Die Sims: Mittelalter - Test 

Seit knapp elf Jahren weiß die Lebenssimulation 'Die Sims' die Gemüter von Jung und Alt, von Links bis Rechts und auch sonst aller Gesellschaftsschichten zu begeistern. Seit 2000 entwickelte sich dadurch auch eine Geldmaschine, die in der Videospielindustrie ihresgleichen wohl vergeblich sucht. Gefühlte tausend Addons erweiterten die drei Hauptspiele durch schicke, aber nutzlose Möbelstücke, durch Kleider, durch neue Jobs, neue Locations und neue Sims. Kein Wunder, dass auch der größte 'Die Sims'-Fan irgendwann einmal satt ist.
Um diesem für die Kassen von Electronic Arts sicherlich nicht gerade zuträglichen Zustand zu entgehen bzw. um ihn zu beseitigen, hat man sich bei den Verantwortlichen für einen ungewöhnlichen, aber auch recht interessanten Versuch entschieden, dessen Ergebnis seit kurzem in den Regalen steht und den Namen 'Die Sims: Mittelalter' trägt. Und der Name ist Programm, fragt sich nur, ob auch die Qualität der Vergangenheit angehört oder uns dieses Spin-Off wieder einmal glücklich macht.
Ein cleverer Schachzug
Die Idee 'Die Sims' einfach mal ins Mittelalter zu verlegen, mag anfangs an eines der vielen, teilweise sinnlosen Addons denken lassen. Doch bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass diese Zeitreise einiges an Frische ins Spielgeschehen bringt.
Denn der Szenenwechsel sorgt nicht nur für neue, lustige Jobs, sondern auch für ganz andere Bedürfnisse, deren Erfüllung ja Sinn und Zweck eines jeden 'Die Sims'-Spiels ist. Dabei geht alles ganz gewöhnlich los: In dem aus dem dritten Teil bekannten, umfangreichen Editor erstellt man sich den ersten von zehn Helden und darf dabei auf fast alles zurückgreifen, was man auch aus die 'Die Sims 3' kennt. So können Gesichter fast vollkommen frei gestaltet werden, Körpergrößen, Frisuren und Gewichte unterliegen lediglich den physikalischen Gesetzmäßigkeiten und auch Schmuck und Ähnliches lassen den eigenen Sim einmalig werden.






