Die Siedler 7 - Test 

Wenn ich plump in den virtuellen Raum hineinfrage, was man bei Siedler 7 so macht, kommt mit Sicherheit eine nominale, dennoch prägnante Antwort: Siedeln. Und damit liegt man dann auch nicht so verkehrt. Obwohl sich die Siedler-Reihe wie kaum ein anderes Franchise mit jedem neueren Teil neu ausgerichtet hat, blieb der Kern des wuseligen Siedelns irgendwie immer erhalten. Klingt logisch.
Sonst hätten beispielsweise die fünfte Auskopplung „Die Angreifer“ und der sechste Teil „Die Einsteiger“ geheißen. Würde man den neuesten Spross der Reihe auf seine eigene Ausrichtung reduzieren, wäre sicherlich „Die Mehrspieler“ ein passender Titel. Ist das ein Schritt in die richtige Richtung oder hätte man daraus lieber das vielsagende Spiel „Die einsteigerfreundlichen Angreifer/Forscher/Händler bauen eine Siedlung + Mehrspielermodus“ machen sollen. Nun, wenn man den Namen genauer betrachtet, ist aus Siedler 7 eigentlich ein solcher Hybrid geworden.
Alles neu macht die Sieben
Die Entwickler von BlueByte machten ernst als sie verkündeten, dass kein geringerer als Bruce Shelly in beratender Funktion an Siedler 7 mitarbeiten würde. Gerade mit Age of Empires 2 hatte er seinerzeit bewiesen, wie man gelungene Mehrspielerduelle ausrichtet. Die Richtung für den neuen Siedlerteil waren nun also vorgegeben. Er wusste auch gleich mit berechtigter Kritik am direkten Vorgänger zu helfen. Dieser spiele sich seiner Meinung nach so, als würde der Computer alles übernehmen und den Spieler den langatmigen Part des Beobachters überlassen. So unrecht hatte er damit nicht und BlueByte hat sich nun sichtlich bemüht, dem Spieler beim siebten Teil mehr Aufgaben an die Hand zu geben. Rückt gemütliches Siedeln bei der Sieben in den Hintergrund?





