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Just Cause - Test Xbox 360




Viva la Revolucion! Mit diesem eingängigen Schlachtruf, den schon seinerzeit Kubas Staatschef Fidel Castro und sein charismatischer Mitstreiter Che Guevara einst ausgaben, kann man am besten das Xbox360 Erstlingswerk Just Cause von den Avalanche Studios beschreiben. Korruption, Drogen, Machtränke und jede Menge bleihaltige Action vor einer traumhaft schönen Kulisse. Und ihr natürlich mittendrin. Ob dieses Far-Cry Next-Gen Konzept aufgeht, verrät euch der Test.

Da staunt selbst Kubas Fidel



Sonne, Strand und Meer – so weit das Auge blicken kann. Wer träumt bei diesem nasskalten Herbstwetter nicht davon? Dazu noch einen eisgekühlten Cocktail oder ein leckeres Bier und nette Frauen rings umher. All das könnte auch Agent Rico Rodriguez haben. Doch anstatt genüsslich einen Cocktail zu schlürfen, muss er sich im Auftrag der US-Regierung in einen Helikopter schwingen, um auf der Insel San Esperito ein Regime zu stürzen.

Denn Präsident Salvador Mendoza ist den Amerikanern schon längst ein Dorn im Auge, ist er doch im großen Stil im internationalen Drogengeschäft tätig und besitzt, wie sollte es auch anders sein, natürlich jede Menge Massenvernichtungswaffen. Auch mit einigen paramilitärischen Staatsfürsten wickelt er seine dubiosen Geschäfte ab. Und hier kommt ihr als Rico Rodriguez ins Spiel. Denn kaum ist das Intro über euren Bildschirm geflimmert, befindet ihr euch auch schon im Sturzflug auf das malerische Postkartenidyll San Esperito.

Besser als 007?



Während Rico sich im Anflug auf die Insel befindet, werdet ihr vom ersten Moment an mit der Steuerung vertraut gemacht. Denn wer nun denkt, dass der Agent brav in der Maschine sitzt, der irrt. Mittels waghalsigem Hechtsprung hat sich Mr. Rodriguez nämlich aus dem Heli gestürzt. Gut, dass er seinen Fallschirm dabei hat. Kaum gelandet, wartet schon die erste Aufgabe auf ihn. Er muss einem Kollegen zur Hilfe kommen. Dank automatischer Zielanvisierung ist dies ein Kinderspiel. A propos Spiel: Sinn und Zweck ist es, Präsident Mendoza zu stürzen. Dass das leichter gesagt ist, als getan, merkt ihr bereits nach wenigen Spielminuten.
Denn der Inselregent hat überall seine Schergen verteilt. Daher solltet ihr überlegen, wie ihr am sinnvollsten vorgehen wollt. Schleicht ihr euch ein, ist dies meist der sicherste Weg. Zieht ihr lieber die brachiale Art vor, macht dies jedoch eindeutig mehr Spaß. Und davon gibt es auf der rund 5.000 Quadratkilometer großen Insel reichlich. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Spielen, nimmt sich Just Cause selbst nicht ernst und bietet allerbestes Entertainment. Vor allem das Gameplay ist äußerst beeindruckend geworden. Nicht genug, dass ihr euch, wie in GTA, nahezu jeden fahrbaren Untersatz „ausborgen“ könnt. Agent Rico ist auch noch äußerst gelenkig. So kann er mittels Betätigung der A-Taste während der Fahrt einen gewagten Stunt hinlegen oder aus einem brennenden da beschossenen Auto heraushechten. Besonders eindrucksvoll wird das Ganze ungefähr nach einer halben Stunde Spielzeit. Denn dann verfügt euer alter Ego über eine Art Greifzange mit Schleppseil. Mit diesem Gadget heftet sich Rico kurzerhand hinter Autos und lässt sich mitziehen. Doch nicht etwa im Dreck. Vielmehr macht ihr dies vom Gleitschirm aus. Sieht nicht nur cool aus, ist auch noch sinnvoll, um schnellstmöglich das potentielle Opfer aus dem Wagen zu katapultieren oder rasch von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Egal ob Stunts, Action-Einlagen oder Explosionen. Alles ist ein wenig überdreht und überzeichnet. Doch das ist ganz im Sinne der Entwickler. Frei nach dem Motto: Langweilig ist woanders!

Viel Feind, viel Ehr



Insgesamt umfasst die Tropen-Show 21 ausgedehnte Missionen, die sich über mehrere virtuelle Tage erstrecken. Dabei entspricht ein Tag in etwa 25 realen Spielminuten. In seinem Kampf gegen das Regime ist Rico nicht allein. Mehr und mehr stärkt er durch erfolgreich abgeschlossene Missionen den Revolutionären den Rücken.



Während er sich nach und nach dem „Inner Circle“ des Präsidenten nähert, muss er unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Mal soll er Drogenbosse aus dem Weg räumen, mal einen wichtigen Kontaktmann aus einem Gefängnis befreien oder einen Konvoi entführen. Da allerdings die CIA ihre Finger mit im Spiel hat und in Kooperation mit der Guerilla-Front auf San Esperito die großen Drogenkartelle beeinflusst, müsst ihr euch auch auf deren Seite stellen.
(Cluster: nd02 - Sprache: de)