichts wachsender digitaler Verkaufsplattformen immer abhängiger vom Gebrauchtmarkt werden, prognostizieren Entwickler den Tod für die Videospielindustrie, sollten Secondhand-Käufe weiter zunehmen. Laut Browne sind auch Branchenkrankheiten wie die fehlende Innovation bei Spielen und die Schließungen von unabhängigen Studios auf den Gebrauchtspielemarkt zurückzuführen.

Der ehemalige THQ-Mitarbeiter argumentiert, dass die Idee von Einzelspieler-Games in seinen Augen vom Aussterben begriffen sei. Hersteller gäben viel Kapital dafür aus, gute Mehrspieler-Modi zu kreieren, damit Spieler lange mit ihnen beschäftigt sind und ihre Titel nicht beispielsweise nach einmaligem Durchlauf weiterverkaufen. „Schaut euch das letzte Ninja Gaiden-Spiel an“, nennt Browne ein anderes Beispiel. „Warum besitzt es einen Mehrspielermodus? Was für einen Effekt soll der auf die Einzelspieler-Erfahrung haben? Es gibt keinen Grund für die Existenz des Mehrspielermodus; er macht keinen Sinn im Universum von Ninja Gaiden.“ Die Anfrage danach wird Browns Ansicht nach nicht zu einem deutlich verstärkten Budget für den Entwickler geführt haben, also habe die Implementierung Auswirkung auf das eigentliche Kernspiel gehabt. Ein geforderter Multiplayermodus auf Kosten der Einzelspielerkampagne.

Unternehmen wie Electronic Arts, THQ oder Ubisoft haben in der Vergangenheit bereits sogenannte Onlinepässe eingeführt, die neuen Spielen beiliegen und Online-Funktionen freischalten. Wer einen solchen Titel aus zweiter Hand erwirbt, muss den Pass für rund 10 Euro nachkaufen, um auf die entsprechenden Funktionen zurückzugreifen. Ähnlich wie Browne äußerte sich im Februar der Design Director des 'Saints Row'-Studios, Jameson Durall: „Letztendlich gehe ich fest davon aus, dass wir etwas gegen diese Problem [Gebrauchtspielemarkt; A.d.R.] unternehmen müssen, oder unsere Branche fällt auseinander.

11 Kommentare
Autor: Björn Plantholt
Datum 14.04.2012 | 12:25 Uhr
Quelle: Gamespot.com

Kommentare (11)

AlbertWesker28

geschrieben am 15.04.2012 um 15:38

AlbertWesker28

Möchtegern

Kommentar #11
112 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

nur weil die entwickler nicht das zeug haben ordendliche games raus zu bringen sind jetzt wieder die gebrauchtwaren händler schuld. jeder sucht immer die schuld bei dem anderen.

Grabbler

geschrieben am 15.04.2012 um 00:03

Grabbler

Jungspund

Kommentar #10
21 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

Brandheisse News: Volkswagen, Mercedes und BMW arbeiten an einen System, daß zukünftig nur noch einen Besitzer pro verkauften Auto erlaubt....

geschrieben am 14.04.2012 um 23:11

TRichie

Jungspund

Kommentar #09
10 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

EInfach nur Ausreden geldgeiler Chefs. Früher waren ja die Raubkopierer die schuld an den schlechten verkaufen haben. Nachdem die gesunken sind, vorallem jetzt auf der PS3 und Xbox, sind die gebrauchtkäufer schuld an schlechten Verkaufzahlen -.-

Die Ironie daran ist eig, das man dadurch zig kunden verägern wird, die zum einen Produkte nicht mehr kaufen und die anderen, die technisch begabt sind wohl an das cracken der systeme sich heranmachen werden xD

Naja ich befürcht das das wohl meine letzte Konsolengeneration sein wird, ich will keine 60 euro ausgeben und es danach weder weiterverkaufen oder jemandem ausleihen können.

geschrieben am 14.04.2012 um 17:05

KueheUmschubbsen_

Spam-Meister

Kommentar #08
2817 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

kleine spieltheorie für die contentmafia, zu der spiele ja anscheinend auch immer mehr dazu gehören wollen:

wen mir, dem kunden, eure regeln nicht gefallen, dann kann ich sie auf diverse arten und weisen umgehen. sei es durch leechen, sei es durch boykott (entweder die alten spiele zocken oder eben gar nicht mehr, das ginge auch), sei es durch sonstwas.

wen euch meine regeln nicht gefallen, die da in etwa lauten: spielspass und preis/leistungsverhältniss, dann könnt ihr euch daran entweder anpassen, oder verzichtet auf mich als kunden.

wenn ihr auf zu viele kunden verzichtet, seit ihr am arsch, auf deutsch gesagt.
wenn ich auf eure regeln verzichte, passiert garnichts.

also wer glaubt ihr, sitzt jetzt am längerem hebel?

