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Elements of War - Test PC


Allerdings sind die Missionen in 'Elements of War' in mehrere Abschnitte aufgebaut und werden immer wieder durch Zwischensequenzen und geskriptete Ereignisse unterbrochen. Auf diese Weise steht 'Trial & Error' an der Tagesordnung. Wenn man seine Gruppe nicht schnurstracks verlieren will, muss man daher erstens sehr bedächtig vorgehen und zweitens ständig speichern.

Unsere Männer im Feuergefecht.



Ein Beispiel: Wir sollen drei strategisch wichtige Punkte halten und verteilen dementsprechend unsere Einheiten. Der Zwischenauftrag ist erfüllt, eine Videosequenz spinnt die Geschichte weiter. Plötzlich taucht der Feind mit einer neuartigen Waffe an einer unserer Schlüsselpositionen auf. Unsere Kräfte sind zu schwach, um den Angriff abzuwehren. Die restlichen Einheiten kriechen zum Kampfschauplatz und werden aufgerieben. Taktikpunkte sind keine mehr vorhanden. Das bedeutet in 'Elements of War': Neu laden! Bereits vor fünf Jahren hat 'Company of Heroes' vorgemacht, wie sich Sackgassen vermeiden lassen und sich selbst Missionen, in denen man mit dem Rücken zur Wand steht, noch gewinnen lassen.

Wetter-Waffen



Das altbackene Gameplay steht im Kontrast zu der motivierenden Idee mit den wetterbasierten Waffen. Das erste High-Tech-Gerät dieser Art ist die Aurora. Mit ihrer Hilfe lässt sich eine elektrisch aufgeladene Wolke erzeugen, die alle Fahrzeuge in ihrem Bereich für einen gewissen Zeitraum außer Funktion setzt. Auch die späteren Wetter-Waffen bringen eine Menge Spielspaß in die apokalyptischen Spielwelt. Das Wetter spielt auch in einem weiteren Zusammenhang eine Rolle.
Während einer Mission ändert es sich - passend zum Szenario - stetig. Regnet es beispielsweise, so können wir mit unserem Offizier (alle Einheiten haben Spezialfähigkeiten) keine Luftunterstützung anfordern. Ebenso lassen sich keine Verstärkungen in der Landezone anfordern.

Das Interface hätte sinnvoller aufgebaut und optisch ansprechender gestaltet sein können. So sehen die Missionsziele etwa aus, als wenn sie jemand mit einem blauen Marker auf unseren Bildschirm geschmiert hätte. Neben der Übersichtlichkeit hapert es manchmal auch an der Nachvollziehbarkeit. So sorgt in einer Mission ein Fehler in der Missionsanzeige dafür, dass wir minutenlang nicht wissen, wie es weitergeht. Ansonsten funktioniert die klassische RTS-Steuerung aber recht ordentlich. Einzig das mühsame Drehen der Einheiten per Befehl wirkt störend.

Captain Wilson erörtert die Lage.



Coontääct



Grafisch ist 'Elements of War' kein Augenschmaus. Sicher, die Effekte der Wetter-Waffen sehen gut aus. Das lässt sich vom Rest des Spiels aber nicht behaupten. Die Optik wirkt altbacken. Insbesondere die Zwischensequenzen mit ihren Nussknacker-Charakteren sehen ziemlich unschön aus. Für ein RTS legt 'Elements of War' viel Wert auf die Geschichte. Etliche Cutscenes sowie die B-Movie-Story sorgen für trashige Unterhaltung. Akustisch gibt es einen nervigen Rock-Soundtrack auf die Ohren. Für Heiterkeit sorgen die englischsprachigen Befehle, die anscheinend von deutschen Sprecher vorgetragen werden: „Coontääct, coontääct wiz ze enemi.“ Schließlich ist man aber für jeden Frohsinn dankbar, wenn es einmal wieder „Neu laden“ heißt.
10.04.2011
02:06

Elements of War

Gameplay Trailer

(Cluster: nd01 - Sprache: de)