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Das Schwarze Auge: Memoria - Test PC



Wenn es um Adventure aus deutschen Landen geht, fällt wohl jedem Fan gleich die passende Entwicklerschmiede dazu ein: Daedalic Entertainment. Bekannt geworden mit 'Edna', den Ruf gefestigt mit 'The Whispered World' und 'Deponia' sowie zwischendurch als Publisher diverse Perlen in den Handel gebracht. Im letzten Jahr erschien mit 'Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten' ein etwas anderes Adventure mit leichten Spartentouch. Angesiedelt im DSA-Universum, schien es so gar nicht massentauglich, konnte dann aber doch so weit überzeugen, dass mit 'Memoria' ein Nachfolger an den Start geht.

Zwiegespalten



Die Geschichte knüpft direkt an den ersten Teil an, was Fans erfreuen wird. Neulinge stehen hingegen wie der Ochs vorm sagenumwobenen Berg, denn egal ob Hauptcharakter Geron oder aber die in einen Raben verwandelte Fee Nuri – man erfährt einfach nicht, was es mit ihnen auf sich hat. Viel besser für Uneingeweihte verläuft der Einstieg auch zur zweiten Storyline nicht, die ihr spielerisch parallel zu Gerons-Zeitlinie erlebt.
Es geht knappe 500 Jahre in die Vergangenheit zu Prinzessin Sadja, die auf der Suche nach einem mächtigen Artefakt ist, um in der Wüste Gor gegen das Dämonenheer Borbards siegreich bestehen zu können.

Gor? Borbard? Aventurien? Pen & Paper? Wer nicht willens ist, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, findet zu 'Memoria' schlicht keinen Zugang. Das ist schade, gerade Neulinge hätten in der so lebendig ausgestalteten Welt von 'Das Schwarze Auge' durch Chroniken, Lexikoneinträge oder den einen oder anderen digitalen Rückblick viel besser Fuß fassen können. So müsst ihr euch drauf verlassen, wenn euch an dieser Stelle gesagt wird, dass sich der Ausflug storyseitig durchaus lohnt, selbst wenn man nur ein kleines Bisschen mit DSA anfangen kann. Veteranen kommen zurecht.

Spielerisch folgt Daedalic in weiten Zügen dem Vorgänger und springt immer wieder zwischen der Geron/Nuri- sowie der Sadja-Ebene hin und her. In ersterer versucht ihr, Nuri wieder zu ihrer wahren Gestalt zu verhelfen, was mit einem Zauber des fahrenden tulamidischen Händlers Fahi geschehen soll.

In Nahaufnahme wirken die Charaktere mitunter etwas plump.

Das Schwarze Auge: Memoria
25.06.2013
01:06
(Cluster: nd69 - Sprache: de)