Alarm für Cobra 11: Crash Time - Test 
Frage: Was macht eine Lizenzumsetzung aus? Ein größtenteils grottiges Gameplay, eine bescheidene Optik oder eine verkorkste Steuerung? Gut, in 90% der bekannten Fälle stimmt das auch, aber eigentlich heißen Lizenzspiele ja nicht umsonst Lizenzspiele. Immerhin bieten solche Spiele vorrangig Filmsequenzen sowie Originalcharaktere und -stimmen zur entsprechenden Vorlage. Warum wir Euch das noch einmal so vor Augen führen? Ganz einfach: Alarm für Cobra 11: Crash Time bietet nichts von allem, könnte also locker auch einen anderen Namen tragen. Wie nicht anders zu erwarten und von den Vorgängern bekannt, ist auch Crash Time ein Rennspiel, dass Euch auf hiesigen Autobahnnetzen und Innenstädten durch die Gegend hetzen lässt. Mehr als die Originalnamen – Tom, Semir und Chris - und leidlich spannend vertonte Texteinblendungen, die wohl irgendetwas wie eine Story innerhalb der insgesamt acht zu lösenden Fälle sein sollen, gibt es jedoch nicht. Das Drehbuch der Fälle ist Trash in Reinkultur, passt dementsprechend aber recht gut zur nicht allzu anspruchsvollen TV-Serie. Wo bin ich hier gelandet?
Die „Kampagne“ von Crash Time bietet, wie bereits, erwähnt acht von vorne bis hinten bescheuerte Fälle, die jeweils in Untermissionen gegliedert sind. Zusätzliche Bonusrennen und Fahrzeuge spielt Ihr durch Eure Erfolge in den Missionen frei.
Hierbei kommen wir jedoch schon zum großen Schwachpunkt des Spiels: Das Gros der Aufträge ist mit der Zeit derart monoton, dass man bereits nach einer knappen Stunde den größten Teil der Unterschiede zwischen den Missionen aus dem FF kennt. Entweder kutschieren wir von einem Punkt der Strecke bis zum anderen, fahren Checkpoints ab, verfolgen verdächtige Fahrzeuge und müssen dabei einen Mindest- und Maximalabstand beachten oder rempeln motorisierte Straftäter von der Strecke, um sie zum Stehen zu bringen. Viel mehr als diese Variation bekommt Ihr im Spiel nicht zu sehen. Mit welchem Fahrzeug Ihr dabei auf der Straße für Recht und Ordnung sorgt, ist in den Fällen von der jeweiligen Mission abhängig. So dürft Ihr im Spielverlauf unter anderem in einem stinknormalen Polizeiauto, aber auch in den Zivilautos der Ermittler Platz nehmen, macht es Euch später in einem Jeep bequem, bestreitet Undercover-Rennen mit einem getunten Fahrzeug oder brettert mit einem Spürpanzer über einen Übungsplatz.






