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Animal Crossing: Let's go to the City - Test Wii




Nintendo-Wii-Besitzer warten auf die volle Dröhnung „Hardcore“-Games. Spiele, die sie auch tagelang begeistert zocken und von Ihnen Know-How und Durchhaltevermögen abverlangen. Spiele, mit denen ein Anfänger nur bedingt Spaß haben kann. Nintendo lässt da seine alten Fans leider ziemlich im Regen stehen, denn wenn wir mal ganz ehrlich sind, so konnten sich Besitzer einer Playstation 3 oder Xbox 360 zeitweise gar nicht vor Neuveröffentlichungen retten, während die Nintendo Wii immer mehr zustaubt. Ein Herz hat Nintendo zumindest für Fans der Simulationsserie Animal Crossing. Als dieses Spiel 2001 auf dem N64 das erste mal erschienen ist, haben wir nicht damit gerechnet, dass es je in den Westen kommen würde. Als 2004 dann doch tatsächlich die erweiterte Gamecube-Version erschien und zwei Jahre drauf Animal Crossing: Wild World für den Nintendo DS begeisterte, hatte die süße Lebenssimulation die Spieler Europas vollends überzeugt.

Mitten im Leben



Der neueste Teil namens Animal Crossing: Let's Go to the City hat somit natürlich nicht auf sich warten lassen und war im Grunde das Highlight der E3 2008. Wahlweise liegt dem Spiel auch die Hardware-Erweiterung Wii Speak bei, welches erstmals ermöglicht während des Spielens mit anderen Mitspielern direkten Sprachkontakt aufzunehmen. In der Simulation könnt Ihr also auch über das Mikro mit anderen Besuchern Eurer Stadt zu reden. Alternativ greift Ihr weiterhin auf die Tastatur im Spiel zurück. Bevor Ihr aber Gäste einladet, kümmert Ihr Euch erst einmal über das Dorf in dem Ihr neuerdings im Spiel wohnt. Habt Ihr Animal Crossing: Wild World bereits gespielt, könnt Ihr Euren Charakter aus dem Savefile der Handheldversion übernehmen. Unmittelbar daraufhin kauft Ihr Euch ein Haus auf Pump von Tom Nook und arbeitet für den Waschbären um den Kredit abzubezahlen. Stottert Ihr die Schulden nicht gerade ab, redet Ihr mit den anderen Dorfbewohnern und tauscht mit Ihnen Einrichtungs-Gegenstände für Eure Häuser.
Das Geld für Eure Shoppingtouren treibt Ihr durch den Anbau von Obstbäumen und Fischerei auf. Habt Ihr Spaß daran, könnt Ihr auch Insekten mit dem Kescher einfangen oder Fossilien im Boden ausgraben. Da Animal Crossing: Let's Go to the City in Echtzeit abläuft, findet Ihr in den Wäldern je nach Jahres-, Tages- oder Nachtzeit unterschiedliche Lebewesen, die Tom Nook Euch auch je nach Wert besser bezahlt. Euer erstes Haus habt Ihr sicher schnell abbezahlt, aber anschließend könnt Ihr Euer Eigenheim auch ausbauen lassen um es schöner einzurichten. Die anderen Mitbewohner Eures Dorfes ändern die Ausstattung Ihres Hauses nun auch regelmäßig, so dass nichts lange so bleibt, wie es war, als Ihr in das Dorf eingezogen seid. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten verändert sich auch die Umgebung, Schnee fällt oder die anderen Charaktere machen einen schönen Sommerspaziergang und sind zum tratschen aufgelegt. Je nach dem wie viel Zeit Ihr Euren Nachbarn widmet, umso mehr mögen sie Euch, schenken Euch schon einmal Gegenstände oder fühlen sich von Euch vernachlässigt und ziehen in andere Städte um. Besuchen Euch andere Animal Crossing-Spieler in Eurem Dorf, könnt Ihr Obstsorten austauschen. In unserem Fall hatte unsere Stadt zuerst nur Kirschen. Nachdem wir mit anderen Spielern Obsthandel betrieben haben, konnten wir auch Orangen und Birnen anbauen, die beim örtlichen Tom Nook einen wesentlich höheren Verkaufswert erreichen. Es ist aber völlig egal was Ihr gerade macht, denn Animal Crossing: Let's Go to the City schreibt Euch niemals vor, was Ihr tun sollt. Ihr könnt Stunde um Stunde durch die kleine Welt laufen und Angeln und einfach mal die Seele baumeln lassen. Im Gegensatz zu einem Harvest Moon habt Ihr also keinerlei Zwänge und Aufgaben für Euch, außer jene, die Ihr Euch eben selbst auferlegt. Das ist leider aber gleichzeitig der Grund, wieso Animal Crossing: Let's Go to the City recht langweilig werden kann. Habt Ihr die Vorgänger schon gespielt, entdeckt Ihr kaum Neuigkeiten und das Wii-Spiel wirkt eher wie ein Update. Auch die neue Stadt kann kaum länger motivieren, da die einzelnen Läden auch so in den Wald hätten integriert werden können.

Durch das Stadttor könnt Ihr andere Städte besuchen, es sei denn Ihr habt die Freundescodes vorher ausgetauscht.

Animal Crossing: Let's go to the City
12.12.2008
01:39

Animal Crossing: Let'...

Vom DS auf die Wii

12.12.2008
01:42
(Cluster: nd01 - Sprache: de)