und wenn man am kürzeren hebel sitzt, sollte mans ich überlegen, wie laut man herumposaunt.
sonst kommt man ganz schnell auf die "von dem drecksverein kaufe ich nix mehr!" -liste, die der eine oder andere inzwischen sicherlich im hinterkopf hat.

geschrieben am 14.04.2012 um 15:42

diefohr

Spam-Lehrling

Kommentar #07
476 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

Die Spielehersteller und Publisher machen in meine Augen den gleichen Fehler den schon die Musik und Filmindustrie gemacht hat. Sie produzieren an den Wünschen und Bedürfnissen, sowie dem sich ändernden Nutzungsverhalten der eigenen Kunden vorbei.
Wer sich als Anbieter einer Dienstleistung oder Produktes gegen das Kundenverhalten richtet, der Schaufelt sich sein eigenen Grab!
Wie kann man in den Chefetagen nur so blöd sein und wirklich glauben, das die sinkenden Verkaufszahlen am Gebrauchtmarkt liegen, den es schon so lange gibt, seit es überhaupt etwas zu kaufen gibt?
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Dazu kommt die Qualität eines Produktes, dass der Kunde haben will. Nur wenn der Hersteller dem nachkommt, dann genereiert er höhere Verkaufszahlen und zufriedene Kunden, die gerne wieder kommen.
Alles andere ist wirtschaftlicher Selbstmord. Aber naja, für so manche Publisher ist das wohl das beste was sie dem Kunden antun können ^^

Ark112

geschrieben am 14.04.2012 um 15:19

Ark112

Möchtegern

Kommentar #06
130 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

aha als nächsten komm den bücher auch noch dran^^ anstatt deine bibel zu verkaufen musst du sie verbrennen xD

geschrieben am 14.04.2012 um 13:51

Lupus_Barbatus

Jungspund

Kommentar #05
5 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

Na danke auch,

Erst geben sie uns (den Konsumenten) die Möglichkeit auch noch alte Spiele auf neuen Konsolen zu spielen und dann stellen sie fest dass ihnen der Markt "wegbricht" ... Ja ne - is klar!
Sollten die Spielehersteller nicht mal darüber nachdenken, warum dem so ist?
ich sehe da ein Dilemma der Unterhaltungsindustrie.
Alte spiele hatten noch etwas von originalität und neue Spiele haben (in meinen Augen) oftmals einen Geruch von aufgekochtem Spielprinzip, mit aufpolierter Grafik.
Nur um ein Beispiel zu nennen Super Mario Kart ist seit 1992 draussen und das Sielprinzip ist immer noch dass gleiche "fahre mit den Figuren des Super Mario Universums um eine Rennstrecke und bewirf den vor dir fahrenden mit Schildkröten". Es ist ja schön, dass ich das auf Nintendo 3Ds in besserer Grafik Spielen kann aber das Spielprinzip ist immer noch dass Gleiche.

1. Ein altes Spielprinzip lässt sich beim besten Willen nicht mehr als "neu" zu verkaufen, selbst wenn die grafik aufpoliert wird - ich denke da zum beispiel auch an Tetris - dass war auf dem "Original" Gameboy cool und wird es auch immer bleiben, dass ist bei mir in der "Tetris Hall of fame" an Platz1 und wird da auch nicht weggehen, egal wie viele neue Varianten es davon gibt. *Ttetris-Melodie summ*

2. Ich soll also für jede Neue Konsole alle Spiele neu kaufen?! Da hebe ich doch lieber die alten Konsolen auf, anstatt die komplette Sammlung zu erneuern. Das hat noch den Vorteil, dass ich mich nicht erst an einen neuen Controller gewöhnen muss. Wenn es wie z.B. bei Steam gelöst wäre - was ja durchaus funktioniert - erhalten die Publisher immernoch Geld.

3. Wenn ich dass mit Autoherstellern vergleiche, kommt für mich das Gefühl auf, als würde die Zulassungsstelle nur noch Zulassungen herausgeben die bis zum Ende eines 5-Jahres Zyklus gültig sind und auch nur für Neuwagen gelten, die innerhalb des Zyklusses gebaut wurden. Die Autos die Vorher gebaut wurden, müssen dann (auf kosten des Fahrzeughalters) entsorgt werden. Wer würde denn in so einer Welt noch Auto fahren... warscheinlich sehr viel weniger. Oldtimer wären nur noch in Museen zu bestaunen, die Tuning-Szene wäre tot und viele könnten sich kein Auto mehr Leisten.

4. Dadurch könnten sich natürlich ganz neue Vermarktungsstrategien entwickeln, da man den Konsumenten dann nach 4 Jahren ein neues Spiel vor die Nase wirft, dass die Features der neuesten Konsole (endlich :) voll ausnutzt, das ein gut durchdachtes Spielprinzip hat, dass der Konsument nicht auf die neue Konsole warten will und nachdem ein Jahr um ist, wirft man eine Neue Konsole auf den Markt, die einfach "noch VIEEL besser" ist - wirft ein Paar nette Spiele dazu, die man aber auch noch Spielen können möchte (z.mehr Spielehersteller bezeichnen den Gebrauchtspielemarkt als Nagel für den Sarg der Spieleindustrie. B. Singstar - die aktuellsten Sommerhits) und schon hat man den Konsumenten wieder an der Ladentheke.

