Darksiders II - Vorschau 

Einer der vier apokalyptischen Reiter will die Erde retten? Statt der Apokalypse den letzten Feinschliff zu verpassen und ein für alle Mal einen Schlussstrich unter das Thema Existenz zu ziehen, will er den Planeten sogar wieder mit Menschen bevölkern. Klingt komisch, ist aber so: Ausgerechnet Tod setzt im neuen 'Darksiders 2' alles daran, die zu früh eingeleitete Apokalypse rückgängig zu machen und seinen Bruder Krieg zu entlasten. Der wird seit dem gelungenen Debüt der Action-Adventure-Serie nämlich für die katastrophale Misere verantwortlich gemacht, was einigen hohen Tieren im kosmischen Äther ziemlich gut gefällt. Zeit, dass Tod denen einen Besuch abstattet.
Das hat er sogar noch besser drauf als sein grimmiges Bruderherz Krieg. Im Rahmen einer ausführlichen Anspielsession konnten wir den blassen Reiter auf seinen Abenteuern in den ersten Stunden begleiten. Schnell machte er uns klar, dass er deutlich lockerer mit seiner Situation umgeht und auch etwas mehr auf dem Kasten hat, als sein stets etwas reserviert agierender Bruder. Klar, Tod läuft auch weder mit eigenem Wachhund herum, der rund um die Uhr auf ihn aufpasst, noch steht er selbst in der Schusslinie zwischen Himmel und Hölle. Das und die Tatsache, dass die rudimentäre Handlung seit dem ersten Teil bekannt ist, gewährt Entwickler Vigil Games die Möglichkeit, ihrem neuen Protagonisten und seinem Weg viel Zeit zu widmen. Eine gute AUsgangslage, wie sich schnell herausstellt.
Lone Rider
„Der Pfad der Gerechten ist auf beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer“, heißt es in Hesekiel 25:17 und besser hätte es auch Tod nicht ausdrücken können. War Krieg primär vom Motiv der Rache getrieben, fordert sein farbloser Bruder Gerechtigkeit – für alle Beteiligten. Dumm nur, dass ihn zunächst kaum jemand ernst nimmt. Allen voran nicht der Keeper of Secrets, der erste Boss, dem wir in 'Darksiders 2' begegnen. Nach einem kurzen Aufstieg durch den eisigen Veil, den wir gleich von Spielbeginn an mit unserem Pferd Verzweiflung hinter uns bringen, versucht der zottelige Bartträger, uns zu hintergehen.
In Form von Krieg und mit dessen Fähigkeiten ausgestattet, greift uns der Greis schließlich an. Er hätte es besser wissen müssen: Wir packen den Hammer aus, den wir von einem der zuvor erledigten Eisgegner erbeutet haben, und dreschen mit massiven Schlägen auf die Illusion ein. Das Kampfsystem ist wie beim Vorgänger schnell erlernt und geht sogar noch flüssiger von der Hand: Tod beherrscht Luft- wie Bodenkombos, die er im Laufe des Spiels mit gefundenem Gold freischaltet – Seelen gehören der Vergangenheit an. Ein Button aktiviert seine Hauptwaffe - die Sensen -, ein zweiter die Alternativschwinger.






