007 Legends - Test 

Achtung, Ohren spitzen: Ein neuer 'James Bond'-Film, dazu passend ein neues 'James Bond'-Game. Wir können dem Braten irgendwie nicht so ganz trauen. Was ist mit euch? Fällt euch auf Anhieb ein überzeugendes Spiel ein, das mehr oder minder zeitgleich mit dem Film auf die Öffentlichkeit losgelassen wurde? Gut, das vorliegende '007 Legends' hat mit dem am 1. November ins Kino kommendem "Skyfall" wirklich nur seinen legendären Hauptcharakter gemein. Dennoch: Der anfängliche Pessimismus ist mehr als nur berechtigt.
Lizenz zum Blödsinn
Das fängt schon beim gesamten Konzept des Titels an: Es ist wirklich eine interessante Idee, quasi fünf komprimierte Bond-Filme in einem Spiel nacherleben zu können. Aber warum um alles in der Welt dann nicht auch mit den entsprechenden Abbildern der Schauspieler, die Bond in den Werken 'Goldfinger', 'Im Geheimdienst Ihrer Majestät', 'Moonraker', 'Lizenz zum Töten' und 'Stirb an einem anderem Tag' verkörpert haben? In '007 Legends' leiht der aktuelle Bond, Daniel Craig, der Spielfigur sein Gesicht. Der zugrunde liegende Story-Ansatz, Bond sei lebensgefährlich von einer Kugel verletzt worden und erlebe nun genau die Ereignisse dieser Filme als eine Art Flashbacks, könnte behelfsmäßiger und bescheuerter nicht sein.
Ad absurdum wird das Ganze geführt, wenn Craig wichtige Schlüsselszenen seiner Vorgänger spielt, zum Beispiel den Mord von Bonds künftiger Gattin Tracy aus 'Im Geheimdienst Ihrer Majestät'. Mag sein, dass dies den Otto Normalspieler nicht stören dürfte. Spieler, die die Filme nicht kennen, sowieso nicht.
Echten Bond-Fans dürfte aber nicht nur die Rinderbrühe aus den Augen laufen, sondern auch das ungute Gefühl überkommen, dass sich das alles irgendwie nicht so richtig anfühlt. Vor allem auch deswegen nicht, weil die Filme ohne Erklärungen oder Übergänge abgehakt werden. Dabei wartet das Schlimmste sogar noch auf eingefleischte Bond-Fanatiker: Die Art von Bond, die uns Entwickler Eurocom hier zeigt, ist nicht mehr als nur ein gesichtsloses, alles andere als charismatisches Abziehbildchen mit unsichtbarem Rambo-Gedächtnistirnband.
Bonds so bekannte Walter PPK spielt eine untergeordnete Rolle, stattdessen zählen 2012 nur die dicken Dinger. Minigun und Panzerfaust machen bei einem 'Call of Duty' weitaus mehr Sinn, aber doch nicht bei einem Bond-Spiel – ganz gleich welcher Akteur ihn gerade vertritt.

Echten Bond-Fans dürfte aber nicht nur die Rinderbrühe aus den Augen laufen, sondern auch das ungute Gefühl überkommen, dass sich das alles irgendwie nicht so richtig anfühlt. Vor allem auch deswegen nicht, weil die Filme ohne Erklärungen oder Übergänge abgehakt werden. Dabei wartet das Schlimmste sogar noch auf eingefleischte Bond-Fanatiker: Die Art von Bond, die uns Entwickler Eurocom hier zeigt, ist nicht mehr als nur ein gesichtsloses, alles andere als charismatisches Abziehbildchen mit unsichtbarem Rambo-Gedächtnistirnband.
Bonds so bekannte Walter PPK spielt eine untergeordnete Rolle, stattdessen zählen 2012 nur die dicken Dinger. Minigun und Panzerfaust machen bei einem 'Call of Duty' weitaus mehr Sinn, aber doch nicht bei einem Bond-Spiel – ganz gleich welcher Akteur ihn gerade vertritt.