In diesem Sinne - Game boy rausholen und Tetris spielend

Lupus _Barbasrtus

AdaWong08

geschrieben am 14.04.2012 um 13:26

AdaWong08

Leeroy Jenkins

Kommentar #04
1561 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

ja ist ja ganz toll dann müssen die sich aber auch überlegen, dass die nach ein paar jahren nicht mehr damit rechnen brauchen ,dass die dann noch konsolen verkaufen. die ps2 wird immer noch gut verkauft wieso? ja weil noch genug leute ihre alten games verkaufen. wo findet man bitte schön noch neue games auf alten plattformen klar noch ein paar aber die hand voll naja. die sollen das machen werden se schon sehen was die davon haben theorien kann ich auch ab lassen die kennen doch die zocker garnicht richtig

Megaloman

geschrieben am 14.04.2012 um 13:24

Megaloman

Eingeweihter

Kommentar #03
223 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

Meiner Meinung nach sollte man sich mal vor Augen führen, dass die Entwickler sich mittlerweile oftmals weniger über Raubkopierer als über den Gebrauchthandel ärgern. Dabei finde ich hört der Spaß da allmählich irgendwann auf - ich meine, wenn ich mir ein Spiel kaufe, warum soll ich dann nicht frei über das Spiel verfügen können?
Ich meine, stellen wir uns mal vor, so wie das im Moment mittlerweile läuft und übertragen das auf andere Bereiche:
Stellt euch vor, ihr kauft euch einen gebrauchten Golf in einwandfreiem Zustand - allerdings könnt ihr das Teil nicht fahren, weil es eine Gebrauchtwagen-Zündschlosssperre hat - um die aufzuheben muss man erstmal 1000EUR an VW überweisen.
Das wäre der Online-Pass in der Automobil-Welt.

Übertragen auf die generelle Gebrauchtspiele-Sperre hieße das, dass man kein Auto mehr wirklich verkaufen könnte und auch kein Auto gebraucht kaufen könnte, sondern jedes Auto bis zur Verschrottung behalten müsste.
Das schlimmste daran ist, dass es ja sogar vollkommen okay wäre, wenn die Autos, oder in dem Fall die Spiele, so konzipiert wären, dass man sie vielleicht ohnehin solange behalten würde, bis sie nichts mehr wert wären. Oder wenn sie einfach billiger wären - mal ehrlich, wer möchte für einen Singleplayertitel 60EUR bezahlen, wenn der nach 5 Stunden einem bereits die Credits zeigt und mir nur noch so bescheuerte Ideen verkauft wie dass ich nochmal 5EUR bezahlen könnte, um eine der weiblichen Figuren im Spiel während der gesamten Spieldauer im Bikini sehen darf?


(Dieser Kommentar wurde nachträglich von Megaloman verändert)
FreedomCall

geschrieben am 14.04.2012 um 13:06

FreedomCall

Spam-Lehrling

Kommentar #02
424 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

Klar sind Singleplayer Spiele dem Untergang geweiht.

Liegt aber weniger am Kunden, als an 60EUR teuren, 5 Stunden langen, viel zu linearen Spielen, die einem als das gelbe vom Ei verkauft werden.

Bringt die Kunden dazu ein Spiel nicht weiter verkaufen zu wollen, anstatt ihnen immer wieder was zwischen die Beine zu werfen. Sonst sind bald wieder die Raubmordtotschlagkopierer wieder Schuld und nicht der Gebrauchtmakt.

SicknesSx

geschrieben am 14.04.2012 um 12:42

SicknesSx

Eingeweihter Ausweider

Kommentar #01
620 Beiträge

Ex-THQ-Führungskraft Browne: - Gebrauchtmarkt "tötet" Singleplayer-Spiele

toll, und wenn man mal zu nem kollegen gehen will und nen angenehmes couch-coop spiel spielen will? müssen wir in zukunft online miteinander zocken nur weil das spiel an den account(und die konsole?) gebunden wird? und diese streaming kacke mit online games wird wiederrum ein ziel für hacker... hacker wollen sich das spiel einfach nich kaufen oder haben lust accs zu hacken, und futsch sind die daten! ergo: wiederrum unnötiger stress für den kunden.

ich finde einfach die entwickler sollten aufhören halbherzig bzw überhaupt mist zu produzieren, denn dann verkauft sich ein spiel auch... früher hat mans auch immer gekauft, und selbst heute verkaufen sich titel, die sich einen namen gemacht haben, einfach wie warme semmeln. oder wie wäre es, einfach mal mit dem preis runter zu gehen? manche spiele sehen aus wie eine softwarebaustelle oder eben wie *wie schmeiße ich ein spiel in einem monat auf den markt* aus ...

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